SPIEGEL ONLINE: Herr Rashid, gerade sind in Ihrer Geburtsstadt Rawalpindi erneut mehr als 30 Menschen von Terroristen getötet worden. Wie beurteilen Sie die Zukunft Ihres Heimatlandes?
Rashid: Es ist ein düsterer Tag für Rawalpindi und für Pakistan. Die Taliban setzen den Krieg fort, den sie schon vor Jahren der Regierung und der Bevölkerung von Pakistan erklärt haben. In den vergangenen Wochen haben sie ihre Offensive verstärkt. Die pakistanische Armee bekämpft die Militanten seit Mitte Oktober in Südwaziristan, und die Taliban begegnen dieser Bedrohung, indem sie neue Fronten eröffnen. Sie verüben an immer neuen Orten Anschläge.
SPIEGEL ONLINE: Das heißt, Krieg gegen Taliban ist das verkehrte Mittel?
Rashid: Nein, im Gegenteil, man muss diese Leute mit militärischen Mitteln bekämpfen. Es bleibt gar nichts anderes übrig, schließlich haben die Taliban sich selbst für den gewaltsamen Weg entschieden. Krieg ist der einzig richtige Weg.
SPIEGEL ONLINE: Sie stimmen also mit den Anti-Terror-Kriegern überein, dass man kämpfen muss, "bis der letzte Taliban getötet" ist?
Rashid: Nicht alle Taliban, aber die Führung der Radikalen. Man muss die Top-Terroristen töten, ihre Infrastruktur zerstören, ihnen die finanziellen Mittel und das Kriegsgerät wegnehmen. Eine führungslose Terrororganisation wäre längst nicht mehr so gefährlich, womöglich würde sie sich im Gerangel um die Nachfolge selbst zerstören. Erst wenn die Anführer der Terroristen gefasst oder getötet sind, kann man, ja muss man mit den Taliban reden.
SPIEGEL ONLINE: Gilt diese Strategie Ihrer Meinung nach sowohl für Afghanistan als auch für Pakistan?
Rashid: Grundsätzlich ja. In beiden Ländern muss man ihre Spitzen bekämpfen. Aber es gibt grundlegende Unterschiede zwischen den Taliban in Afghanistan und Pakistan. Die afghanischen Taliban sind weitaus weniger ideologisch, die meisten sind arme Bauern, die sich den Radikalen aus persönlichen Gründen angeschlossen haben. Der eine hat vielleicht seinen Vater im Krieg verloren, von dem anderen wurde aus Versehen der Sohn durch das Militär getötet, vom Dritten wurden vielleicht Haus und Habe vernichtet. Die pakistanischen Taliban kämpfen dagegen aus ideologischen Gründen, sie wollen ein gesellschaftliches Modell, das auf den Vorstellungen des radikalen Islam beruht. Sie haben, im Gegensatz zu den meist ungebildeten afghanischen Bauern, eine Ausbildung in den Koranschulen genossen. In diesen Madrassas haben sie eine Radikalisierung erfahren, die sie viel gefährlicher macht als die afghanischen Taliban.
SPIEGEL ONLINE: Im Westen werden trotzdem immer wieder Stimmen laut, die Nato-Truppen sollten Afghanistan möglichst bald verlassen. Mit einer vom US-Militär geforderten Truppenaufstockung tut sich Präsident Obama noch schwer.
Rashid: Der Westen hat viel zu spät erkannt, welche Gefahr die Taliban darstellen. Anstatt sich auf diese Region zu konzentrieren, haben sich die USA in das Abenteuer Irak gestürzt. Hätten sie all ihre Kräfte in Afghanistan eingesetzt, wären die Führungen von Taliban und al-Qaida womöglich schon erledigt.
Das Gespräch führte Hasnain Kazim
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...aber das Ganze ist doch ein schönes Beispiel dafür wie islamistsiche Terroristen ein wahrlich friedliches Volk , nämlich die Thais versuchen zu verdrängen. Was sich im Süden Tahilands abspielt kann und darf nicht entschuldigt [...] mehr...
Nein, weil es nicht warscheinlich ist. ---Zitatende--- Tja, da beißt sich dann Ihre Katze in den Schwanz. Denn "wahrscheinlich" ist nicht die Frage bei realen Ereignissen. Und Al Qaida ist real, ihre Terroranschläge [...] mehr...
Aha also sind die Malaysier also vielfach Chaffeure in Thailand? Na ja interessante Feststellung.....was genau hat das jetzt mit dem Thema zu tun? Eine eigene Mafia und die halten ganze Dörfer in Schach, wer jetzt die Chaffeure [...] mehr...
Ich habe fünf Jahre in Thailand gelebt und bin auch viel herumgereist, mit Thai Freunden. Malaysische Männer kamen und drohten Thais, die Chauffeure für wichtige Ausländer waren. Sie übernahmen diese Jobs und nicht wenige der [...] mehr...
Was für eine Logik hätte man den Irak nich angegriffen, dort gab es keine Al Kaida Leute, dann hätten die woanders zugeschlagen. Übrigens die habwen in anderen Ländern zugeschlagen, Algerien zB obwohl man in den Irak [...] mehr...
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