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22.08.2009
 

Verdeckte Kooperation mit der CIA

Blackwater sollte Terroristen-Killer rekrutieren

Blackwater-Ausbilder: Neue Vorwürfe gegen das SicherheitsunternehmenZur Großansicht
AP

Blackwater-Ausbilder: Neue Vorwürfe gegen das Sicherheitsunternehmen

Die Zusammenarbeit zwischen CIA und Blackwater war intensiver als bisher bekannt. Der US-Geheimdienst beauftragte das private Sicherheitsunternehmen laut einer Notiz, die dem SPIEGEL vorliegt, mit dem Transport von Terrorverdächtigen in geheime Gefangenenlager. Auch Auftragskiller sollte die Firma rekrutieren.

Hamburg - In der Aktennotiz beschreiben zwei ehemalige Mitarbeiter des Privatunternehmens Details der verdeckten Kooperation zwischen dem US-Geheimdienst CIA und Blackwater. Auf Geheiß des damaligen US-Vizepräsidenten Dick Cheney wurden die geschilderten Vorgänge dem US-Kongress verheimlicht. Bis heute können sich die Parlamentarier kein vollständiges Bild von den Aktivitäten der privaten Söldnerarmee im Dienste des Staates machen.

So beauftragte der Geheimdienst dem Memo zufolge Blackwater und deren Tochterfirmen mit dem Transport von Terrorismus-Verdächtigen aus Guantanamo zu Verhören in geheime Gefangenenlager in Pakistan, Afghanistan und Usbekistan. Das Papier identifiziert Flugbewegungen und enthüllt, wie die Flüge getarnt wurden.

"Die CIA heuerte Blackwater an, um Attentate in Afghanistan zu verüben"

Auch bei einer anderen brisanten Aktivität der Bush-Jahre hat Blackwater den Geheimdienst unterstützt, heißt es in dem Memo: "Die CIA heuerte Blackwater an, um Attentate auf Ziele in Afghanistan zu verüben." Erst im Juli hatte der neue, von Obama eingesetzte CIA-Chef Leon Panetta den Parlamentariern in vertraulicher Sitzung von einem "Tötungsprogramm" berichtet, das vor acht Jahren gestartet wurde. Dieses Programm sollte dazu dienen, Spezialkommandos zu rekrutieren und auszubilden, die dann Attentate auf das Führungspersonal von al-Qaida verüben sollten. Das Programm sei allerdings in all den Jahren aus der Konzeptphase nie so recht herausgetreten, hieß es in einer Stellungnahme der CIA.

Dazu werden jetzt weitere Details bekannt. Das Memo benennt mehrere Beteiligte, die mit dem Aufbau von Attentat-Teams befasst gewesen sein sollen, darunter ein Mitglied des Fallschirmjäger- Teams von Blackwater und ein Angestellter der Blackwater Security Consulting, der laut Memo als "hitman", als Auftragskiller, eingeplant war. Dazu kam als Ranghöchster die ehemalige Nummer drei bei der CIA, Executive Director Alvin Bernard Krongard. "Krongard set up the teams", er bildete die Teams, heißt es in dem Papier. Nach seinem Ausscheiden aus dem Geheimdienst war Krongard in das "Advisory Board", den Beraterstab von Blackwater, gewechselt.

Die Firma Blackwater und Krongard wurden am Mittwoch vergangener Woche mit den Aussagen des Memos konfrontiert und lehnten es bis Freitag ab, sich zu äußern. Ein Sprecher der CIA wollte eine Kooperation mit Blackwater in Bezug auf das Tötungsprogramm und die geheimen Gefangenentransporte weder bestätigen noch dementieren. "Wir kommentieren unsere Vertragsbeziehungen nicht", sagte er. In Details erhalte das Memo allerdings "Fehler".

Eine Milliarde Dollar für Blackwater

Kenntlich machen wollte er die nicht. In dieser Woche wird ein Bundesgericht in Alexandria, Virginia, darüber entscheiden, ob es eine Zivilklage annimmt, die von Blackwater-Opfern angestrengt wurde.

Nach dem Al-Qaida-Angriff auf das World Trade Center vom 11. September 2001 hatten US-Präsident George W. Bush und sein Vize Dick Cheney in großem Stil private Sicherheitsdienste eingesetzt. Aus der Firma Blackwater wurde nahezu über Nacht ein Imperium, das vom US-Steuerzahler mehr als eine Milliarde Dollar erhielt. 70 Prozent dieser Aufträge konnte Blackwater ohne reguläre Ausschreibung einstreichen. Blackwater arbeitet auch mit der Obama-Regierung zusammen. Die Firma ist derzeit für die Sicherheit aller US-Diplomaten in Afghanistan zuständig. Immer mehr Demokraten auf Capitol Hill fordern, diese Zusammenarbeit zu beenden.

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Die neuesten Beiträge:
15.01.2010 von ray4901: Das haben Sie

sich selbst zuzuschreiben. Ihre x-fachen Hasstiraden gegen die Liberals im eigenen Land (Sie wissen schon - die "üble Gesundheitsreform") auch gegen den aktuellen, hier hochangesehenen, Päsidenten entsprechen genau [...] mehr...

15.01.2010 von archelys: aus gehöriger Distanz

Eine Spur Abneigung kann ich in dem Beitrag wohl erkennen, aber keinen Hass und auch keine Dummheiten. Weil Sie das alles, was wir hier wahrnehmen, nicht gerne lesen, sage ich Ihnen mal nichts dazu, was ich davon halte, dass [...] mehr...

15.01.2010 von Landegaard:

Ne, Irland. Meine Güte... mehr...

14.01.2010 von Morotti:

Sie können sich ja gerne retten lassen und schon mal üben, schleimige Ergebenheitsadressen zu schreiben. mehr...

14.01.2010 von Michael Schnarch:

Richtig, vor allem was die Produkte von MBB Preussag und Karl Kolb betrifft. http://www.medico.de/kurdakt/halabj3.htm mehr...

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