Berlin - Dem US-Auslandsgeheimdienst CIA ist es offenbar gelungen, mit seinem umstrittenen Drohnenprogramm erneut einen mutmaßlichen hochrangigen Qaida-Kader zu töten. Nach zwei Tagen wilder Spekulationen berichten verschiedene Medien nunmehr unter Berufung auf ungenannte US-Beamte übereinstimmend, dass Saleh al-Somali getötet worden sei. Angeblich handelt es sich dabei um den Chef der Qaida-Abteilung für "Externe Operationen", die unter anderem für Anschlagsplanungen außerhalb von Pakistan und Afghanistan zuständig sein soll.
Der Drohnenangriff soll bereits am 8. Dezember in der Nähe der Stadt Miramschah in der Region Waziristan stattgefunden haben. Zwischenzeitlich war spekuliert worden, der Getötete könne Abu Jahja al-Libi sein, der wichtigste Ideologe al-Qaidas und die faktische Nummer drei des Netzwerks.
Der Fach-Blog "The Long War Journal" zitiert einen ungenannten hochrangigen US-Geheimdienstler mit der Aussage, Saleh al-Somali sei das Ziel des Angriffs am Dienstag gewesen, er sei ein langjähriger Qaida-Kader und involviert gewesen in Anschlagsplanungen im Westen. Anderen Medien zufolge habe Somali Operationen in Afrika, gegen die USA und in Europa vorangetrieben. Er habe sich zudem um die ausländischen Qaida-Rekruten gekümmert.
Weder al-Qaida noch unabhängige Quellen haben den Tod Somalis bislang bestätigt. Auch ein Klarname ist bisher nicht genannt worden.
Es ist ausgesprochen schwierig, die Rolle Somalis oder der Abteilung für "externe Operationen" seriös einzuschätzen. Niemand weiß genau, wie organisiert al-Qaida heute noch ist - und ob die alten Organigramme noch unverändert gelten. In den letzten Jahren sind mehrmals sogenannte Chefplaner al-Qaidas für auswärtige Operationen festgenommen oder getötet worden. Viele Analysten gehen davon aus, dass al-Qaida bei Anschlagsplanungen im Ausland heute mehr als je zuvor auf Kooperationen mit anderen militanten Gruppen setzt.
Guido Steinberg, Terrorexperte bei der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, glaubt ebenfalls, dass die mittlere Führungsebene bei al-Qaida heute weniger durchorganisiert ist als in der Vergangenheit: "Man kann gar nicht mehr eindeutig sagen, wer die Nummer drei, Nummer vier oder Nummer fünf ist", sagt er. Al-Qaidas Hierarchien seien heute weniger ausgeprägt.
Adam Gadahn weist Mordvorwurf an Muslimen zurück
Sollten die nun wieder beschriebenen Strukturen indes noch gelten, wäre Somali in der Theorie vermutlich so etwas wie der Vorgesetzte von Bekkay Harrach gewesen. Der Bonner Islamist, der sich unter dem Alias "Abu Talha" mehrmals im Namen al-Qaidas auf deutsch zu Wort gemeldet hat und zuletzt mit Anschlägen in Deutschland drohte, ist nach Vermutung deutscher Geheimdienste Teil der Abteilung für auswärtige Operationen.
Ein weiteres westliches Qaida-Mitglied veröffentlichte derweil am Wochenende ein neues Propagandavideo: Adam Gadahn, besser bekannt als "Adam the American", der seit etlichen Jahren bei al-Qaida ist, behauptet in der gut eine Viertelstunde langen Botschaft, die SPIEGEL ONLINE vorliegt, dass "die Mudschahidin keine Muslime angreifen".
Vor einer Blumentapete sitzend versucht Gadahn zu erklären, dass einige der Terroranschläge, die in jüngster Zeit Pakistan erschütterten, nicht von Dschihadisten verübt worden seien, sondern von Geheimdiensten, die das Ziel verfolgten, die Mudschahidin in Misskredit zu bringen.
Die Medien seien in dieser Verschwörung "willfährige Helfer der Propaganda".
In einer unklaren Passage zählt Adam Gadahn zudem einige Vorfälle auf, die er "den Armee und Geheimdiensten" anlastet und die sie zu "den wahren Verbrechern" machten. In dieser Aufzählung taucht ohne weitere Einordnung auch der Ort Kunduz auf. Möglicherweise bezieht sich Adam Gadahn damit auf die durch die Bundeswehr angeordnete Bombardierung zweier Tanklastzüge im November, bei der viele Zivilisten ums Leben kamen.
Al-Qaida versucht seit Monaten auf mehreren Ebenen den Ruch loszuwerden, zu viele Muslime zu töten. Eine Studie des Counter Terrorism Center an der US-Militärhochschule West Point hatte kürzlich ergeben, dass das Terrornetzwerk in den letzten Jahren ungefähr achtmal so viele Muslime wie Nichtmuslime getötet hat.
Normalerweise tritt Adam Gadahn in seinen Videos sehr selbstbewusst und arrogant auf. In dem aktuellen Band wirkt er für seine Verhältnisse merkwürdig fahrig und unentschlossen. Daraus Rückschlüsse darauf zu ziehen, ob die laufende Militäroffensive der pakistanischen Armee in Waziristan die Qaida-Führung unter Stress zu setzen beginnt, wären aber wohl übertrieben.
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Je schneller Ihr das begreift, Kameraden, desto besser. Für alle. Ihr schützt da nichts anderes als US-amerikanische Möhnplantagen, welche zur Zeit der UdSSR-Invasion fast allersamt vernichtet worden waren. Seit Anfang der [...] mehr...
manchmal ist es besser, etwas besser zu wissen, als besser tot zu sein. (und wofür - diese frage blieb unbeantwortet) mehr...
Ist das wirklich alles, was sie meinem Beitrag entgegen setzen können? Der Hinweis auf einen Rechtschreibfehler, weil bei "Afghane" das H an der falsche Stelle steht? Über die Stammesgeschichte der Paschtunen weiß ich [...] mehr...
Fragen Sie mal die Volksvertreter Ihres Vertrauens.. Uuuups die haben dagegengestimmt ? Na gut dann Fragen Sie mal einen oder mehrere die dafür gestimmt haben. Nö, die Kritik könnte noch harscher ausfallen. Und ich sehe [...] mehr...
Was denn, Lebensraum für das deutsche Volk und ein 17. Bundesland? mehr...
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