Mittwoch, 10. Februar 2010

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Silvio Berlusconi

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23.11.2009
 

Auszeichnung

Berlusconi zum "Rockstar des Jahres" gekürt

Silvio Berlusconi: Der "Cavaliere" wurde vom "Rolling Stone" ausgezeichnet
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REUTERS/ Rolling Stone

Silvio Berlusconi: Der "Cavaliere" wurde vom "Rolling Stone" ausgezeichnet

Mit Pop-Ikonen wie Rod Stewart oder Keith Richards kann Silvio Berlusconi mehr als mithalten, findet die italienische Ausgabe des "Rolling Stone". Das Musikmagazin kürte den schillernden und umstrittenen Regierungschef deshalb zum "Rockstar des Jahres".

Rom - Zweifelhafte Ehre für Silvio Berlusconi: Die italienische Ausgabe des Musikmagazins "Rolling Stone" hat den italienischen Regierungschef zum "Rockstar des Jahres 2009" ernannt. Der 73-jährige Ministerpräsident mit dem Faible für schöne Frauen habe die Redaktion mit seinem Lebensstil überzeugt, gab die Zeitschrift am Montag in einer Pressemitteilung bekannt.

"Rod Stewart, Brian Jones, Keith Richards sind nur Dreck im Vergleich zum Cavaliere", heißt es zur Begründung. Und auch das Anwesen "Neverland" des kürzlich gestorbenen "King of Pop" Michael Jackson könne mit der sardischen Luxusvilla "Certosa" des Italieners nicht mithalten.

Man wolle mit der Wahl kein politisches Urteil abgeben, sondern "der unnachahmlichen Lebensart Berlusconis, seiner Lebenswut" Rechnung tragen. So sei der Italiener mit seinem Lifestyle in diesem Jahr zu einem internationalen Star geworden.

Der geliftete Medienmogul und Ministerpräsident hatte 2009 vor allem durch angebliche amouröse Affären mit minderjährigen TV-Sternchen und Sex-Partys im Regierungspalast von sich Reden gemacht. Sein ungeklärtes Verhältnis zu der heute 18-jährigen neapolitanischen Schülerin Noemi Letizia beschäftigte die internationale Presse über Monate.

als/dpa

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IMMUNITÄTSGESETZE IN ITALIEN

"Lex Berlusconi"

Der italienische Regierungschef, der Staatschef und die Präsidenten der beiden Parlamentskammern sollten während ihrer Amtszeit Immunität genießen und nicht strafrechtlich verfolgt werden können – das besagten zwei praktisch identische Immunitätsgesetze, die unter Ministerpräsident Silvio Berlusconi 2003 bzw. 2008 verabschiedet worden waren.
Doch das italienische Verfassungsgericht erklärte das erste der Gesetze, den "Lodo Schifani", 2004 für verfassungswidrig und damit unwirksam. 2009 folgte die danach erlassene Regelung, der "Lodo Alfano".
Die Immunitätsgesetzgebung ist höchst umstritten: Die Opposition hatte gegen die Regelung protestiert und sie als "Lex Berlusconi" verurteilt. Zwar gibt es auch in anderen Ländern wie Frankreich, Portugal und Griechenland ähnliche Gesetze. Die Immunitätsgesetze in Italien wurden jedoch auf Drängen von Regierungschef Berlusconi erlassen und führten dazu, dass gegen ihn laufende Verfahren wegen Bestechung und Steuerhinterziehung für die Dauer seiner Amtszeit ausgesetzt wurden und damit zum Teil zu verjähren drohen.

"Lodo Schifani"

"Lodo Alfano"










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