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07.09.2009
 

Iran

Ahmadinedschad schließt Stopp von Atomprogramm aus

Iranischer Präsident Ahmadinedschad: "Das Thema ist erledigt"Zur Großansicht
dpa

Iranischer Präsident Ahmadinedschad: "Das Thema ist erledigt"

Iran will trotz des internationalen Drucks an seinem umstrittenen Atomprogramm festhalten. "Aus unserer Sicht ist das Thema erledigt", sagte Präsident Ahmadinedschad zu Vorwürfen, das Land arbeite insgeheim an Nuklearwaffen. Der Uno-Sicherheitsrat droht mit harten Sanktionen.

Reuters - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat auf das Recht seines Landes für ein eigenes Atomprogramm gepocht. "Wir werden nicht über unsere unbestreitbaren Rechte verhandeln", sagte Ahmadinedschad am Montag vor Journalisten in Teheran.

Er widersprach erneut dem Vorwurf, Iran arbeite insgeheim an Nuklearwaffen. "Aus unserer Sicht ist das Thema erledigt." Gleichzeitig zeigte sich der Präsident zu Verhandlungen über die "friedliche Nutzung sauberer Atomenergie" aufgeschlossen, die Iran nach seinen Worten anstrebt.

Das Land sei zu Gesprächen mit der sogenannten Sechsergruppe aus den fünf Vetomächten im Uno-Sicherheitsrat und Deutschland bereit. Allerdings müssten diese wie von Iran vorgeschlagen "gerecht und logisch" ablaufen.

US-Präsident Barack Obama hat der Islamischen Republik bis Ende des Monats Zeit gegeben, um auf ein Angebot der Sechsergruppe einzugehen. Stelle Iran bis dahin die atomare Anreicherung ein, könnte das Land mit besseren Handelsbedingungen rechnen. Andernfalls drohten noch härtere Sanktionen.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) befasst sich ab Montag in der September-Sitzung des Gouverneursrats erneut mit dem Streit um das iranische Atomprogramm. Mehrere westliche Länder, allen voran die USA, verdächtigen Iran, unter dem Vorwand der zivilen Nutzung der Atomkraft eine Atombombe zu entwickeln. Teheran streitet dies ab.

Seit 2006 hatte der Weltsicherheitsrat eine Reihe von Sanktionen gegen das islamische Land verhängt, die sich insbesondere auf Firmen und Personen beziehen, die mit dem Atomprogramm in Verbindung stehen. Iran kündigte an, ein eigenes Paket von Vorschlägen präsentieren zu wollen, das Empfehlungen über die nukleare und wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie zu Fragen der Abrüstung enthalten soll.

Der IAEA-Gouverneursrat besteht aus 35, von der Generalkonferenz gewählten Ländern. Darunter ist auch Deutschland. Vertreter der Mitgliedsländer treffen sich fünfmal im Jahr im IAEA-Hauptsitz Wien, um die weitere Linie der Uno-Behörde zu verschiedenen Fragen festzulegen.

amz/dpa/Reuters

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Die neuesten Beiträge:
15.12.2009 von sayada.b.: ???

Naja, so ganz genau weiß es ja halt niemand von uns, oder? Aber egal, wäre der Westen nicht froh, wenn die Truppen des A. keine A-Waffen hätten/wollten usw.? Geht es nicht darum??? Oder ist das nur der vorgeschobene Grund? [...] mehr...

15.12.2009 von BillBrook:

Welches "Atomwaffenforschungsprogramm" wurde eingestellt? Das das es nie gegeben hat? mehr...

15.12.2009 von mbockstette: Nur Ihre Widersprüche sind ein offenes Geheimnis

Die nachfolgend aufgeführten zwei Beiträge von Ihnen neusten Datums sind keine Fälschungen, nicht wahr? Zitat von Indogermane_HS Fakt ist: Neben den Christen, Juden, Hindus, Buddhisten und sunnitischen Moslems (siehe [...] mehr...

15.12.2009 von Indogermane_HS:

Auch angeblich "vertrauliche iranische Dokumente" lassen sich sehr gut fälschen... Man sollte (auch im eigenen Interesse) besser den 12 US-amerikanischen Geheimdiensten vertrauen, die in ihrem NIE [...] mehr...

15.12.2009 von sayada.b.: Alle Geduld hat bekanntlich ein Ende, ...

... aber was folgt? Ein Angriff??? Auch nach 7 Jahren sollte man vielleicht noch ein wenig Geduld übrig haben und nun investieren! Wenn es nur den Ahmad erwischen würde (und seine engsten Helfershelfer) - okay, dann [...] mehr...

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Die Islamische Republik Iran ist mit einer Fläche von rund 1,7 Millionen Quadratkilometern fünfmal so groß wie Deutschland. Das Land besitzt nach Russland die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt, beim Erdöl steht Iran auf Platz drei und ist derzeit nach Saudi-Arabien der größte Produzent innerhalb der Opec.

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Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

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