Reuters - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat auf das Recht seines Landes für ein eigenes Atomprogramm gepocht. "Wir werden nicht über unsere unbestreitbaren Rechte verhandeln", sagte Ahmadinedschad am Montag vor Journalisten in Teheran.
Das Land sei zu Gesprächen mit der sogenannten Sechsergruppe aus den fünf Vetomächten im Uno-Sicherheitsrat und Deutschland bereit. Allerdings müssten diese wie von Iran vorgeschlagen "gerecht und logisch" ablaufen.
US-Präsident Barack Obama hat der Islamischen Republik bis Ende des Monats Zeit gegeben, um auf ein Angebot der Sechsergruppe einzugehen. Stelle Iran bis dahin die atomare Anreicherung ein, könnte das Land mit besseren Handelsbedingungen rechnen. Andernfalls drohten noch härtere Sanktionen.
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) befasst sich ab Montag in der September-Sitzung des Gouverneursrats erneut mit dem Streit um das iranische Atomprogramm. Mehrere westliche Länder, allen voran die USA, verdächtigen Iran, unter dem Vorwand der zivilen Nutzung der Atomkraft eine Atombombe zu entwickeln. Teheran streitet dies ab.
Seit 2006 hatte der Weltsicherheitsrat eine Reihe von Sanktionen gegen das islamische Land verhängt, die sich insbesondere auf Firmen und Personen beziehen, die mit dem Atomprogramm in Verbindung stehen. Iran kündigte an, ein eigenes Paket von Vorschlägen präsentieren zu wollen, das Empfehlungen über die nukleare und wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie zu Fragen der Abrüstung enthalten soll.
Der IAEA-Gouverneursrat besteht aus 35, von der Generalkonferenz gewählten Ländern. Darunter ist auch Deutschland. Vertreter der Mitgliedsländer treffen sich fünfmal im Jahr im IAEA-Hauptsitz Wien, um die weitere Linie der Uno-Behörde zu verschiedenen Fragen festzulegen.
amz/dpa/Reuters
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