Die den Reformkräften nahestehende Website Kaleme meldete einen Angriff auf den Wagen des Präsidentschaftskandidaten Hossein Mussawi. Einer seiner Begleiter sei von in Zivil gekleideten Motorradfahrern verletzt worden. Die Heckscheibe des Autos sei zu Bruch gegangen. Der Angriff habe sich auf der Rückfahrt von Ghom ereignet.
Auch zuvor war es zu Ausschreitungen und Gewalttätigkeiten zwischen Gegnern und Anhängern der Regierung gekommen. Nach Berichten der Reformer-Internetseite Jaras gaben Hunderttausende mit einem Trauerzug in der heiligen Stadt Ghom Montaseri das letzte Geleit. Sie skandierten den Namen Montaseris und riefen Parolen gegen Präsident Mahmud Ahmadinedschad: "Unschuldiger Montaseri, dein Weg wird weiter beschritten, auch wenn der Diktator Kugeln auf unsere Köpfe regnen lassen sollte."
Der Webseite Norooz zufolge kam es in der Nähe von Montaseris Haus zu Zusammenstößen. Die Demonstranten bewarfen dort demnach ein Großaufgebot der Sicherheitskräfte mit Steinen.
Die Internetseite Parlemannwes berichtete, es gebe Informationen, dass in der Nähe des wichtigsten Schreins in Ghom Warnschüsse abgegeben worden seien. Außerdem sei Tränengas eingesetzt worden.
Eine offizielle Stellungnahme gab es zunächst nicht. Auch eine unabhängige Überprüfung der Angaben etwa über die Zahl der Trauergäste war nicht möglich - ausländischen Medien ist die direkte Berichterstattung über Proteste verboten. Pressevertretern aus dem Ausland wurde zudem die Teilnahme an der Trauerfeier in Ghom untersagt. Auf Bildern, die die Nachrichtenagentur Reuters erhielt, waren Handgemenge zu sehen, die sich offenbar zwischen Anhängern und Gegnern der Regierung abspielten.
Berichten zufolge trugen viele Menschen Bilder Montaseris mit sich. Nach Angaben der Internetseite Kaleme rief die Menge: "Heute ist der Tag der Trauer. Und diese Trauer gehört der grünen iranischen Nation." Etliche Teilnehmer der Prozession trugen grüne Armbänder, um ihre Unterstützung für den unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mussawi deutlich zu machen. Grün ist in der Islamischen Republik seit der umstrittenen Präsidentenwahl die Farbe der Opposition. Laut der Webseite Ayande erwiderten die regierungstreuen Bassidsch-Milizen: "Schande über Euch, Heuchler, verschwindet aus der Stadt Ghom." Die Trauernden riefen zurück: "Was ist mit dem Geld aus dem Öl-Verkauf geschehen? Es ist an die Basidsch geflossen."
Montaseri war in den achtziger Jahren als Nachfolger von Revolutionsführer Ajatollah Khomeini vorgesehen gewesen, fiel aber wegen seiner Kritik an Massenhinrichtungen politischer Gefangener in Ungnade. Nach der Wiederwahl Ahmadinedschads im Juni hatte er die Kritiker des umstrittenen Votums unterstützt und war eine Leitfigur der Oppositionsbewegung.
hen/Reuters
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Natürlich hat der Iran einen funktionsfähigen Reaktor, nur noch nicht die Menge bearbeitetes Uran für die dafür benötigten Brennstäbe. mehr...
Das stimmt nicht. Wir wollen unsere iranische orientalische alte Gesellschaft und deren Verhältnisse in allen Spähren von da sie seit Jahrhunderten sich befinden, aber jetzt die Machtkonstellation im Iran herrschend bestimmen, [...] mehr...
Kampagnen gegen die Atomtechnik gibt es auch in Europa zur Genüge, allerdings auch Atomtechnik. ---Zitat--- Das ist ein Trugschluss, denn selbst Indogermane_HS hat sich offen für eine Atombombe ausgesprochen, was überall (in [...] mehr...
Um diese schwierige Aufgabe, eine Aufgabe, mit der dieses Regime von Anfang an gegenüber der Republik, geboren ist zu erledigen, macht es alles um nur diese Republik zu betrügen. Schauen Sie mal seine Verfassung! Überall und [...] mehr...
Was heisst das iranische Volk hatte die Möglichkeit oder die Chance anno 1978 mit einem Schlag demokratische Verhältnisse zu erschaffen? Ich frage Sie bitte antworten: Hatte die Zivilgesellschaft und damit die [...] mehr...
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