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30.11.2009
 

Persischer Golf

Iranische Marine nimmt fünf britische Segler fest

Sie waren auf ihrer Yacht unterwegs von Bahrain nach Dubai - da wurden sie gestoppt: Die iranische Marine hat nach Angaben des Außenministeriums in London fünf britische Segler festgenommen und ihr Boot konfisziert. Womöglich waren sie in Hoheitsgewässer der Islamischen Republik geraten.

London - Der iranische Staat hält dem britischen Außenministerium zufolge fünf britische Segler fest. Mit ihrer Yacht seien sie von Bahrain nach Dubai gesegelt, als sie von der iranischen Marine gestoppt und in Gewahrsam genommen wurden, teilte das Ministerium mit. Möglicherweise seien die Briten unbeabsichtigt in iranische Hoheitsgewässer gelangt.

Den Angaben zufolge gibt es einen "begrenzten indirekten Kontakt" zu der Gruppe. Allerdings sei nicht klar, wo genau sie sich aufhielten und ob sie in einem Gefängnis festgehalten würden. Die Briten seien bei guter Gesundheit und ihre Familien informiert. "Ich hoffe, diese Angelegenheit wird bald geklärt sein", sagte der britische Außenminister David Miliband. "Unser Botschafter in Teheran hat diese Frage mit Irans Außenministerium und wir haben dies auch mit der iranischen Botschaft in London besprochen."

Der Vorfall ereignete sich bereits am 25. November. Die Besatzung wollte offenbar an dem darauffolgenden Tag an der Segelregatta von Dubai nach Muscat teilnehmen. Ihr Boot gehörte zum Segelprojekt Sail Bahrain, der Name der Yacht wird mit "Königreich von Bahrain" angegeben.

Immer wieder Festnahmen westlicher Bürger

Es ist nicht der erste Zwischenfall auf See, der Spannungen zwischen Iran und Großbritannien auslöst. Im März 2007 stoppten iranische Revolutionsgarden im Norden des Persischen Golfs ein Schiff der britischen Marine und nahmen 15 britische Soldaten an Bord fest. Ihnen wurde vorgeworfen, in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen zu sein. Die britische Regierung wies dies zurück. Nach knapp zwei Wochen Haft wurden die Briten freigelassen und konnten in ihre Heimat zurückkehren. Später berichteten sie, zu falschen Geständnissen gezwungen worden zu sein.

Im Juni 2004 wurden laut "Guardian" außerdem sechs Angehörige der britischen Marine drei Tage festgehalten. Sie hatten irakische Sicherheitskräfte nahe der Grenze zu Iran trainiert. Zwei Jahre später musste sich auch ein Deutscher in der Islamischen Republik vor Gericht verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, zusammen mit einem französischen Segler die iranischen Hoheitsrechte in der Straße von Hormus verletzt zu haben; das Ringen um seine Freilassung überschattete lange die deutsch-iranischen Beziehungen.

Auch in jüngster Zeit gab es ähnliche Vorfälle. Iranische Sicherheitskräfte griffen im Juli dieses Jahres drei Rucksacktouristen aus den USA im Grenzgebiet zum Irak auf. Sie hätten sich trotz Warnungen dem iranischem Staatsgebiet genähert, lautete die Erklärung. Später wurden sie als Aufwiegler beschimpft. Zur gleichen Zeit wurde auch die französische Universitätsdozentin Clotilde Reiss infolge der Proteste gegen die Fälschungen bei der Präsidentschaftswahl festgenommen - sie wurde im August gegen Kaution freigelassen.

Atomstreit mit Iran spitzt sich zu

Schon Ende Oktober hatten sich die britisch-iranischen Beziehungen deutlich verschlechtert. Damals wurde ein Mitarbeiter der britischen Botschaft in Teheran zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er gegen den Wahlbetrug protestiert hatte - Hossein Rassam wurde wegen Anstiftung zur Gewalt für schuldig befunden. Außenminister Miliband bestellte damals den iranischen Botschafter in London mit der Aufforderung ein, den Vorgang zu erklären. "Dies wird als Angriff auf das gesamte diplomatische Korps im Iran angesehen - wichtige Grundsätze stehen auf dem Spiel", hieß es damals in der Erklärung Milibands.

Derzeit belastet vor allem der festgefahrene Atomstreit mit Iran die Beziehungen des Landes mit dem Westen. Miliband kritisierte die Führung der Islamischen Republik am Sonntag für ihre Haltung. Die Regierung würde lieber "provozieren und täuschen", statt konstruktive Gespräche zu führen.

Teheran hatte angekündigt, zehn neue Anlagen zur Urananreicherung bauen zu wollen. Für fünf davon sollen die Arbeiten demnach bereits in den nächsten beiden Monaten beginnen. Der Uno-Sicherheitsrat und die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatten das Land in der Vergangenheit mehrfach zum Stopp der Urananreicherung aufgefordert, was Teheran stets ignorierte. Stattdessen warnte Parlamentssprecher Ali Laridschani, die iranische Regierung könnte die Zusammenarbeit mit der IAEA "ernsthaft" reduzieren.

kgp/dpa/AP/AFP/Reuters

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15.12.2009 von sayada.b.: ???

Naja, so ganz genau weiß es ja halt niemand von uns, oder? Aber egal, wäre der Westen nicht froh, wenn die Truppen des A. keine A-Waffen hätten/wollten usw.? Geht es nicht darum??? Oder ist das nur der vorgeschobene Grund? [...] mehr...

15.12.2009 von BillBrook:

Welches "Atomwaffenforschungsprogramm" wurde eingestellt? Das das es nie gegeben hat? mehr...

15.12.2009 von mbockstette: Nur Ihre Widersprüche sind ein offenes Geheimnis

Die nachfolgend aufgeführten zwei Beiträge von Ihnen neusten Datums sind keine Fälschungen, nicht wahr? Zitat von Indogermane_HS Fakt ist: Neben den Christen, Juden, Hindus, Buddhisten und sunnitischen Moslems (siehe [...] mehr...

15.12.2009 von Indogermane_HS:

Auch angeblich "vertrauliche iranische Dokumente" lassen sich sehr gut fälschen... Man sollte (auch im eigenen Interesse) besser den 12 US-amerikanischen Geheimdiensten vertrauen, die in ihrem NIE [...] mehr...

15.12.2009 von sayada.b.: Alle Geduld hat bekanntlich ein Ende, ...

... aber was folgt? Ein Angriff??? Auch nach 7 Jahren sollte man vielleicht noch ein wenig Geduld übrig haben und nun investieren! Wenn es nur den Ahmad erwischen würde (und seine engsten Helfershelfer) - okay, dann [...] mehr...

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Die Islamische Republik Iran ist mit einer Fläche von rund 1,7 Millionen Quadratkilometern fünfmal so groß wie Deutschland. Das Land besitzt nach Russland die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt, beim Erdöl steht Iran auf Platz drei und ist derzeit nach Saudi-Arabien der größte Produzent innerhalb der Opec.

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Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

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Aufstieg von Mohammed Resa

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Im Zweiten Weltkrieg gilt der monarchische Staat Iran als Freund der Achsenmächte. Britische und sowjetische Truppen besetzen daher 1941 das Land. Resa Schah muss abdanken. Die Alliierten inthronisieren seinen Sohn Mohammed Resa . Wegen seiner proamerikanischen Reformpolitik gerät der Schah erstmals 1963 in die Kritik von Ajatollah Ruhollah Chomeini, einem damals hochrangigen religiösen Führer, den die Regierung ein Jahr später in die Türkei abschiebt. Chomeini geht schließlich in den Irak. Dort bleibt er 13 Jahre und entwickelt er das Staatsmodell des islamischen Staates. Mit seiner repressiven Politik und seinem dekadenten Herrschaftsstil bringt der Schah eine wachsende Opposition aus sehr unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Schichten gegen sich auf.

Ajatollah Chomeini und die islamische Revolution

Phase der Islamisierung

Vom Reformer Chatami zum Hardliner Ahmadinedschad




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