Neu Delhi - Im Osten Indiens haben maoistische Rebellen einen Zug zum Entgleisen gebracht und dabei zwei Menschen getötet. Mehr als 40 weitere Fahrgäste wurden verletzt, als am Donnerstagabend acht der zehn Waggons aus den Gleisen sprangen, wie die Nachrichtenagentur PTI am Freitag unter Berufung auf den für die Bahn zuständigen Minister Mamata Banerjee berichtete. Drei Waggons stürzten um.
Die Rebellen hatten den Angaben zufolge einen Gleisabschnitt im Bundesstaat Jharkhand mit einem Sprengsatz zerstört und den Zug so zum Entgleisen gebracht. Im Umkreis habe es später weitere Explosionen gegeben, offenbar um die Rettungsarbeiten zu behindern.
In Indien sind in mehr als der Hälfte der 29 Bundesstaaten maoistische Rebellen aktiv. Sie kämpfen seit 1967 nach eigenen Angaben für die Rechte landloser Bauern. Die Maoisten setzen sich für ein kommunistisches Regime ein und stellen sich gegen die parlamentarische Demokratie in Indien. In den vergangenen Jahrzehnten kamen dabei Tausende Menschen ums Leben.
Im Staat Jharkhand im Osten des Landes finden bald Kommunalwahlen statt. Die Rebellen haben zum Boykott der Abstimmung aufgerufen. Die indische Regierung plant ihrerseits nun eine Offensive gegen die Maoisten.
ffr/AFP/dpa
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