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28.12.2009
 

US-Militärbasen im Visier

Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel kündigt neue Anschläge an

Von Yassin Musharbash

Kommuniqué von "al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel": "Schläge gegen Kreuzfahrer"Zur Großansicht

Kommuniqué von "al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel": "Schläge gegen Kreuzfahrer"

Die Qaida-Filiale in Saudi-Arabien und dem Jemen beschuldigt die USA, bei Luftangriffen im Jemen 50 Menschen getötet zu haben - und kündigt Vergeltung an: "gegen Militärstützpunkte, Botschaften und Schiffe".

Berlin - Das Kommuniqué, unterschrieben von "al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel", wurde am Sonntagabend im Internet veröffentlicht, ist aber auf den vergangenen Montag datiert. Es liegt SPIEGEL ONLINE vor. Darin beschuldigt die Filiale des Terrornetzwerks die USA, sich am vorletzten Donnerstag eines "Massakers" schuldig gemacht zu haben und kündigte Vergeltung an.

In der Provinz Abin, heißt es in der Erklärung, seien durch den Luftschlag "etwa 50 Frauen, Kinder und Männer" ums Leben gekommen. Schon in den Monaten zuvor sei den Bewohnern aufgefallen, dass Drohnen am Himmel zu sehen gewesen seien. Mitschuld an dem Luftschlag träfe auch die "verräterische jemenitische Regierung" sowie Ägypten und einige Nachbarländer des Jemen.

Laut einem Bericht des US-Senders ABC gab es am vorletzten Donnerstag, dem 17. Dezember, tatsächlich zwei US-Luftschläge im Jemen gegen mutmaßliche Qaida-Camps im Jemen, bei denen Cruise Missiles eingesetzt wurden. Parallel flog die jemenitische Luftwaffe mehrere Angriffe.

Das Dokument der Qaida-Filiale vom Sonntag endet mit dem "Versprechen", den "Kreuzfahrern" auch künftig entgegenzutreten, "und zwar mit Schlägen gegen ihre Militärstützpunkte und Geheimdienstbotschaften und Schiffe".

Kein Wort zum Attentatsversuch auf den Northwest-Airlines-Flug

Allerdings scheinen sich die Vergeltungsdrohungen auf US-Einrichtungen auf der Arabischen Halbinsel zu beschränken. Das ist von Bedeutung: Denn der 23-jährige nigerianische Terrorverdächtige, der am 25. Dezember versucht hatte, in einem US-Passagierjet eine Sprengladung zu zünden, behauptet, er habe im Auftrag der Qaida agiert. Qaida-Kader im Jemen hätten ihn, so seine Aussage, auf den Anschlag vorbereitet und ihm den Sprengstoff gegeben. Zu dem Vorfall in Detroit enthält das Kommuniqué allerdings keine Angaben, auch ein Bekennerschreiben gibt es noch nicht.

Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel ist jene Filiale des Terrornetzwerks, die im Februar 2009 aus der Verschmelzung der jemenitischen mit der saudischen Filiale hervorgegangen ist. Sie hat bereits etliche Anschläge auf der Arabischen Halbinsel durchgeführt, unter anderem auf westliche Touristen und die US-Botschaft im Jemen. Wenn sich die Angaben des Detroit-Attentäters erhärten, wäre es der erste Anschlagsversuch dieser Qaida-Filiale außerhalb des Arabischen Halbinsel.

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Denn es muss verhindert werden, dass weitere Flugzeuge zu Bomben umfunktioniert werden. Interessanterweise hat keiner der Tea Bagger den Typen, der hier mit einem Kleinflugzeug in ein Gebaeude mit Bueros der Steuerbehoerde [...] mehr...

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