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28.09.2009
 

Waffenübung

Irans Raketentest macht die USA wütend

Fernsehbild der Mittelstreckenrakete: Provokation vor den Gesprächen mit den VetomächtenZur Großansicht
AFP

Fernsehbild der Mittelstreckenrakete: Provokation vor den Gesprächen mit den Vetomächten

Die US-Regierung spricht von einer Provokation: Wenige Tage vor den Atomgesprächen in Genf hat Irans Militär eine Rakete getestet, die Israel und amerikanische Stützpunkte erreichen könnte.

Teheran - Irans Militär demonstrierte seine Stärke: Im iranischen Fernsehen wurde eine Rakete gezeigt, die vor einer Wüstenlandschaft in den Himmel schoss. Dazu waren Rufe von "Allahu Akbar" (Gott ist der Größte) zu hören. Dem staatlichen Sender Press TV zufolge handelte es sich um eine "Schahab 3"-Rakete, die bis zu 2000 Kilometer weit fliegen kann, etwas weiter als die Strecke von Berlin nach Madrid. Damit lägen auch Israel und US-Stützpunkte in Reichweite.

"Alle Ziele in der Region, egal wo sie sind, liegen innerhalb der Reichweite dieser Raketen", sagte der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, General Hossein Salami. Die iranischen Streitkräfte hatten am Sonntag mit den Raketentests begonnen. Ein Sprecher des Außenministeriums erklärte, es handle sich um "eine militärische Übung mit Abschreckungscharakter".

Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums erklärte jedoch, das Manöver stehe in keinem Zusammenhang mit dem Streit um das Atomprogramm des Landes. Am Donnerstag trifft Teheran mit den fünf Uno-Vetomächten und Deutschland zusammen.

Doch die US-Regierung sprach von einer Provokation. In einer Erklärung des amerikanischen Präsidialamts hieß es zu dem kommenden Treffen weiter, Iran müsse sofort und ohne Einschränkung den Zugang zur zweiten Anlage gewähren. Der britische Außenminister David Miliband sagte, Iran müsse zeigen, wie ernst es ihm es damit sei, dass sich das Atomprogramm nicht zu einem Militärprogramm entwickle.

Frankreich rief Iran zur Kooperation auf. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte: "Die Nachrichten aus Iran sind beunruhigend. Das ist mit Blick auf die anstehenden Gespräche kein vertrauensbildendes Signal."

Die westlichen Staaten haben klar gemacht, dass es bei den Gesprächen in Genf um das umstrittene iranische Atomprogramm gehen soll. Die USA haben erklärt, die Regierung in Teheran werde "überzeugende Beweise" für die friedliche Natur ihres Programms vorzulegen müssen. Dagegen hat Iran weitreichende Gespräche über Sicherheitsfragen angeboten. Sein "Recht auf Atomkraft" stehe jedoch nicht zur Debatte.

als/Reuters

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Die neuesten Beiträge:
15.12.2009 von sayada.b.: ???

Naja, so ganz genau weiß es ja halt niemand von uns, oder? Aber egal, wäre der Westen nicht froh, wenn die Truppen des A. keine A-Waffen hätten/wollten usw.? Geht es nicht darum??? Oder ist das nur der vorgeschobene Grund? [...] mehr...

15.12.2009 von BillBrook:

Welches "Atomwaffenforschungsprogramm" wurde eingestellt? Das das es nie gegeben hat? mehr...

15.12.2009 von mbockstette: Nur Ihre Widersprüche sind ein offenes Geheimnis

Die nachfolgend aufgeführten zwei Beiträge von Ihnen neusten Datums sind keine Fälschungen, nicht wahr? Zitat von Indogermane_HS Fakt ist: Neben den Christen, Juden, Hindus, Buddhisten und sunnitischen Moslems (siehe [...] mehr...

15.12.2009 von Indogermane_HS:

Auch angeblich "vertrauliche iranische Dokumente" lassen sich sehr gut fälschen... Man sollte (auch im eigenen Interesse) besser den 12 US-amerikanischen Geheimdiensten vertrauen, die in ihrem NIE [...] mehr...

15.12.2009 von sayada.b.: Alle Geduld hat bekanntlich ein Ende, ...

... aber was folgt? Ein Angriff??? Auch nach 7 Jahren sollte man vielleicht noch ein wenig Geduld übrig haben und nun investieren! Wenn es nur den Ahmad erwischen würde (und seine engsten Helfershelfer) - okay, dann [...] mehr...

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Irans Atomprogramm

Streit

AP
Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Anlagen

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Nahost

Personen

Der Verhandlungspoker um die Urananreicherung






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