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08.10.2009
 

Explosion vor Botschaft

Viele Tote und Verletzte bei Anschlag in Kabul

Anschlag vor Indiens Botschaft in Kabul: Viele Tote und VerletzteZur Großansicht
AP

Anschlag vor Indiens Botschaft in Kabul: Viele Tote und Verletzte

Bei einem Selbstmordanschlag nahe der indischen Botschaft in Kabul sind am Donnerstag mehr als ein Dutzend Menschen getötet worden. Die Explosion ereignete sich trotz hoher Sicherheitsmaßnahmen im Regierungsviertel.

Kabul - Eine heftige Detonation hat Kabul am Donnerstag erschüttert. Bei dem Anschlag nahe der indischen Botschaft sind mindestens 17 Menschen getötet und rund 80 weitere verletzt worden, teilte das Büro von Präsident Hamid Karzai mit. Durch die Wucht der Explosion wurden mehrere Gebäude im streng bewachten Regierungsviertel beschädigt. Fernsehbilder des arabischen Senders Al-Dschasira zeigten Trümmer und ausgebrannte Autowracks. Von der Polizei hieß es, der Attentäter habe sich in einem Geländewagen in die Luft gesprengt.

Krankenwagen rasten zum Tatort und transportierten Opfer ab. Der indische Botschafter in Afghanistan, Jayant Prasad, sagte dem Nachrichtensender NDTV, neun Menschen seien getötet worden. Alle indischen Mitarbeiter seien aber in Sicherheit. Fenster der Botschaft und eine Mauer seien zerstört worden. Unklar blieb zunächst, ob die Botschaft das Ziel des Anschlags war. In der Nähe liegt auch das afghanische Innenministerium.

Die radikal-islamischen Taliban haben sich Donnerstagmittag zu dem Anschlag bekannt. In einer auf der Webseite der Aufständischen veröffentlichten Mitteilung hieß es, die indische Botschaft sei das Hauptziel des Anschlags gewesen, den ein Attentäter namens Khalid verübt habe.

Im Juli vergangenen Jahres waren bei einem Selbstmordanschlag der Taliban auf die indische Botschaft mehr als 40 Menschen getötet worden, darunter auch indische Diplomaten. Mehr als 140 Menschen wurden verletzt.

Indien hat keine Truppen in Afghanistan, engagiert sich aber massiv beim zivilen Wiederaufbau. Das Engagement sorgt beim indischen Erzrivalen Pakistan für Unmut. Für den Anschlag auf die indische Botschaft im vergangenen Jahr hatte Indien den pakistanischen Geheimdienst ISI mitverantwortlich gemacht. Pakistan hatte das zurückgewiesen.

Angesichts der zunehmend schlechten Sicherheitslage in Afghanistan erwägt US-Präsident Barack Obama die Entsendung von bis zu 40.000 weiteren Soldaten an den Hindukusch, wie es Oberbefehlshaber Stanley McChrystal nach Angaben von Senatoren in seinem jüngsten Lagebericht gefordert hat. Die erneute Aufstockung der Truppen ist in den USA aber umstritten. Vor diesem Hintergrund dürften bald auch auf die neue Bundesregierung Forderungen nach einem stärkeren Engagement für Afghanistan zukommen.

Isaf-Soldaten erschießen versehentlich afghanisches Kind

Bis kurz vor der Präsidentschaftswahl in Afghanistan am 20. August war es den Sicherheitskräften in Kabul ein halbes Jahr lang gelungen, alle größeren Anschläge zu verhindern. In den vergangenen knapp zwei Monaten kam es aber wieder zu mehreren verheerenden Selbstmordanschlägen in der afghanischen Hauptstadt.

Die Internationale Schutztruppe Isaf teilte am Donnerstag mit, bei der Operation in der Provinz Logar seien in der Nacht neben dem Kind auch mehrere Aufständische getötet worden, darunter ein Taliban-Kommandeur. Die Truppen seien aus einem Gebäude heraus beschossen worden und hätten das Feuer erwidert. Die Soldaten hätten alle Anwesenden mehrfach aufgefordert, das Haus zu verlassen. Nachdem diese Aufforderungen unbeantwortet geblieben seien, hätten sie das Gebäude gestürmt und mehrere Extremisten getötet.

Bei der Durchsuchung des Gebäudes hätten die Soldaten ein verwundetes Kind entdeckt, dass später an seinen Schussverletzungen gestorben sei." Wir bedauern den Verlust jeden Lebens zutiefst, besonders bei einem Kind", sagte ein Isaf-Sprecher. Der getötete Taliban-Kommandeur sei für mehrere Angriffe und Entführungen verantwortlich gewesen. Im Lagebericht der Isaf hieß es, bei Operationen in den südafghanischen Provinzen Sabul und Kandahar seien ein Aufständischer getötet und ein weiterer gefangen genommen worden.

kgp/dpa/AP/AFP/Reuters

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02.11.2009 von lupenrein:

Die FAZ schreibt heute, dass Karzai sogar nur auf westlichen Druck zum Sieger eklärt wurde. Das ist noch die Steigerung von 'wahrer Demokratie'. mehr...

02.11.2009 von reinhard_m: Einfach vorbildlich - Der Westen zeigt wie's geht

Das ist wahre Demokratie. Dafür opfern wir gerne unser Geld und das Leben unserer Soldaten. Diese Art von gelebter Demokratie wird sicher auch noch den letzten Afghanen von der guten Sache überzeugen. mehr...

02.11.2009 von lupenrein:

Karzai ist jetzt auch von den USA als rechtmäßiger Präsident anerkannt. Wem soll man da gratulieren , den USA oder Karzai ? Eine filmreife Komödie. mehr...

02.11.2009 von Michael Schnarch:

Na und? Es sind Blätter mit Kleinstauflagen, das erstere sogar antizionistisch. Wenn deren Leser das so wollen, warum nicht? mehr...

02.11.2009 von raka:

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