Mittwoch, 10. Februar 2010

Politik



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21.11.2009
 

Atomstreit

Iran will Uran notfalls selbst höher anreichern

Iran macht Druck im Konflikt um Brennstoff für einen Forschungsreaktor. Teherans Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde sagte dem SPIEGEL, ohne Hilfe aus dem Ausland sei Iran allerdings gezwungen, sein Uran selbst höher anzureichern.

Wien - Im Streit um höher angereichertes Uran für einen Forschungsreaktor in Teheran ist Iran weiterhin zu Gesprächen bereit. "Wir benötigen dringend Nachschub für den Reaktor, 200 Krankenhäuser sind davon abhängig", sagte Irans Botschafter bei der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) in Wien, Ali Asghar Soltanieh, dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL.

Aber sein Land brauche "Garantien, dass wir für unser Uran auch den Brennstoff bekommen. So wie wir in den vergangenen 30 Jahren behandelt wurden, haben wir allen Grund zum Misstrauen", sagte Soltanieh.

Einen Vorschlag der IAEA, einen Großteil des bereits niedrig angereicherten Materials zur höheren Anreicherung ins Ausland auszulagern, hatte Teheran abgelehnt. Das Angebot galt als Kompromiss, um den Nuklearkonflikt Irans mit dem Westen um die Urananreicherung zu entschärfen.

Trotzdem, so Soltanieh, sei sein Land zu "weiteren Gesprächen" über die "konkrete Vorgehensweise" eines Uranaustausches bereit, weil "das Material für die Strahlentherapie der Krebskranken in unseren Hospitälern überlebenswichtig ist. Aber wir lassen uns nicht mit unserem Brennstoffproblem erpressen: Wenn uns das Ausland nicht hilft, werden wir gezwungen sein, unser Uran eben selbst höher anzureichern", sagte der Botschafter.

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Der Atomwaffensperrvertrag, den Iran 1968 unterzeichnet hat, erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung.
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