Berlin - 20 Jahre nach dem Mauerfall in Berlin fordern 15 Friedensnobelpreisträger, Mauern in aller Welt zu beseitigen. "Die Nobelpreisträger rufen die internationale Gemeinschaft auf, die nationalen, internationalen, persönlichen und institutionellen Mauern niederzureißen", erklärten die Preisträger am Mittwoch nach einem Treffen in Berlin. Diese Mauern bedrohten die Welt.
Konkret beklagen die Verfasser Hindernisse für eine atomwaffenfreie Welt, Grenzen zwischen Arm und Reich, Mauern zwischen kulturellen, religiösen und ethnischen Gemeinschaften sowie einen schleppenden Kampf gegen den Klimawandel und Mauern zwischen den Generationen. Für ihren Einsatz gegen Aids und HIV zeichneten sie die schottische Popsängerin Annie Lennox mit dem "Peace Summit Award" aus.
Die Nobelpreisträger hatten sich seit Dienstag anlässlich des 20. Jahrestags des Mauerfalls in Berlin getroffen, darunter der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow, Polens Ex-Präsident Lech Walesa, der frühere Präsident Südafrikas, Frederik Willem De Klerk, und der Wirtschaftswissenschaftler Muhammad Yunus aus Bangladesch. Ursprünglich hatten die Veranstalter 22 Preisträger erwartet, einige waren jedoch verhindert. Zu den Gästen zählte der Regisseur Wim Wenders.
"Welt ohne Gewalt"
Auf der Tagung wurde eine "Charta für eine Welt ohne Gewalt" vorgestellt. Darin wird die Stärkung internationaler Organisationen, besonders der Vereinten Nationen verlangt. Die Nobelpreisträger forderten die Generalversammlung der Uno auf, eine internationale Konferenz zu Minderheitenrechten einzuberufen.
In der Abschlusserklärung würdigen die Nobelpreisträger die Einigung der USA und Russlands auf eine nukleare Abrüstung; US-Präsident Barack Obama hatte für seine Vision einer Welt ohne Atomwaffen in diesem Jahr den Friedensnobelpreis erhalten. Erst nachträglich sollte in die Erklärung auch die Forderung nach einem Kampf gegen tatsächlichen Mauern aufgenommen werden. Redner erwähnten etwa die Grenzen zum Gaza-Streifen und Palästina.
Annie Lennox - in einem T-Shirt mit Aufdruck "HIV Positive" - berichtete von ihrer Arbeit mit Aids-kranken Frauen und Kindern in Afrika. Die frühere "Eurythmics"-Sängerin ist dort seit Jahren aktiv. Lennox widmete den "Peace Summit Award" allen Frauen, die auf der Welt gegen die Ausbreitung von Krankheiten kämpfen. "Ich bin nur eine Stimme, nur ein Mensch", sagte die 54-Jährige, nachdem sie die Auszeichnung aus den Händen des früheren südafrikanischen Präsidenten Frederik Willem De Klerk erhalten hatte.
amz/dpa
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Als Westberliner fand ich es wunderbar, daß alle Menschen wieder ein Heimatland hatten und so reisen konnten, wie wir. Das ist auch heute noch meine Ansicht und dofe Leute gibt es hüben wie drüben. Als wir neulcih in Bansin [...] mehr...
Ich persönlich verband keinerlei Hoffnungen mit dem Mauerfall. Ich freute mich natürlich, wie die meisten. Wen's betraf, der konnte jetzt ungehinderter seine Verwandten im Osten besuchen. Seit dem Mauerfall hat sich im Westen [...] mehr...
Sie fragen mich, als wäre ich Treuhandmanager oder der OB von Wittenberge. Diktatur gibt es dort seit 20 Jahren nicht mehr, es war die Demokratie, die den Leuten die Lebensgrundlagen entzogen hat: ganz demokratisch [...] mehr...
Ja der größte und modernste Nähmaschinenbetrieb Europas. Der war wohl doch nicht so modern, sonst würde es ihn ja noch geben. Was für eine Lösung für Wittenberge hätten sie denn? Ja und die Häuser und Schlösser hätte man sich [...] mehr...
Witzig, dass dieses Thema wieder aufflammt. Es stimmt, der Warenüberflüss hat sich aus dem Westen in den Osten ausgebreitet. Es stimmt auch, dass die Häuser nun weitgehend renoviert und bunt angemalt wurden. Doch wenn [...] mehr...
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