Moskau - Bei einem Zugunglück auf der vielbefahrenen Strecke zwischen den Metropolen Moskau und St. Petersburg sind 22 Menschen getötet und 55 verletzt worden, berichten russische Agenturen unter Berufung auf das Katastrophenschutzministerium. Die hinteren Waggons des Schnellzugs seien entgleist, hieß es weiter unter Berufung auf Rettungskräfte.
Laut übereinstimmenden Berichten mehrerer Nachrichtenagenturen sprangen drei von vier Waggons etwa auf halber Strecke zwischen den beiden Metropolen aus den Schienen.
Die Ursache des Unglücks in der Provinz Nowgorod war zunächst nicht bekannt. Nach Angaben des Fernsehsenders Westi hätten mehrere Fahrgäste kurz vor dem Entgleisen der Wagen einen Knall gehört.
Ermittler sollen am Unfallort nahe der Stadt Bologoje in der Erde ein trichterförmiges Loch mit einem Durchmesser von rund einem Meter "wie von einer Explosion" entdeckt haben, hieß es. Ein Anschlag werde nicht ausgeschlossen, sagte einer der Ermittler der Agentur Interfax. Im August 2007 hatte es auf der gleichen Strecke schon einmal einen Bombenschlag gegeben, bei dem ein Personenzug entgleiste. Damals wurden 60 Passagiere verletzt.
lgr/otr/AP/dpa
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH