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24.11.2009
 

Pakistan

Aufständische zerstören Nato-Tanklastzüge

Bei Überfällen, Anschlägen und Militäroperationen in den Krisenregionen Afghanistan und Pakistan sind zahlreiche Menschen umgekommen. Angreifer zerstörten vier Versorgungstankwagen für ausländische Truppen in Afghanistan. In Nordwestpakistan wurden 18 militante Kämpfer bei einer Offensive getötet.

Islamabad - Aufständische haben am Dienstag in Pakistan vier Tanklastzüge mit Brennstoff für die ausländischen Truppen in Afghanistan zerstört. Einer der Tankwagenfahrer sei dabei getötet worden, berichtete der private Fernsehsender Aaj News. Mehrere Angreifer hätten die Fahrzeuge beschossen, die daraufhin ausgebrannt seien. Nach dem Angriff an der Grenze der südpakistanischen Provinzen Belutschistan und Sindh seien Transporte für die ausländischen Streitkräfte auf dieser Route vorübergehend ausgesetzt worden.

Der Großteil des Nachschubs für die internationalen Truppen in Afghanistan erreicht das Land über Pakistan. Die Versorgungsgüter kommen in der südpakistanischen Hafenstadt Karatschi an und werden dann auf dem Landweg nach Afghanistan gebracht.

Am 4. September hatte Deutschland zwei von Taliban gekaperte Tanklastzüge bombardieren lassen. Bei der von Bundeswehr-Oberst Georg Klein angeordneten Attacke kamen nach einem Nato-Bericht zwischen 17 und 142 Menschen ums Leben. Man hatte befürchtet, dass die Tankwagen für Attentate auf Polizeistationen oder das deutsche Feldlager eingesetzt werden sollten.

18 Tote in Nordwestpakistan, Detonation in Afghanistan

Bei einer Offensive in Nordwestpakistan sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen 18 militante Kämpfer getötet worden. Die Offensive richtete sich gegen Aufständische, die für eine Serie von Bombenanschlägen in der Stadt Peschawar mit mehr als 150 Toten verantwortlich gemacht werden. Dabei kamen auch Hubschrauber und Artillerie zum Einsatz.

In der ostafghanischen Stadt Khost sind bei einem Anschlag am Dienstag sechs Zivilisten getötet worden, darunter vier Kinder. Ein weiteres Kind sei bei der Detonation des Sprengsatzes, der unter einem Wassertank versteckt gewesen sei, verletzt worden, sagte der amtierende Gouverneur der Provinz Khost, Tahir Chan Sabari. Die Bombe sei explodiert, als der Wagen mit den Zivilisten am Anschlagsort vorbeifuhr.

Sabari sagte, vier weitere Zivilisten - darunter zwei Frauen - seien am Montagabend in der Provinz Khost getötet worden, als Unbekannte das Feuer auf ihr Fahrzeug eröffneten. In Südafghanistan wurde ein US-Soldat bei einem Angriff der Taliban getötet.

luk/dpa/APD/AFP

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