Belfast - In Belfast ist offenbar ein Bombenanschlag mutmaßlicher IRA-Dissidenten fehlgeschlagen. Zwei Unbekannte waren mit einem Auto auf die Polizeibehörde zugerast, ließen den Wagen dann dort zurück und flüchteten. Wie sich später herausstellte, war das Auto mit rund 180 Kilogramm Sprengstoff beladen. Obwohl der Wagen brannte, flog die explosive Fracht nicht in die Luft.
Einen Tag zuvor, am Samstag, war es ebenfalls in Nordirland zu einem anderen Zwischenfall gekommen. Einem BBC-Bericht zufolge feuerten Unbekannte im Dorf Garrison nahe der Grenze zu Irland Schüsse auf Polizisten ab. Die Beamten erwiderten demnach das Feuer, verletzt wurde aber ersten Angaben zufolge niemand. Die Polizei wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren.
Zuletzt waren im März bei zwei Anschlägen zwei britische Soldaten und ein Polizist getötet worden. Zu beiden Taten bekannten sich Splittergruppen der Untergrundorganisation Irische Republikanische Armee (IRA). Die Anschläge riefen die Sorge um ein neuerliches Aufflammen des blutigen Konflikts zwischen pro-britischen Protestanten und irisch-nationalistischen Katholiken hervor.
ffr/AFP/AP
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