Sonntag, 22. November 2009

Politik



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01.11.2009
 

Türkei

Erdogan verurteilt Sanktionen im Atomkonflikt mit Iran

Türkei-Premier Erdogan: wirft dem Westen Arroganz vor und stellt sich auf die Seite Irans
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AFP

Türkei-Premier Erdogan: wirft dem Westen Arroganz vor und stellt sich auf die Seite Irans

Die Türkei hat sich im Atomstreit mit Iran zu Wort gemeldet. Ministerpräsident Erdogan fordert: Der Westen könne der Islamischen Republik nur dann mit Sanktionen drohen, wenn er selbst seine Atomwaffen abgebe.

Istanbul - Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hat internationale Sanktionen im Atomkonflikt mit Iran in scharfen Worten verurteilt. In einer im Fernsehen übertragenen Rede bezeichnete er die Strafmaßnahmen am Samstag als arrogant und erhob im Gegenzug die Forderung an Staaten wie die USA, Großbritannien und Frankreich, ihre Atomwaffen abzugeben.

"Diejenigen, die diese arroganten Sanktionen wollen, müssen als erste diese Waffen abgeben", sagte er. "Wir teilen diese Haltung mit unseren iranischen Freunden, unseren Brüdern."

Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Programms für Kernenergie an Atomwaffen zu arbeiten. Um die Islamische Republik zu einer Offenlegung aller Einzelheiten des Programms zu zwingen, hat der UN-Sicherheitsrat wiederholt Sanktionen verhängt.

Derzeit wartet die internationale Gemeinschaft auf die Zustimmung Irans zu einem Kompromiss im Streit um eine Auslandsanreicherung von iranischem Uran, das zur Herstellung von Atomwaffen genutzt werden könnte. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) am Donnerstag nur eine vage Antwort auf deren Vorschlag gegeben. Tags darauf hatten Diplomaten berichtet, Teheran stelle besondere Bedingungen an eine Annahme des Kompromisses und wolle noch einmal mit dem Westen verhandeln.

Die Türkei ist das einzige muslimische Land in der Nato. Jüngste Äußerungen Erdogans haben die Sorge geschürt, der Staat wende sich zunehmend vom Westen ab und stärker der islamischen Welt zu.

can/Reuters

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