Mittwoch, 10. Februar 2010

Politik



G20

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
22.09.2009
 

Vorstoß vor Gipfeltreffen

Brown will aus G20 Weltregierung machen

Britischer Premier Gordon Brown: "Globale Probleme erfordern globale Lösungen"
Zur Großansicht
AFP

Britischer Premier Gordon Brown: "Globale Probleme erfordern globale Lösungen"

Gordon Brown regt eine neue Debatte über die G-20-Staaten an. Großbritanniens Premierminister verlangt, das Gremium langfristig in eine globale Wirtschaftsregierung umzuformen. So könnten die Folgen der Krise besser bewältigt und künftige Probleme verhindert werden.

Berlin - Kurz vor dem G-20-Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs hat sich der britische Premierminister Gordon Brown für eine intensivere Zusammenarbeit eingesetzt: Er forderte, die G20 müssten eine Weltwirtschaftsregierung formen. "Die G20 haben die Welt gemeinsam vor dem Kollaps des Finanzsystems gerettet", sagte Brown der Zeitung "Die Welt". "Das ist eine große Chance, langfristig zusammenzuarbeiten."

Die Gruppierung der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer solle sich regelmäßig treffen, um Wachstumsstrategien zu beraten. Ziel müsse ein besseres System für Frühwarnung und Krisenbewältigung sein.

Am Donnerstag und Freitag treffen sich die Staats- und Regierungschefs der G20 in der US-Stadt Pittsburgh zum Weltfinanzgipfel. Solche Treffen sollten künftig zu einer regulierenden Institution werden, sagte Brown der Zeitung. "Die politischen Führer müssen sich regelmäßig treffen und sich gegenseitig beraten, was jedes einzelne Land für ein globales, nachhaltiges Wachstum tun kann." Ein Anfang sei gemacht, noch würden die G-20-Staaten jedoch nicht eng genug zusammenarbeiten. Ihm schwebe ein "neuer Weg" vor, die "Weltwirtschaft global zu regieren".

Brown sagte, dass die G20 nur gemeinsam zu einer Lösung für Managergehälter, Steueroasen und der Überwachung des Bankensektors kommen könnten. Er erwarte in Pittsburgh eine Einigung darauf, die genannten Probleme gemeinsam zu lösen. "Globale Probleme erfordern globale Lösungen und Handlungen."

Ob er sich notfalls auch auf eine europaweite Regulierung einlassen würde, sollte die US-Regierung nicht mitziehen, dazu wollte sich Brown nicht äußern. Die Frage stelle sich nicht, da er sicher sei, Europa und die USA würden sich einigen können: "Jedes Land hat Banken, die international verlinkt sind. Insofern hat auch jedes Land ein Interesse an einer gemeinsamen Lösung."

kgp/dpa/AFP/Reuters

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Hintergründe, Artikel, Fakten

finden Sie auf den Themenseiten zu...

G20 IN PITTSBURGH - DIE THEMEN

Manager-Prämien

Die G-20-Chefs wissen, dass die Bonuszahlungen an Bankmanager ihre Bürger daheim am meisten verärgern. Die EU will Regelungen durchsetzen, dass Boni "in einem angemessenen Verhältnis zu den festen Vergütungen" stehen und "garantierte Bonuszahlungen vermieden werden". Bei Gewinneinbrüchen sollen Prämien gestrichen werden können. Die Forderung nach einer festen Obergrenze dürfte am Widerstand der USA scheitern, doch will auch US-Präsident Obama eine Vereinbarung zur Begrenzung der Prämien. In der Stoßrichtung sind sich die G-20-Länder einig, in Pittsburgh wollen sie die Details regeln.

Reform der Finanzmärkte

Exit-Strategien

Steuer auf Finanzgeschäfte

Klimaschutz


FORUM

G-20-Gipfel in Pittsburgh - ein Erfolg? Diskutieren Sie mit anderen Lesern!

G-20-BESCHLÜSSE VOM APRIL 2009

Billionen für die Weltwirtschaft

Bis Ende 2010 sollen Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur im Volumen von fünf Billionen Dollar umgesetzt werden. Zugleich stützen die stärksten Wirtschaftsnationen der Erde (G20) die ärmsten Länder und den Welthandel zeitnah mit mehr als tausend Milliarden Dollar - gut 817 Milliarden Euro. Das Geld fließt in den Internationalen Währungsfonds (IWF), der geschwächte Schwellen- und Entwicklungsländer dann mit frischem Kapital versorgen kann.

Ende von Steuerparadiesen

Weniger Boni für Manager

Stopp von Konjunkturpaketen

Globale Finanzmarktreform

Reform des IWF










Service von SPIEGEL-ONLINE-Partnern