Athen - Die Anschläge in Athen und Thessaloniki geschahen fast zeitgleich: In Athen wurde bei einem Bombenanschlag vor der Börse eine Passantin nach Polizeiangaben leicht verletzt . Der Explosion am frühen Mittwochmorgen ging ein Warnanruf bei einer Athener Zeitung voraus. Die Wucht der Detonation ließ Fenster an dem Börsengebäude bersten und beschädigte Autos und Bäume. Die Bombe war nach ersten Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden in einem Minibus versteckt, der vor der Börse geparkt war.Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.
In der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki detonierte ein Sprengsatz vor dem Gebäude eines Ministeriums. Die Schäden dort waren gering, hieß es. Der Sprengsatz in Thessaloniki war in einem Kasten der Telefongesellschaft in der Nähe des Ministeriums für die griechischen Provinzen Mazedonien-Thrazien angebracht, berichteten Reporter. Die Polizei vermutet, dass die linken Gruppen "Volksaktion" oder "Revolutionärer Kampf" und "Revolutionäre-Sekte" hinter diesen Anschlägen stecken könnten. Diese hatten vor wenigen Monaten den Start einer "Stadt-Guerilla" in Griechenland angekündigt.
Die Gewalt in Griechenland hat zugenommen, seit die Polizei im Dezember einen Jugendlichen erschossen hat. Sein Tod hatte die schlimmsten Unruhen seit Jahrzehnten ausgelöst. Es war zu Straßenschlachten vorwiegend junger Leute mit der Polizei gekommen.
anr/dpa/AP/Reuters
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