Potsdam - Bei einem Einsatz der deutschen Fregatte "Brandenburg" im Golf von Aden ist ein mutmaßlicher Pirat tödlich verletzt worden. Wie das Verteidigungsministerium in Berlin am Montag mitteilte, reagierte am frühen Montagmorgen ein verdächtiges Boot mit fünf bewaffneten Besatzungsmitgliedern nicht auf Warnschüsse der Fregatte. Der Kommandant der EU-Mission Atalanta habe daraufhin die Erlaubnis zum Schießen gegeben.
Die Fregatte Brandenburg versuchte demnach, das verdächtigte Schnellboot mit fünf bewaffneten Insassen zu stoppen. Die Männer wollten sich einer Überprüfung entziehen. Nachdem die Piraten nicht auf Warnhinweise und -schüsse reagierten, sollte das Boot durch Schüsse manövrierunfähig gemacht werden. Dabei sei einer der Verdächtigten tödlich getroffen worden.
Die anderen mutmaßlichen Piraten hätten nach dem Beschuss die Waffen und eine Enterleiter über Bord geworfen. Die Fregatte "Brandenburg" überprüfe derzeit die Verdächtigen und deren Boot.
In diesem Jahr wurden bereits mehr Schiffe vor der Küste Somalias angegriffen als im gesamten vergangen Jahr, teilte das International Maritime Bureau mit. Demnach seien bislang 132 Attacken gemeldet worden, 2008 waren es insgesamt 111. Entführt haben die Piraten 29 Schiffe, im vergangenen Jahr waren es 42.
Anfang Juli soll die neue Mission Ocean Shield starten. Zudem will die EU ihre vor gut sechs Monaten gestartete Anti-Piraten-Mission Atalanta bis Ende 2010 verlängern.
amz/dpa/Reuters
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Die Hilflosigkeit, mit der wir dieses Phänomen betrachten, besteht nicht erst mit dem Aufkommen der Piraterie vor Somalia. Die Welt hat zugeschaut, wie Stammesführer in einem von Hunger zerwüteten Land Kriege führen und diese [...] mehr...
am einfachsten wäre es, man würde die Frachter mit Drohnen ausstatten. Dann könnten die Piratenboote noch bevor sie ein Schiff entern, versenkt werden. mehr...
Die Piraten-Gefahr geht von nicht einmal einem halben Dutzend somalischer Häfen aus. Da könnte man ganz leicht vor jeden dieser Häfen eine Fregatte stellen, das wärs doch schon. mehr...
...die somalischen Piraten sollen so gut vernetzt sein, dass sie sogar beim Auslaufen von Schiffen aus dem Hafen von Singapur Richtung Rotes Meer/ Mittelmeer Info erhalten (auch über Geschwindigkeit, Höhe der Bordwand, Ladung [...] mehr...
man kann damit keine Parteipolitik betreiben, das ist alles. mehr...
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