Washington - Zwei schlichte Sessel im Oval Office, im Hintergrund ein Kamin: So entspannt präsentierten sich US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag bei ihrem Gespräch im Weißen Haus. Beide fanden lobende Worte füreinander: Merkel bedankte sich bei den USA für die Unterstützung bei der Wiedervereinigung Deutschlands vor 20 Jahren. "Das werden wir dem amerikanischen Volk nie vergessen", sagte sie.
Obama lobte den Einsatz und die Opfer Deutschlands in Afghanistan. Deutschland sei ein "außerordentlich starker Alliierter der USA". Der US-Präsident nannte die Kanzlerin mit Blick auf ihren Einsatz im Klimaschutz eine "außergewöhnliche Führungspersönlichkeit". Auch in Wirtschaftsfragen und der Atomwaffenpolitik habe er Merkel immer als als "energisch" empfunden, sagte Obama. Sie habe eine "starke Vision", wie diese Themen vorangebracht werden könnten. "Ich freue mich sehr, mit ihr als Partner zusammenzuarbeiten", erklärte der US-Präsident.
Historische Rede vor dem US-Kongress
Deutschland habe viel dazu beigetragen, dass die Afghanen selbst mehr Verantwortung für ihre Sicherheit übernehmen könnten, sagte Obama. Die geplante Rede Merkels vor dem US-Kongress sei sicher auch für die Kanzlerin ein "besonderer Moment". Sie sei in der DDR im Schatten der Diktatur aufgewachsen und habe dann die Freiheit kennenlernen können. Heute führe sie ein Deutschland, das ein zentrales Element eines freien Europa sei.
Bei dem Treffen mit Obama soll es um die Themen Afghanistan, Klimaschutz und um den Atomstreit mit Iran gehen. Anschließend will Merkel vor dem US-Kongress sprechen. In ihrer Rede wollte sie ebenfalls an den Mauerfall vor 20 Jahren erinnern. "Natürlich ist es für mich eine große Ehre, vor beiden Häusern des Kongresses zu sprechen", sagte Merkel.
Konrad Adenauer (CDU) war im Jahr 1957 der bislang einzige deutsche Kanzler, der vor dem US-Kongress sprach. Er hatte allerdings in gesonderten Reden vor Repräsentantenhaus und Senat gesprochen, nicht aber auf einer protokollarisch höher eingestuften gemeinsamen Sitzung beider Häuser.
Merkel war am Montagabend in Washington eingetroffen und fliegt schon am Dienstagnachmittag wieder nach Berlin zurück. Am Mittwoch und Donnerstag wird der neue Außenminister Guido Westerwelle zu seinem Antrittsbesuch in Washington erwartet.
amz/ddp/dpa/AP
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Frau Merkel hat ja in den USA in iher "historischen Rede" ja einen Nibelungen Eid geleistet, aus ewiger Dankbarkeit. Einen Freibrief im Sinne von "Wir folgen mit wehenden Fahnen!" mehr...
Die amerikanische Bevölkerung zeigt immerhin Humor. http://www.funnybumperz.com/political-bumper-stickers/be-nice-to-america-or-well-bring-democracy-to-your-country/ Bei den Militärausgaben der USA sicher ein [...] mehr...
Da haben Sie recht. Wird auch von Mitgliedern der Atlantik-Brücke ganz unverhohlen zugegeben: ---Zitat--- ... Arend Oetker beschrieb diese Lobbytätigkeit im Jahr 2002 folgendermaßen: „Die USA wird von 200 Familien regiert und [...] mehr...
Werden Sie mal konkret & geben ein Beispiel. Sie formulieren hier ja ziemlich weitgehende Thesen; wer lenkt die deutsche Politik (gestern und heute)? mehr...
Arm sind die Strippenzieher der Geschichte bestimmt nicht und nach einer öffentlichen Bühne sehnen sie sich auch nicht. Aber diese Strippenzieher gab es schon immer, auch als Deutschland noch ein Kaiserreich war, da bestimmten [...] mehr...
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