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25.11.2009
 

Atomstreit

Westerwelle droht Iran mit schärferen Sanktionen

Außenminister Guido Westerwelle: "Unsere Geduld ist nicht unendlich"Zur Großansicht
AFP

Außenminister Guido Westerwelle: "Unsere Geduld ist nicht unendlich"

Im Atomstreit mit Iran erhöht Außenminister Westerwelle den Druck. Er warnte Teheran vor einer Verzögerungstaktik: "Unsere Geduld ist nicht unendlich." Auf einem Treffen der Internationalen Atomenergiebehörde wirbt der FDP-Politiker um Unterstützung für eine neue Resolution.

Wien - Bundesaußenminister Guido Westerwelle hält neue Sanktionen gegen Iran für möglich, sollte Teheran im Atomkonflikt nicht kooperieren. "Eine atomare Bewaffnung des Irans ist keine Option, die wir akzeptieren können", sagte Westerwelle am Mittwoch nach einem Treffen mit dem scheidenden Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Mohamed ElBaradei, in Wien. Wenn es "weiterhin keine Fortschritte durch Verhandlungen und Dialog" gebe, könnten weitere Strafmaßnahmen durch den Uno-Sicherheitsrat nicht ausgeschlossen werden.

Im Streit um das iranische Atomprogramm haben sich die fünf ständigen Mitglieder des Uno-Sicherheitsrats und Deutschland auf eine Resolution gegen Teheran verständigt. Darin solle Iran wegen der Verheimlichung seiner zweiten Uran-Anreicherungsanlage verurteilt werden, sagte ein westlicher Diplomat in Wien.

Westerwelle hofft auf eine breite Unterstützung für das Uno-Dokument bei dem Treffen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, das am Donnerstag in Wien beginnt. Bei den Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft über einen Atomkompromiss drängt Westerwelle Iran zu einer schnellen positiven Reaktion. "Wir sind zum Gespräch und zu einer Lösung im Dialog bereit, aber der Iran muss auch wissen, dass unsere Geduld nicht unendlich ist", sagte der Außenminister.

Es betreffe nicht nur Israel, sondern die gesamte Staatengemeinschaft, ob Iran nuklear aufrüste. Deutschland habe eine besondere Verantwortung gegenüber Israel, die "wir wahrnehmen", sagte Westerwelle kurz nach seiner Rückkehr aus Israel der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Der Westen beschuldigt die Islamische Republik, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernkraft an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran bestreitet dies und beharrt darauf, dass sein Atomprogramm nur friedlichen Zwecken diene. Die IAEA hatte kürzlich Teheran vorgeschlagen, schwach angereichertes Uran nach Russland und Frankreich zu liefern, wo es weiter aufbereitet und dann an Iran zurückgeliefert werden sollte. Iran befürchtet jedoch, von den USA mit dem Vorschlag der Uran-Anreicherung im Ausland "hintergangen" zu werden. Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani warf Washington im Atomstreit Irreführung vor.

lgr/AFP/AP/dpa

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insgesamt 2624 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
15.12.2009 von sayada.b.: ???

Naja, so ganz genau weiß es ja halt niemand von uns, oder? Aber egal, wäre der Westen nicht froh, wenn die Truppen des A. keine A-Waffen hätten/wollten usw.? Geht es nicht darum??? Oder ist das nur der vorgeschobene Grund? [...] mehr...

15.12.2009 von BillBrook:

Welches "Atomwaffenforschungsprogramm" wurde eingestellt? Das das es nie gegeben hat? mehr...

15.12.2009 von mbockstette: Nur Ihre Widersprüche sind ein offenes Geheimnis

Die nachfolgend aufgeführten zwei Beiträge von Ihnen neusten Datums sind keine Fälschungen, nicht wahr? Zitat von Indogermane_HS Fakt ist: Neben den Christen, Juden, Hindus, Buddhisten und sunnitischen Moslems (siehe [...] mehr...

15.12.2009 von Indogermane_HS:

Auch angeblich "vertrauliche iranische Dokumente" lassen sich sehr gut fälschen... Man sollte (auch im eigenen Interesse) besser den 12 US-amerikanischen Geheimdiensten vertrauen, die in ihrem NIE [...] mehr...

15.12.2009 von sayada.b.: Alle Geduld hat bekanntlich ein Ende, ...

... aber was folgt? Ein Angriff??? Auch nach 7 Jahren sollte man vielleicht noch ein wenig Geduld übrig haben und nun investieren! Wenn es nur den Ahmad erwischen würde (und seine engsten Helfershelfer) - okay, dann [...] mehr...

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Irans Atomprogramm

Streit

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Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Anlagen

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Personen

Der Verhandlungspoker um die Urananreicherung


Republik Iran

Land

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Die Islamische Republik Iran ist mit einer Fläche von rund 1,7 Millionen Quadratkilometern fünfmal so groß wie Deutschland. Das Land besitzt nach Russland die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt, beim Erdöl steht Iran auf Platz drei und ist derzeit nach Saudi-Arabien der größte Produzent innerhalb der Opec.

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