Von Björn Hengst, Marta Solarz, Christian Teevs und Carsten Volkery
Berlin/Hamburg - Mehr als 1370 Soldaten der Koalitionstruppen in Afghanistan sind bislang gestorben - das ist die düstere Bilanz des Einsatzes der International Security Assistance Force, kurz Isaf. So heißt die von der Nato geführte Sicherheitsmission in Afghanistan, die im Dezember 2001 ihre Arbeit begann. 42 Nationen sind derzeit daran beteiligt, rund 100.000 internationale Soldaten sind in Afghanistan stationiert, das größte Kontingent stellen die Vereinigten Staaten.
Der Einsatz ist in vielen Ländern umstritten. Jeder Tod eines Soldaten nährt Zweifel und Bedenken an der Mission. Und Meldungen über gefallene Soldaten gibt es seit Beginn der Militäroperation regelmäßig. Wie auch an diesem Mittwoch: Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in London starb am Mittwoch ein britischer Soldat in der Provinz Kunduz. Er war an der gewaltsamen Befreiung eines von Taliban entführten Reporters der "New York Times" beteiligt, auch der Dolmetscher des Zeitungsreporters kam bei der Operation ums Leben.
Längst stellen sich in den an der Isaf-Mission beteiligten Ländern viele Politiker und Bürger die Frage nach Ziel und Dauer des Militäreinsatzes.
SPIEGEL ONLINE gibt einen Überblick über den Stand der Debatte in den Ländern, die das größte Isaf-Kontingent stellen.
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