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14.12.2009
 

Zeitungsbericht

Iran arbeitete an Bomben-Komponente

Mahmud Ahmadinedschad: Die USA wollen den Druck auf den iranischen Präsidenten erhöhenZur Großansicht
REUTERS

Mahmud Ahmadinedschad: Die USA wollen den Druck auf den iranischen Präsidenten erhöhen

Iran könnte dem Bau einer Atombombe bereits näher sein als bisher angenommen. Der "Times" zufolge hat das Regime in Teheran bis 2007 an einem wichtigen Teil für die Zündung der Bombe gearbeitet. Experten fürchten eine Zuspitzung des Atomkonflikts zwischen Iran und dem Westen.

London - Iran hat hat laut "Times" bis zum Jahr 2007 an einem Test für eine wichtige Atombomben-Komponente gearbeitet. Unter Berufung auf ein vertrauliches iranisches Dokument beschrieb die Londoner Zeitung einen Vierjahresplan für den Test eines Neutronen-Initiators, der als Teil einer Atomwaffe eine Explosion auslösen könne. Das Gerät habe keinen zivilen Zweck gehabt. Geheimdienstinformationen über die Arbeit an dem Initiator seien auch der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA übermittelt worden.

Sollte der Bericht der "Times" bestätigt werden, könnte das den Atomstreit mit der Islamischen Republik weiter anheizen. Mark Fitzpatrick vom Institut für Strategische Studien in London sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Montag, die von der "Times" zitierten Dokumente deuteten sehr stark auf die Elemente einer Atomwaffe hin. "Die Folgen sind sehr ernst, denn das heißt, dass Iran dem Bau einer Atomwaffe näher kommt. Israel wird das nicht zulassen."

USA wollen Druck erhöhen

Inzwischen haben die USA deutlich gemacht, dass sie die Gangart gegenüber Iran verschärfen wollen. Außenministerin Hillary Clinton räumte ein, dass die bisherigen Bemühungen der Regierung von Präsident Barack Obama, die iranische Führung zum Einlenken zu bewegen, fruchtlos geblieben seien. Deshalb müsse der Druck erhöht werden, sagte Clinton am Montag in Washington.

Auch der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak forderte bei einem Besuch in Wien eine harte Haltung gegenüber Iran. "Es braucht starke, neue Sanktionen", sagte er. Eine iranische Atombombe würde ein regionales Wettrüsten nach sich ziehen. Deswegen dürfe niemand eine Option ausschließen, sagte Barak am Montag in Bezug auf Militärschläge gegen die iranischen Atomanlagen.

China hat unterdessen nach Angaben eines ranghohen Beamten ein internationales Spitzentreffen zum weiteren Umgang mit dem iranischen Atomprogramm verhindert. Die fünf Uno-Sicherheitsratsmitglieder und Deutschland wollten am Freitag zusammenkommen, wie der Beamte aus einem der Teilnehmerländer am Montag in Wien sagte. China habe Terminschwierigkeiten angeführt. Nun werde es wohl eine Telefonkonferenz geben. Der Beamte wollte wegen der Vertraulichkeit der Information nicht namentlich genannt werden.

Der Uno-Sicherheitsrat hat wegen des Atomprogramms bereits in drei Runden Sanktionen gegen Iran verhängt. Da Teheran weiter nur bedingt mit der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeitet, sollten bei dem Treffen offenbar weitere Strafmaßnahmen besprochen werden. China steht weiteren Sanktionen wegen der Abhängigkeit von iranischen Öl- und Gaslieferungen eher skeptisch gegenüber.

Der Westen wirft Iran vor, unter dem Deckmantel der Stromerzeugung an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Der Golfstaat bestreitet das. Israel sieht in einem atomar bewaffneten Iran eine Bedrohung seiner nationalen Sicherheit und hat einen Militärschlag gegen dessen Atomanlagen nicht ausgeschlossen.

ler/Reuters/AP

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Die neuesten Beiträge:
15.12.2009 von sayada.b.: ???

Naja, so ganz genau weiß es ja halt niemand von uns, oder? Aber egal, wäre der Westen nicht froh, wenn die Truppen des A. keine A-Waffen hätten/wollten usw.? Geht es nicht darum??? Oder ist das nur der vorgeschobene Grund? [...] mehr...

15.12.2009 von BillBrook:

Welches "Atomwaffenforschungsprogramm" wurde eingestellt? Das das es nie gegeben hat? mehr...

15.12.2009 von mbockstette: Nur Ihre Widersprüche sind ein offenes Geheimnis

Die nachfolgend aufgeführten zwei Beiträge von Ihnen neusten Datums sind keine Fälschungen, nicht wahr? Zitat von Indogermane_HS Fakt ist: Neben den Christen, Juden, Hindus, Buddhisten und sunnitischen Moslems (siehe [...] mehr...

15.12.2009 von Indogermane_HS:

Auch angeblich "vertrauliche iranische Dokumente" lassen sich sehr gut fälschen... Man sollte (auch im eigenen Interesse) besser den 12 US-amerikanischen Geheimdiensten vertrauen, die in ihrem NIE [...] mehr...

15.12.2009 von sayada.b.: Alle Geduld hat bekanntlich ein Ende, ...

... aber was folgt? Ein Angriff??? Auch nach 7 Jahren sollte man vielleicht noch ein wenig Geduld übrig haben und nun investieren! Wenn es nur den Ahmad erwischen würde (und seine engsten Helfershelfer) - okay, dann [...] mehr...

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Irans Atomprogramm

Streit

AP
Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Anlagen

Geschichte

Sanktionen

Nahost

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Der Verhandlungspoker um die Urananreicherung

Republik Iran

Land

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Die Islamische Republik Iran ist mit einer Fläche von rund 1,7 Millionen Quadratkilometern fünfmal so groß wie Deutschland. Das Land besitzt nach Russland die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt, beim Erdöl steht Iran auf Platz drei und ist derzeit nach Saudi-Arabien der größte Produzent innerhalb der Opec.

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Chronik

Aufstieg von Mohammed Resa

AFP
Im Zweiten Weltkrieg gilt der monarchische Staat Iran als Freund der Achsenmächte. Britische und sowjetische Truppen besetzen daher 1941 das Land. Resa Schah muss abdanken. Die Alliierten inthronisieren seinen Sohn Mohammed Resa . Wegen seiner proamerikanischen Reformpolitik gerät der Schah erstmals 1963 in die Kritik von Ajatollah Ruhollah Chomeini, einem damals hochrangigen religiösen Führer, den die Regierung ein Jahr später in die Türkei abschiebt. Chomeini geht schließlich in den Irak. Dort bleibt er 13 Jahre und entwickelt er das Staatsmodell des islamischen Staates. Mit seiner repressiven Politik und seinem dekadenten Herrschaftsstil bringt der Schah eine wachsende Opposition aus sehr unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Schichten gegen sich auf.

Ajatollah Chomeini und die islamische Revolution

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Vom Reformer Chatami zum Hardliner Ahmadinedschad





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