ThemaGordon BrownRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
03.12.2009
 

Britische Armee

Brown schickt Kondolenzbrief zwei Jahre zu spät

Britischer Premier Brown: "Inakzeptabler Fehler"Zur Großansicht
AP

Britischer Premier Brown: "Inakzeptabler Fehler"

Gordon Brown hat Ärger wegen eines Kondolenzschreibens: Seine Beileidsbekundung traf bei dem Vater eines gefallenen Soldaten ein - obwohl dessen Sohn bereits seit zwei Jahren tot ist.

London - Der britische Premierminister Gordon Brown hat sich erneut Ärger wegen Kondolenzbriefen eingehandelt. Der Vater eines in Afghanistan getöteten Soldaten erhielt das Schreiben erst zwei Jahre nach dem Tod seines Sohnes. Der 21 Jahre alte Jack Sadler war am 4. Dezember 2007 bei einer Explosion in der Provinz Helmand umgekommen.

Sein Vater Ian Sadler beklagte nun, er habe Browns handschriftlichen Brief erst vor zwei Wochen bekommen - zusammen mit einem Entschuldigungsschreiben eines Mitarbeiters des Regierungschefs. Darin hieß es, der Kondolenzbrief habe sich wegen eines Verwaltungsfehlers so lange verzögert.

Die Downing Street teilte später mit, dass mindestens zwei weitere Familien versehentlich kein Kondolenzschreiben bekommen hätten. Brown entschuldigte sich daraufhin für den "inakzeptablen Fehler". Eine interne Untersuchung soll nun prüfen, ob noch mehr Briefe nicht versendet wurden.

Sadler sagte im BBC-Radio: "Das ist nicht gut, oder? Fast zwei Jahre später, und nicht einmal der Premierminister selbst hat sich entschuldigt, nur sein Gehilfe." Der Vorfall zeige, "was die derzeitige Regierung über unsere Soldaten denkt".

Erst vergangenen Monat war Brown unter Druck geraten, weil er in einem Beileidsbrief den Namen eines getöteten Soldaten falsch geschrieben hatte. Der Premier entschuldigte sich darauf bei der Mutter und führte den Fehler auf seine Sehschwäche zurück. Brown sieht mit einem Auge nichts mehr.

Großbritannien verfügt mit mehr als 9000 Soldaten nach den USA über das zweitgrößte Kontingent am Hindukusch. Seit dem Einmarsch im Jahr 2001 starben insgesamt 221 britische Soldaten in Afghanistan. Allein zwischen Juli und September kamen 49 Briten ums Leben. Im Oktober hatte Brown eine Aufstockung der britischen Truppen bekanntgegeben.

Angesichts der steigenden Zahl getöteter Soldaten wächst in der Bevölkerung aber der Widerstand gegen den Einsatz: Jeder dritte Brite fordert mittlerweile den Sofortabzug.

amz/dpa

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Forum

insgesamt 76 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
24.02.2010 von gg art 5:

Den Gefallen weren wir ihm nicht tun. Argentinien und Brasilien haben praktisch schon Atombomben, fehlt noch wenig Zeit. Erst danach lassen wir es drauf ankommen. Vielleicht testen wir die erste im Südatlantik, 300 Km von den [...] mehr...

24.02.2010 von Maya2003:

Wie immer: Es geht NICHT um Öl :) mehr...

24.02.2010 von tao chatai:

Der Schock des Prince of Darkness wird groesser sein als der Tony Benn's 1970 als er gegen Ted Heath verlor. mehr...

23.02.2010 von cashcow:

Die Verfasser der 72 Beiträge vor Ihnen. mehr...

23.02.2010 von rieberger:

Wen, außer den Wählern in UK, interessiert das? mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
alles aus der Rubrik Ausland
alles zum Thema Gordon Brown

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP