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26.11.2009
 

EU-Kommission

Oettinger soll Energie-Ressort übernehmen

Christdemokrat Oettinger: Als Energiekommissar nach Brüssel?Zur Großansicht
dpa

Christdemokrat Oettinger: Als Energiekommissar nach Brüssel?

Die Zukunft des scheidenden baden-württembergischen Ministerpräsidenten Oettinger scheint entschieden. Diplomaten zufolge bekommt er den Posten des EU-Energiekommissars. Demnach wird der bisherige Zuständigkeitsbereich erweitert.

Brüssel - Günther Oettinger (CDU) soll nach Angaben von EU-Diplomaten in der künftigen EU-Kommission das Energieressort leiten. Der Zuständigkeitsbereich werde zudem erweitert, sagten die EU-Vertreter am Donnerstag. Kommissionspräsident José Manuel Barroso käme damit deutschen Wünschen nach. Die Bundesregierung wollte den Angaben zufolge für den CDU-Politiker ein wichtiges Wirtschaftsressort sichern und war demnach an Wirtschaft und Finanzen oder Energie interessiert. Der bisherige deutsche Vertreter in der Kommission, der SPD-Politiker Günter Verheugen, hatte das Industrie-Ressort.

Wie am Donnerstag in Brüssel außerdem bekannt wurde, soll neuer Wettbewerbskommissar "aller Wahrscheinlichkeit nach" der spanische Sozialist Joaquín Almunia werden. Dessen bisherigen Posten als EU-Wirtschafts- und Währungskommissars könnte demnach der Finne Olli Rehn übernehmen, bislang Erweiterungskommissar.

Dagegen schien sich den Angaben zufolge der Wunsch des konservativen französischen Europaabgeordneten und Ex-Landwirtschaftsministers Michel Barnier nicht zu erfüllen, EU-Kommissar für Binnenmarkt und Finanzen zu werden. Barnier war früher bereits EU-Regionalkommissar. Als nahezu sicher galt hingegen die Nominierung des bisherigen belgischen Entwicklungskommissars Karel de Gucht zum neuen Leiter des Handelsressorts.

Der neuen EU-Kommission gehören 13 Konservative, acht Liberale und sechs Sozialdemokraten an. Neun der 27 EU-Staaten haben weibliche Kandidaten für die neue Brüsseler Behörde ernannt. Damit sitzt künftig eine Frau mehr als derzeit in Brüssel. Unter den Nominierten befinden sich außerdem zwölf Neulinge.

Der portugiesische Kommissionspräsident Barroso muss in Absprache mit den Mitgliedstaaten über den Zuschnitt der Ressorts und die Verteilung der Aufgaben unter den Kandidaten entscheiden. Deren Ernennung muss dann noch vom Europaparlament gebilligt werden, bevor die neue EU-Kommission im Februar ihr Amt antreten kann. Die Abgeordneten können die gesamte Kommission ablehnen, wenn sie mit einzelnen Kandidaten nicht einverstanden sind. Die neue EU-Kommission soll am 1. Januar startbereit sein.

In der vergangenen Woche hatten sich die Staats- und Regierungschefs bereits auf die britische Labour-Abgeordnete Catherine Ashton als Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik geeinigt. Ashtons Ernennung will der außenpolitische Ausschuss des Europaparlaments am kommenden Dienstag nach einem ersten Meinungsaustausch vorläufig zustimmen. Damit soll sichergestellt werden, dass sie fristgerecht zum 1. Dezember ihr Amt als "EU-Außenministerin" antreten kann. Im Januar muss sich die Britin dann aber, wie alle anderen Kandidaten für einen Kommissionsposten, einer schriftlichen und mündlichen Prüfung im Parlament stellen. Der bisherige belgische Regierungschef Herman Van Rompuy wurde vergangene Woche zum ersten ständigen Ratspräsidenten der EU berufen.

ffr/AFP/Reuters

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30.01.2010 von perpendicle:

Backdoor leader Henry Kissinger hatte aber bemängelt " er wüsste nicht bei wem er bei der EU anrufen soll wenns mal brennt". Der Durchschnitts- EU bürger wäre wohl schon zufrieden wenn man das Genuschel auf [...] mehr...

29.01.2010 von EU-Austretter:

Die Nacktscanner werden nicht von (ohnehin gefakten) Terroristen eingeführt, sondern durch Politiker, und die haben es durch die EU leichter, da die eben noch weniger demokratisch ist als die Mitgliedsstaaten. [...] mehr...

17.01.2010 von versehen:

Sie schreiben diesen "Moloch-zu-Brüssel-und-seine-Lysander"-Beitrag doch sicher schon zum 100. Mal in diesem Forum, oder? Ihr endloses Gerede ist dermaßen langweilig und nichtssagend, ich frage mich, ob Ihnen das [...] mehr...

16.01.2010 von Diomedes: Europa ist aber keine Idee, sondern eine Wirklichkeit als Kultur- und Staatenwelt!

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Er wandelt sich, der bürokratische Moloch zu Brüssel und mit ihm seine Lysander: Gestern war er bloß ein Sumpf aus regelwütigen Bürokraten, Ineffizienz, Korruption und faulen Scheinvolksvertretern, nun, da der Reformvertrag von [...] mehr...

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Vertrag von Lissabon

EU-Ratspräsident

EC
Um mehr Kontinuität in die Arbeit der EU zu bringen, wird die Europäische Union künftig einen ständigen Ratspräsidenten haben. Er soll zweieinhalb Jahre den Europäischen Rat leiten. Zusätzlich gibt es weiterhin eine alle sechs Monate unter den Staaten rotierende Präsidentschaft.

Hoher Repräsentant für die Außenpolitik

EU-Kommissare

EU-Parlament

Kompetenzen

Mehrheitsentscheidungen

Stimmrechte

Verfügungsklauseln

Bürgerrechte

Vorrang des EU-Rechts

Beitritt und Austritt


Der EU-Ratspräsident

Der belgische Christdemokrat Herman Van Rompuy wurde am 31. Oktober 1947 in Brüssel geboren. Nach seinem Studium der Philosophie (Bachelor 1968) und der Betriebswirtschaftslehre (Master 1971) begann er seine berufliche Laufbahn 1972 als Attaché für Inneres bei der Belgischen Nationalbank und arbeitete später als politischer Spitzenberater.

Seine politische Laufbahn startete Van Rompuy in der Jugendorganisation der Christlichen Volkspartei, wo er ab Mitte der achtziger Jahre zur Parteispitze gehörte. 1993 wurde er stellvertretender Premierminister und Finanzminister und trug maßgeblich zum Euro-Beitritt seines Landes bei.

1995 wurde er Mitglied der Abgeordnetenkammer, der er bis Dezember 2008 angehörte. Nach dem Rückzug seines Parteifreundes Yves Leterme als Regierungschef Ende 2008 übernahm der flämische Politiker das Amt.

Van Rompuy ist katholisch, verheiratet und hat vier Kinder.

Die neue EU-Außenbeauftragte

Die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin Catherine Ashton und derzeitige EU-Handelskommissarin wurde am 20. März 1956 in Upholland in der britischen Grafschaft Lancashire geboren. Nach dem Studium an der Universität London arbeitete sie 1977 bis 1979 bei einer Kampagne für nukleare Abrüstung und entwickelte später im Projekt "Business in the Community" Wirtschaftsstrategien für Gemeinden und kleine Firmen.

1989 bis 1998 wirkte sie als Politikberaterin. 1999 wurde Ashton in den Adelsstand erhoben und auf Lebenszeit zum Mitglied des britischen Oberhauses ernannt. 2001 bis 2004 war sie parlamentarische Staatssekretärin im Bildungsressort, danach wechselte sie ins Justizressort.

2007 holte sie der neugewählte Premier Gordon Brown in sein Kabinett, wo sie zur Annahme des EU-Reformvertrages maßgeblich beitrug. Im Oktober 2008 rückte sie als erste Frau auf den Posten des EU-Handelskommissars.

Ashton ist verheiratet und hat mit ihrem Mann Peter Kellner zwei Kinder sowie drei Stiefkinder.






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