Von Gregor Peter Schmitz, Washington
Washington - Günter Verheugen nutzte einen Auftritt vor dem Foreign Press Center in Washington, um sein Befremden über die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auszudrücken, den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger als seinen Nachfolger nach Brüssel zu schicken.
Noch sei nicht klar, ob der Christdemokrat Oettinger auch sein Portfolio erhalten werde, antwortete Industriekommissar Verheugen auf eine Journalistenfrage nach den Qualifikationen des Landespolitikers. Die Ressortverteilung innerhalb der EU-Kommission werde noch entschieden. Er kenne Oettinger seit langem, brauche dieser Unterstützung, stehe er zur Verfügung, sagte Verheugen.
Nach dem Ende des offiziellen Teils wurde der Kommissar deutlicher: "In Brüssel herrscht blankes Entsetzen über diese Personalie", berichtete er im Kreise mehrerer Journalisten. Die Kanzlerin habe weder ihn noch Kommissionspräsident José Manuel Durão Barroso dazu konsultiert. Ihre Entscheidung für Oettinger werde als rein "parteiinterne Entsorgungsaktion" angesehen. Es sei nicht nur fraglich, sondern eher unwahrscheinlich, dass Barroso den Deutschen mit einem ähnlich umfangreichen Portfolio wie ihn betrauen werde, sagte Verheugen.
Der Sozialdemokrat, der einst die EU-Erweiterung verhandelt hatte, ist zuständig für Unternehmen und Industriepolitik. Zudem fungiert er als Vizepräsident der Europäischen Kommission und koordiniert die Abstimmung zu besserer Wirtschaftskooperation mit den USA. Deswegen hält er sich diese Woche zu Gesprächen mit der Obama-Regierung in der US-Hauptstadt auf.
Verheugen sagte dem europapolitisch weitgehend unerfahrenen Oettinger Widerstand bei der Anhörung im EU-Parlament voraus, das seine Zustimmung erteilen muss. "Dort gibt es erhebliche Bedenken und Widerstand", so der Kommissar. Die Personalie werde keinesfalls reibungslos passieren.
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Alles bleibt, wie es wird. Das bin ich ganz sicher. mehr...
Der nächste Wechsel wird besser. mehr...
Nach Lage der Dinge dürfte Günther Oettinger in Berlin in Ungnade gefallen und von Frau Merkel nach Brüssel "entsorgt" worden sein. Fatal dabei ist allerdings, dass die Gestaltungsaufgabe Europa hier nicht mit [...] mehr...
Oh ja ganz Ihrer Meinung. Wollen doch mal sehen was Mappus für ein Geselle ist. Aber selbst wenn Mappus eine schlechte Wahl ist, sehe ich mit der Abstellung Oettingers in die Ministermetropole Brüssel eine gute Lösung. mehr...
Da der Bosemil aus dem Maschinenbau kommt hat der in fast 50 Jahren sogar was von Hydraulik mitbekommen.Bei der Übersetzung ins badische hätte er also kein Problem."Roi losse brauchert ihr den a nemme weil er nemlich schon [...] mehr...
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