Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore glaubt an die Teilnahme von Präsident Barack Obama am Weltklimagipfel im Dezember in Kopenhagen. "Ich bin mir sicher, er wird nach Kopenhagen fahren", sagte Gore im Gespräch mit dem SPIEGEL.
Er sei optimistisch, dass der US-Kongress sich bis zum Gipfel, bei dem ein globales Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll beschlossen werden soll, auf einen einheitlichen Entwurf für ein Klimaschutzgesetz einigen werde. "Deshalb stehen die Chancen gut, dass wir Amerikaner mit einem echten Verhandlungsangebot in Kopenhagen erscheinen."
In den vergangenen Wochen gab es Spekulationen, Obama werde möglicherweise nicht teilnehmen. Stattdessen wolle er sich bei seiner Rede zur Verleihung des Friedensnobelpreises am 10. Dezember in Oslo auf Klima- und Umweltfragen konzentrieren. Eine Bestätigung des Weißen Hauses dafür gab es nicht. Auch hieß es, Obama mache eine Reise nach Kopenhagen von substantiellen Fortschritten bei der Vorbereitung des Klimagipfels abhängig.
Gore appellierte auch an andere Nationen, ihre Klimaschutzpolitik radikal zu ändern. "Alle Entwicklungsländer müssen verbindliche Obergrenzen für ihren CO2-Ausstoß akzeptieren. Diese Länder irren sich, wenn sie glauben, sie kämen mit unverbindlichen Zusagen davon." Über Obamas bisherige Präsidentschaft sagte Gore: "Sein Sommer war furchtbar, aber er wird einen deutlich besseren Herbst haben."
Zu Kritik, der Demokrat ginge zu viele Reformen gleichzeitig an, meinte er: "Ich will nicht bestreiten, dass dieser Vorwurf einen zutreffenden Kern hat. Aber ich weiß auch, dass man am Beginn einer Amtszeit nach acht Jahren Rückwärtsgang mehr erreichen kann als zu jedem anderen Zeitpunkt. Obama würde noch mehr kritisiert, wenn er jetzt nicht genug tun würde." Allerdings, fügte Gore hinzu, könnten zu viele Auftritte Obamas Wirkung vermindern: "Es gab Zeiten, in denen Obama zu dicht an diese Grenze herangekommen ist. Vor allem bei seinen Fernsehauftritten."
EU-Chefs blockieren Zahlungen für Klimaschutz
Die Europäische Union hat unterdessen auf ihrem Gipfel in Brüssel vermieden, im Kampf gegen die Erderwärmung den armen Ländern Finanzzusagen zu geben. Der Streit über die Lastenteilung wurde am Freitag lediglich vertagt.
Bis 2020 könnten die weltweit zu tragenden Kosten für den Klimaschutz in Entwicklungsländern auf jährlich bis zu hundert Milliarden Euro steigen. Einen großen Teil davon wird die internationale Gemeinschaft tragen müssen - laut Schätzungen auf dem Gipfel 22 bis 50 Milliarden Euro jährlich ab 2020. Die EU rechnet damit, dass sie etwa ein Drittel der Kosten tragen wird. Für Streit sorgt die Verteilung auf die Mitgliedsländer: Die Staaten in Ost- und Mitteleuropa wollen, dass der reichere Westen der Union den größten Teil übernimmt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigte an, dass sie bei ihrer USA-Reise in der kommenden Woche die Brüsseler Beschlüsse vorlegen werde. Die Kanzlerin will damit die USA zu Zugeständnissen in der Klimaschutzpolitik drängen. Außenminister Guido Westerwelle sagte: "Europa bleibt Vorreiter beim Klimaschutz, aber entlässt nicht andere Teile der Welt aus der Verantwortung."
cpa/dpa
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Tja, was man Sie was schlimmer wird, Wortklauben oder Datenklauben..... Keine Ahnung was Sie meinen, der lineare Trend zeigt einen Anstieg von etwas mehr als 0.4 Grad Celsius Warum 1940 oder 1970? Von 1930-1970 ist [...] mehr...
Kausalketten im Nachhinein konstruieren zu können, heißt nicht in jedem Fall, dass die Ereignisse tatsächlich in der Abfolge als solche im Vorhinein geplant waren (schönes Beispiel wäre das Minenfeld der Evolution). Ich hatte [...] mehr...
... und falls das Klima sich nicht reglementskonform entwickeln will, dann ist fristgemäß bis spätestens 31.12.09... Beamtenspeech pur ... hoffentlich kriegen Sie Ihre Kaffeepause eben so zuverlässig geregelt mehr...
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Ich weiß nicht wie ehrlich "Die Welt" ist. Ich weiß nicht mal ob die Welt weiß was PR ist und was nicht. (hoffentlich erscheint nur dieses) mehr...
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