New York - 94 Minuten dauerte die Rede des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi vor der Uno-Vollversammlung - und damit sechsmal länger als eigentlich gestattet.
Doch bereits nach 75 Minuten, der Staatschef beschwor gerade einen zu schaffenden vereinigten Staat "Isratina" (aus Israel und Palästina), kollabierte Gaddafis Dolmetscher: "Ich kann nicht mehr", rief er, wie die Zeitung "New York Post" berichtete.
Die Chefin der Arabisch-Übersetzer bei den Vereinten Nationen, Rasha Ajalyaqeen, sei dem Mann zu Hilfe geeilt und habe die letzten 20 Minuten der Rede übernommen, berichtet die Zeitung. Gaddafis Dolmetscher sei "einfach zusammengebrochen", sagte einer seiner Kollegen dem Blatt. So etwas habe er in 25 Jahren zum ersten Mal gesehen.
Im Gegensatz zu den Gepflogenheiten hatte Gaddafi zunächst nicht auf einen Uno-Übersetzer zurückgreifen wollen. Er werde in einem seltenen Dialekt sprechen, den nur seine eigenen Leute verstehen könnten, hatte es vor der Rede geheißen. Schließlich erging sich der Revolutionsführer dann aber doch in Hocharabisch, wie die "Times" berichtete.
Gaddafi hatte am Mittwoch in seiner Rede bei der diesjährigen Generaldebatte die Vereinten Nationen und den Uno-Sicherheitsrat scharf angegriffen und vom Westen 7,77 Billionen Dollar (rund 5,26 Billionen Euro) für Afrika als Entschädigung für die Kolonialzeit gefordert. Vor seinem Auftritt hatte er sich mit zwei Graffiti im Uno-Mobiliar verewigt.
jdl/AFP
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Grüne Ideologie kann unter Umständen recht zielorientiert und auch sehr gewinngringend sein, oder:-) mehr...
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