Wien/Teheran - Bei den Atomgesprächen in Wien will Iran sein Programm zur Urananreicherung nicht in Frage stellen lassen. Auch wenn das Land atomares Material aus dem Ausland geliefert bekomme, werde die Urananreicherung nicht beendet, sagte der Sprecher der iranischen Atombehörde, Ali Schirsadian, am Montag der heimischen Nachrichtenagentur Irna. Iran werde in jedem Fall Uran weiter selbst anreichern, sollten die Gespräche in Wien scheitern: "Wir werden niemals auf unser Recht verzichten", so Schirsadian.
Schirsadian äußerte sich nur wenige Stunden vor einem Treffen der fünf Uno-Vetomächte und Deutschlands. Teheran hatte sich Anfang Oktober in Genf grundsätzlich dazu bereit erklärt, das Uran für einen Forschungsreaktor von Russland aufbereiten zu lassen. Frankreich würde das auf rund 20 Prozent angereicherte Uran anschließend so weiterverarbeiten, dass es in dem iranischen Reaktor für medizinische Forschung genutzt werden kann. Noch allerdings sind die Einzelheiten nicht präzise vereinbart.
Kommt der Deal zustande, wird dies als wichtiger Schritt in den seit Jahren festgefahrenen Verhandlungen um den wirklichen Charakter des iranischen Atomprogramms gewertet. Der Westen wirft Iran vor, heimlich nach Kernwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran weist das zurück.
Iran reichert in seiner Anlage in Natans Uran niedrig an, obwohl der Uno-Sicherheitsrat und die Internationale Atomenergiebehörde IAEA seit Jahren den Stopp des Programms fordern. Niedrig angereichertes Uran wird für die Stromgewinnung gebraucht, höher angereichertes je nach Grad für Forschungs- und Waffenzwecke.
Iran hatte nach den Atomgesprächen in Genf erste Zugeständnisse gemacht und Inspektionen in seiner neuen Uran-Anreicherungsanlage nahe der Stadt Ghom erlaubt. Die Existenz der Anlage war wenige Tage vor Beginn der Verhandlungen bekanntgeworden und wurde international scharf kritisiert.
amz/AFP/Reuters/dpa
Auf anderen Social Networks posten:
Es reicht zu sehen, wie die Palästinenser in Ghettos leben, da täschen auch keine gefälschten Papiere und Photos drüber hinweg. mehr...
Warum will er dann *alle* Juden aus isarel deportieren? mehr...
Das wäre dann das erste Mal, dass ich mich über eine "Öde" freuen würde und zwar sehr. mehr...
Unsinn? Zeigen Sie mir doch die Resolutionen, worin Saddam wegen Chemiewaffeneinsatz gegen den Iran und Kurden Konsequenzen zu fürchten hatte. Das wurde doch solange totgeschwiegen, bis es zum Himmel stank! mehr...
jetzt sagen Sie aber nicht, den Iran nuklear einzuäschern. Denn solche Pläne existieren nämlich nicht. mehr...
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Ausland | RSS |
| alles zum Thema Iran-Konflikt | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH