Teheran - Schwule, Demokraten, den US-Dollar - Mahmud Ahmadinedschad beschimpft eigentlich alles und jeden (siehe Fotostrecke links). Diesen Samstag waren Europas Politiker dran: "Diese wissen weder was über Politik noch über Geschichte", zitierte die Agentur Fars Irans Präsidenten. Einer sei "dümmer als der andere".
So würden Europas Politiker etwa denken, man könne mit dem Verbot von Minaretten dem islamischen Glauben Einhalt gebieten, doch dies sei nicht so. "Sie verstehen nicht, dass nicht die Minarette die Menschen zu Gläubigen machen, sondern der Glaube der Menschen die Minarette entstehen lässt." Ahmadinedschad bezog sich damit auf einen Volksentscheid in der Schweiz gegen den Bau weiterer Minarette.
Irans Präsident ist für seine Verbalausfälle berüchtigt. Im November 2007 etwa behauptete er, die US-Wirtschaft stehe unmittelbar vor dem Zusammenbruch. Der Dollar sei "nur noch ein wertloses Stück Papier". Im Oktober 2005 drohte er Israels Unterstützern, sie würden "im Feuer der islamischen Gemeinschaft verbrennen".
Auch über den Holocaust stellte Ahmadinedschad wiederholt absurde Verschwörungstheorien auf: "Verehrte Frau Bundeskanzlerin, ich habe nicht vor, über den Holocaust zu streiten. Aber ist es nicht plausibel, dass manche Siegermächte des Zweiten Weltkrieges vorhatten, einen Vorwand zu schaffen, um die besiegten Völker auf Dauer in ihrer Schuld zu halten?", fragte er Angela Merkel im August 2006 per Brief.
Ahmadinedschad ist seit August 2005 Irans Präsident. Nach den Wahlen am 12. Juni dieses Jahres hatte er sich selbst zum Sieger erklärt - Vorwürfen der Wahlfälschung zum Trotz. Im Anschluss an die umstrittene Wahl kam es in Iran immer wieder zu heftigen Protesten gegen den Präsidenten, die von Sicherheitskräften zum Teil brutal niedergeknüppelt wurden.
Auch an diesem Samstag erschüttern heftige Proteste Irans Hauptstadt Teheran. Demonstranten ziehen durch die Straßen und skandieren: "Tod dem Diktator". Polizisten gehen verschiedenen Berichten zufolge mit Tränengas, Pfefferspray und Schlagstöcken gegen sie vor.
Die seit dem Sommer tobenden Straßenschlachten markieren die schlimmste Gewalt in dem islamischen Gottesstaat seit der Revolution vor 30 Jahren. Angaben über die Zahl der Toten schwanken zwischen mehr als 70 und etwa halb so vielen. Tausende Menschen wurden festgenommen, fünf von ihnen zum Tode verurteilt.
ssu/dpa
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Dann wundert es mich nicht das Sie giftig reagieren wenn es um die Vormachtsstellung des US$ im wirtschaftlichen Gefüge der Welt geht, Sie haben schließlich etwas zu verlieren. mehr...
..... Gelegentlich ist man geneigt, ihm das gleiche Schicksal wie einem früheren rumänischen Staatsoberhaupt zu wünschen, der Kritiker auch meucheln ließ und gekaufte Truppen jubelnd durch die Straßen ziehen ließ. [...] mehr...
Hat er doch recht mit dem was er sagt. Warum glauben Deutsche Politiker, dass Sie Menschen Ihren Glauben nehmen können ? ICh kapier allerdings nicht, warum damit laufend irgendwelche Popanzgebäude finanziert werden müssen - [...] mehr...
... sie sind nicht dümmer und nicht intelligenter als die Mitforisten hier, was nicht weiter verwunderlich ist, da sie durchaus ein Spiegelbild der (dummen!) Bevölkerung sind. Wie es so schön heißt, jedes Volk hat die [...] mehr...
"ich pöbele also bin ich"... lautet offenbar Ahmadinedschads Devise. Irgendwie hat er immer etwas von einem extrempubertierenden Halbstarken, der in dem Wahn lebt, die Erwachsenen würden ihm nicht zuhören, wenn er sie [...] mehr...
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