Washington - Nach 13 Jahren erbitterten juristischen Tauziehens entschädigt die US-Regierung Ureinwohner mit 3,4 Milliarden Dollar (umgerechnet 2,3 Milliarden Euro). Von den Zahlungen profitieren mehrere hunderttausend Menschen, die selbst oder deren Vorfahren in der Vergangenheit von den damaligen Regierungen um die Einnahmen aus ihren Stammesgebieten gebracht wurden.
Die Einigung sieht vor, dass mehr als 300.000 Angehörige von indianischen Stämmen vor allem in North Dakota, South Dakota, Oklahoma und Montana 1,4 Milliarden Dollar als Ersatz für vergangene und künftige Ansprüche erhalten. Weitere zwei Milliarden Dollar will die Regierung zahlen, um Land zu kaufen, das in vergangenen Generationen in immer kleinere Einheiten unterteilt wurde. Außerdem soll für bis zu 60 Millionen Dollar eine Stiftung für die Berufs- oder College-Ausbildung von Indianern eingerichtet werden. Wenn der Vergleich angenommen wird, ist die Zahlung die höchste, die je in einem solchen Fall an Indianer geleistet wurde.
Nach indianischer Tradition gehörte das Land in den Stammesgebieten allen gemeinsam. Das 1887 verabschiedete Dawes-Gesetz erlaubte es jedoch der Regierung, Land zu beschlagnahmen, aufzuteilen und an einzelne Stammesmitglieder zu vergeben. Land mit reichen Rohstoffvorkommen wurde auch an Privatunternehmen vergeben.
Justizminister Eric Holder sagte am Dienstag, das Abkommen öffne einen Weg zur weiteren Versöhnung. Ausdrücklich sprach er von einem "historischen" Ereignis. Auch Präsident Barack Obama hatte sich dafür stark gemacht. "Ich bin stolz, dass meine Regierung heute diesen Schritt unternommen hat", sagte er.
Hintergrund des Angebots ist eine 1996 eingereichte Sammelklage, die der Regierung in Washington vorwirft, sie habe die Indianer um Milliarden-Dollar-Zahlungen aus Treuhänderfonds geprellt. Die Fonds, in die Erlöse aus der wirtschaftlichen Ausbeutung von Indianergebieten flossen, waren 1897 eingerichtet worden.
In die Fonds sollten Gelder fließen, die Weiße für Nutzungsrechte in den Indianerreservaten zahlten. Eine Art Gebühr für Ölbohrungen, Weiderechte und Abholzung. Viele Indianer hatten jedoch niemals einen Dollar daraus erhalten, manche lediglich in unregelmäßigen Abständen kleinere Summen. Die Sammelklage hatte Elouise Cobell, eine Schwarzfuß-Indianerin, 1996 initiiert. Die Einigung beinhaltet allerdings kein Schuldeingeständnis der Regierung. Cobell sagte, eine Entschuldigung wäre angebracht gewesen. Wichtiger aber sei, dass jetzt gehandelt werde. "Heute ist ein bedeutsamer Tag für das ganze Volk im indianischen Land, das so lange auf Gerechtigkeit gewartet hat."
ffr/dpa/AP
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Zu denen gehöre ich aber ganz bestimmt nicht. Der Imperialismus war ein Irrweg, aber alle europäischen Nationalstaaten sind ihn gegangen. Seine grausamen Auswüchse sind hier genauso wenig zu entschuldigen, wie der Genozid an den [...] mehr...
Ich würde sogar sagen, selbst heute werden diese Leute noch häufig diskriminiert. Das ist ja der Grund, warum sie endlich auch eine volle materielle Entschädigung bekommen sollten. mehr...
Gibt es auch 'nicht original' Sioux? mehr...
Welche Belege? Wo? Wie soll ich sie dann diskutieren koennen -wie sie zwei Absaetze weiter oben anfuehren? Das koenen sie zwar behaupten, aber nicht belegen. Und schon garnicht wissen. Denn wozu ich in der Lage bin, [...] mehr...
Selbst vor 50 Jahren litten die Indianer noch unter Diskriminierung und Verfolgung.Ich bin befreundet mit einem original Sioux aus South Dakota,der hat mir so manches erzählt. mehr...
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