Washington - Angela Merkels Ausführungen zur Klimapolitik wurden mit Standing Ovations bedacht - allerdings meist von den US-Demokraten, die Republikaner blieben demonstrativ sitzen. Doch in der anschließenden Diskussion über die Rede des Ehrengasts aus Deutschland sind die Parteigrenzen nicht mehr klar auszumachen.
Der republikanische Senator Lindsay Graham, der anders als die Mehrheit seiner Partei offen für ein Klimaschutzgesetz ist, äußerte die Hoffnung, dass Merkels Appell für mehr Klimaschutz der US-Politik einen Denkanstoß geben werde. "Sie ist unter Konservativen eine sehr populäre Figur", sagte Graham über Merkel. Die Kanzlerin könne den Kritikern in den USA zeigen, dass Klimaschutz gut für die Wirtschaft und zugleich gut für die Umwelt sein könne.
Die Gegner einer klimafreundlichen Politik in den USA äußerten sich hingegen betont zurückhaltend. Der führende Republikaner im Senatsausschuss für Umwelt, James Inhofe, entgegnete auf die Frage, ob Merkel die Debatte in den USA beeinflussen könne: "In keiner Weise." Auch der demokratische Senator Ben Nelson beantwortete dieselbe Frage mit einem klaren "Nein".
amz/dpa
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