Islamabad - Aufständische haben am Dienstag in Pakistan vier Tanklastzüge mit Brennstoff für die ausländischen Truppen in Afghanistan zerstört. Einer der Tankwagenfahrer sei dabei getötet worden, berichtete der private Fernsehsender Aaj News. Mehrere Angreifer hätten die Fahrzeuge beschossen, die daraufhin ausgebrannt seien. Nach dem Angriff an der Grenze der südpakistanischen Provinzen Belutschistan und Sindh seien Transporte für die ausländischen Streitkräfte auf dieser Route vorübergehend ausgesetzt worden.
Der Großteil des Nachschubs für die internationalen Truppen in Afghanistan erreicht das Land über Pakistan. Die Versorgungsgüter kommen in der südpakistanischen Hafenstadt Karatschi an und werden dann auf dem Landweg nach Afghanistan gebracht.
Am 4. September hatte Deutschland zwei von Taliban gekaperte Tanklastzüge bombardieren lassen. Bei der von Bundeswehr-Oberst Georg Klein angeordneten Attacke kamen nach einem Nato-Bericht zwischen 17 und 142 Menschen ums Leben. Man hatte befürchtet, dass die Tankwagen für Attentate auf Polizeistationen oder das deutsche Feldlager eingesetzt werden sollten.
18 Tote in Nordwestpakistan, Detonation in Afghanistan
Bei einer Offensive in Nordwestpakistan sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen 18 militante Kämpfer getötet worden. Die Offensive richtete sich gegen Aufständische, die für eine Serie von Bombenanschlägen in der Stadt Peschawar mit mehr als 150 Toten verantwortlich gemacht werden. Dabei kamen auch Hubschrauber und Artillerie zum Einsatz.
In der ostafghanischen Stadt Khost sind bei einem Anschlag am Dienstag sechs Zivilisten getötet worden, darunter vier Kinder. Ein weiteres Kind sei bei der Detonation des Sprengsatzes, der unter einem Wassertank versteckt gewesen sei, verletzt worden, sagte der amtierende Gouverneur der Provinz Khost, Tahir Chan Sabari. Die Bombe sei explodiert, als der Wagen mit den Zivilisten am Anschlagsort vorbeifuhr.
Sabari sagte, vier weitere Zivilisten - darunter zwei Frauen - seien am Montagabend in der Provinz Khost getötet worden, als Unbekannte das Feuer auf ihr Fahrzeug eröffneten. In Südafghanistan wurde ein US-Soldat bei einem Angriff der Taliban getötet.
luk/dpa/APD/AFP
Auf anderen Social Networks posten:
In Bezug auf das Ausländer raus sind sie sich durchaus einiger, als die bundesrepuplikanische Gesellschaft. Beim Nachlesen ihrer Postings beschleicht mich obendrein der Verdacht, dass sie selber möglicherweise gar nicht vor Ort [...] mehr...
Nach dem deutschen Versagen im Norden, einen solchen Beitrag abzudrücken ist deutlich mehr als Realitätsignorant! mehr...
Sie benutzen den Begriff "Unsinn" hier im Sinne unvernünftigen Handelns. Aus der Sicht der Afghanistan-Krieger ist er nicht unsinnig, man verrät uns allerdings den Eigensinn nicht, der ihm zugrunde liegt, weil wir ihn [...] mehr...
Es gab XX Tote, darunter auch Kinder und Frauen. Ein vermeintlicher Standardsatz. Doch was will er uns sagen? Sind (a) keine Männer gestorben? Oder ist es (b) halb so schlimm, wenn Männer sterben?? In Zeiten der [...] mehr...
"freies afghanistan" - sie auch nicht! wenn sie was vom aktuellen krieg sehen wollen, dann empfehle ich: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,688532,00.html das ist die freiheit , der frieden ( o.ä. dummschwätz ) [...] mehr...
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Ausland | RSS |
| alles zum Thema Afghanistan-Krieg | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH