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19.10.2009
 

Atomgespräche

Iran beharrt auf Urananreicherung

Wahrscheinliche Lage der iranischen Urananreicherungsanlage Ghom (Satellitenfoto)Zur Großansicht
DPA

Wahrscheinliche Lage der iranischen Urananreicherungsanlage Ghom (Satellitenfoto)

Kurz vor den entscheidenden Atomgesprächen in Wien gibt sich Iran unnachgiebig: Das Land werde niemals auf die Urananreicherung verzichten, hieß es aus Teheran. Die Vereinten Nationen drängen auf einen Stopp des Atomprogramms.

Wien/Teheran - Bei den Atomgesprächen in Wien will Iran sein Programm zur Urananreicherung nicht in Frage stellen lassen. Auch wenn das Land atomares Material aus dem Ausland geliefert bekomme, werde die Urananreicherung nicht beendet, sagte der Sprecher der iranischen Atombehörde, Ali Schirsadian, am Montag der heimischen Nachrichtenagentur Irna. Iran werde in jedem Fall Uran weiter selbst anreichern, sollten die Gespräche in Wien scheitern: "Wir werden niemals auf unser Recht verzichten", so Schirsadian.

Schirsadian äußerte sich nur wenige Stunden vor einem Treffen der fünf Uno-Vetomächte und Deutschlands. Teheran hatte sich Anfang Oktober in Genf grundsätzlich dazu bereit erklärt, das Uran für einen Forschungsreaktor von Russland aufbereiten zu lassen. Frankreich würde das auf rund 20 Prozent angereicherte Uran anschließend so weiterverarbeiten, dass es in dem iranischen Reaktor für medizinische Forschung genutzt werden kann. Noch allerdings sind die Einzelheiten nicht präzise vereinbart.

Kommt der Deal zustande, wird dies als wichtiger Schritt in den seit Jahren festgefahrenen Verhandlungen um den wirklichen Charakter des iranischen Atomprogramms gewertet. Der Westen wirft Iran vor, heimlich nach Kernwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran weist das zurück.

Iran reichert in seiner Anlage in Natans Uran niedrig an, obwohl der Uno-Sicherheitsrat und die Internationale Atomenergiebehörde IAEA seit Jahren den Stopp des Programms fordern. Niedrig angereichertes Uran wird für die Stromgewinnung gebraucht, höher angereichertes je nach Grad für Forschungs- und Waffenzwecke.

Iran hatte nach den Atomgesprächen in Genf erste Zugeständnisse gemacht und Inspektionen in seiner neuen Uran-Anreicherungsanlage nahe der Stadt Ghom erlaubt. Die Existenz der Anlage war wenige Tage vor Beginn der Verhandlungen bekanntgeworden und wurde international scharf kritisiert.

amz/AFP/Reuters/dpa

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29.11.2009 von syramon:

Es reicht zu sehen, wie die Palästinenser in Ghettos leben, da täschen auch keine gefälschten Papiere und Photos drüber hinweg. mehr...

29.11.2009 von Michael Schnarch:

Warum will er dann *alle* Juden aus isarel deportieren? mehr...

29.11.2009 von mbockstette:

Das wäre dann das erste Mal, dass ich mich über eine "Öde" freuen würde und zwar sehr. mehr...

29.11.2009 von kosmopolitaner:

Unsinn? Zeigen Sie mir doch die Resolutionen, worin Saddam wegen Chemiewaffeneinsatz gegen den Iran und Kurden Konsequenzen zu fürchten hatte. Das wurde doch solange totgeschwiegen, bis es zum Himmel stank! mehr...

29.11.2009 von FaripiY:

jetzt sagen Sie aber nicht, den Iran nuklear einzuäschern. Denn solche Pläne existieren nämlich nicht. mehr...

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Republik Iran

Land

REUTERS
Die Islamische Republik Iran ist mit einer Fläche von rund 1,7 Millionen Quadratkilometern fünfmal so groß wie Deutschland. Das Land besitzt nach Russland die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt, beim Erdöl steht Iran auf Platz drei und ist derzeit nach Saudi-Arabien der größte Produzent innerhalb der Opec.

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Irans Atomprogramm

Streit

AP
Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

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Der Verhandlungspoker um die Urananreicherung

Chronik

Aufstieg von Mohammed Resa

AFP
Im Zweiten Weltkrieg gilt der monarchische Staat Iran als Freund der Achsenmächte. Britische und sowjetische Truppen besetzen daher 1941 das Land. Resa Schah muss abdanken. Die Alliierten inthronisieren seinen Sohn Mohammed Resa . Wegen seiner proamerikanischen Reformpolitik gerät der Schah erstmals 1963 in die Kritik von Ajatollah Ruhollah Chomeini, einem damals hochrangigen religiösen Führer, den die Regierung ein Jahr später in die Türkei abschiebt. Chomeini geht schließlich in den Irak. Dort bleibt er 13 Jahre und entwickelt er das Staatsmodell des islamischen Staates. Mit seiner repressiven Politik und seinem dekadenten Herrschaftsstil bringt der Schah eine wachsende Opposition aus sehr unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Schichten gegen sich auf.

Ajatollah Chomeini und die islamische Revolution

Phase der Islamisierung

Vom Reformer Chatami zum Hardliner Ahmadinedschad






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