London - Unterstützung für die Truppe: Bei einem Überraschungsbesuch in Afghanistan hat Großbritanniens Premierminister Gordon Brown die Entsendung weiterer britischer Soldaten angedeutet. Er wolle die Ausbildung afghanischer Soldaten und Polizisten beschleunigen, sagte Brown am Samstag bei einem Truppenbesuch in der Provinz Helmand. Dazu müsste das britische Kontingent nach Einschätzungen von Beobachtern aufgestockt werden.
Innerhalb des nächsten Jahres könnten 50.000 weitere afghanische Armeeangehörige ausgebildet werden, gab Brown bei seinem vierten Besuch am Hindukusch binnen Jahresfrist als Ziel aus. Das Training würde die Afghanen in die Lage versetzen, mehr Verantwortung für ihre eigenen Angelegenheiten zu übernehmen.
Brown kündigte zudem an, neben zusätzlicher Ausrüstung im Herbst noch 200 Spezialisten an den Hindukusch zu verlegen. Sie sollen die tückischen Sprengsätze entschärfen. Er kündigte demnach zugleich die Entsendung von 200 auf den Umgang mit sogenannten improvisierten Sprengsätzen spezialisierten Soldaten an. Solche häufig am Straßenrand versteckten Sprengsätze sind eine tödliche Waffe im Kampf der aufständischen Taliban gegen die ausländischen Truppen. In den vergangenen Wochen waren ihnen immer mehr britische Soldaten zum Opfer gefallen waren.
In einem Interview mit dem Sender Sky News erklärte Brown zudem, weitere gepanzerte Fahrzeuge würden bald nach Afghanistan geschickt, um britische Soldaten besser zu schützen. Die Gesamtzahl der in Afghanistan getöteten Briten überstieg Mitte August die Marke von 200 und lag damit höher als im Irak, wo es bislang rund 180 Tote unter den britischen Streitkräften gab. Die Zahl ist besonders seit Juli stark angestiegen, nachdem die britische Armee in Helmand eine Offensive gegen die aufständischen Taliban startete.
Derzeit sind 9000 britische Soldaten im Kampf gegen die radikalislamischen Taliban in Afghanistan stationiert. Nachdem die Briten vor allem im Sommer starke Verluste erlitten hatten, verringerte sich in der Heimat die Zustimmung für den Einsatz. Zwei Umfragen ergaben zuletzt, dass rund zwei Drittel der Befragten einen Abzug der britischen Truppen aus dem Krisenland wollen.
Auch in den USA heizen stetig ansteigende Verluste die Diskussion über den zunehmend unpopulären Krieg an - und beunruhigen die Militärführung. Für die US-Streitkräfte in Afghanistan ist der August zum tödlichsten Monat seit ihrer Invasion vor acht Jahren geworden. Die Todeszahlen sind gestiegen, seit US-Präsident Barack Obama eine Verstärkung des US-Kontingents in Afghanistan um zusätzliche 21.000 Soldaten anordnete.
Angesichts der Verluste steigt auch der Druck auf Deutschland, das Engagement auszuweiten. Nach SPIEGEL-Informationen fordert US-Präsident Obama nun mehr deutsche Truppen am Hindukusch.
ore/AFP/dpa/AP
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Die Wirklichkeit ist doch die, daß sowohl OEF Truppen in AFG kämpfen und ISAF Truppen den angeblichen "Frieden" sichern, oder hab ich da was falsch verstanden? ---Zitatende--- Ich denke mal eher, Sie haben wie üblich [...] mehr...
Die Wirklichkeit ist doch die, daß sowohl OEF Truppen in AFG kämpfen und ISAF Truppen den angeblichen "Frieden" sichern, oder hab ich da was falsch verstanden? Das ISAF angegriffen hätte, habe ich nicht [...] mehr...
Einzig und allein Karsai und die seinen brauchen die Unterstützung der USA und seiner Vasallen. Gegen sie richtet sich der Hass der Afghanen genauso wie gegen die Besatzer. Die Bevölkerung Afghanistans hat sicherlich inzwischen [...] mehr...
Schlimmer als das, was jetzt in Afghanistan vorherrscht, kann es nicht werden, derweil die Afghanen die Massenvernichtungswaffen, worüber ihre Besatzer verfügen und auch einsetzen, nicht besitzen. Ein Bürgerkrieg wird überdies [...] mehr...
"Seit November 2001 beteiligt sich Deutschland unter anderem mit Seestreitkräften und Spezialkräften an der Operation ENDURING FREEDOM (OEF) zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus." (Weißbuch 2006 zur [...] mehr...
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