Washington - Die Spezialkommandos sind längst vor Ort: Der US-Geheimdienst CIA hat vor einem Jahr mehrere im Anti-Terror-Kampf erfahrene Agenten in den Jemen entsandt, wie die "New York Times" unter Berufung auf einen früheren ranghohen CIA-Agenten berichtet. Zudem hätten geheime Sonderkommandos das Training für jemenitische Sicherheitskräfte begonnen, die im Anti-Terror-Kampf ausgebildet werden sollen.
Die USA investieren dem Bericht zufolge massiv in die Militärhilfe für das Land: Demnach will das Pentagon allein in den kommenden 18 Monaten 70 Millionen US-Dollar einsetzen, was einer Verdoppelung des Budgets entspricht. Mit dem Geld sollen unter anderem das jemenitische Militär sowie die Truppen des Innenministeriums und der Küstenwache ausgebildet werden.
Nach seinem vereitelten Flugzeuganschlag über Detroit hatte der 23-Jährige Nigerianer Umar Faruk Abdulmutallab angegeben, im Jemen von dem dortigen Qaida-Ableger ausgebildet worden zu sein und auch dort den Sprengstoff erhalten zu haben. Abdulmutallab soll Kontakt zu einem radikalen Imam im Jemen aufgenommen haben, der ihn an al-Qaida vermittelt habe. In den USA wird spekuliert, dass es sich dabei um den fanatischen Prediger Anwar al-Awlaki handeln könnte. Ihn bringen die US-Behörden auch mit dem Amokläufer von Fort Hood, Nidal Malik Hasan, in Zusammenhang. Hasan und al-Awlaki hatten in einem regen E-Mail-Verkehr miteinander gestanden. Der US-Offizier erschoss im November in seiner texanischen Militärbasis 13 Soldaten.
"Jemen wird nun zu einem Zentrum des Kampfes"
Jemen gilt seit längerem als Rückzugsgebiet von Qaida-Terroristen. Ausländische Einrichtungen wurden immer wieder Ziel islamistischer Angriffe. So verübte al-Qaida im Oktober 2000 einen blutigen Anschlag auf das US-Kriegsschiff "USS Cole", das im Hafen von Aden lag - dabei kamen 17 Marinesoldaten ums Leben. Die Gruppe bekannte sich unter anderem zu einem Selbstmordanschlag auf vier südkoreanische Touristen im März sowie zu Granatenangriffen auf ausländische Botschaften und Wohnanlagen im Jemen im vergangenen Jahr.
1990 schlossen sich der von Stammesstrukturen geprägte Nordjemen und der ehemals marxistisch regierte Südjemen zusammen, stabile Strukturen gibt es in dem Land bislang aber nicht. Neben gesellschaftlichen und ökonomischen Gegensätzen in den Landesteilen bereiten der Regierung vor allem aufbegehrende Stämme Probleme.
Die USA befürchten, dass der Jemen wegen seiner Nähe zu Afghanistan und Pakistan für Terroristen immer wichtiger werden könnte. "Jemen wird nun zu einem Zentrum des Kampfes", sagte US-Senator Joseph I. Lieberman, der das Land im August besucht hatte.
Im vergangenen Jahr hatte sich der Saudi Said Ali al-Schihri in den Jemen abgesetzt, um sich dort al-Qaida anzuschließen. Al-Schihri kämpfte 2001 an der Seite Osama Bin Ladens gegen die US-Amerikaner in Afghanistan, wurde verletzt, von den Amerikanern gefangen genommen und nach Guantanamo gebracht. 2007 wurde er von dort entlassen und in seiner Heimat in ein Rehabilitierungsprogramm für ehemalige Dschihadisten aufgenommen.
Die jemenitische Armee hatte am 24. Dezember mutmaßliche Qaida-Stellungen in der südöstlichen Provinz Schabwah bombardiert und mindestens 30 Menschen getötet - in den mutmaßlichen Stellungen wurde neben Schihri auch Nasser al-Wahaischi vermutet, Führer des regionalen Qaida-Netzes. Der Tod der beiden Qaida-Terroristen wurden von den Behörden allerdings nicht bestätigt.
hen/dpa/AFP/Reuters
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von Bush initiierte Anti-Terrorkampf wird auch unter dem "Friedensnobelpreisträger" Obama in allen dafür in Frage kommenden Ländern weitergeführt. Am Ende wird man feststellen, das Frieden schaffen nicht mit [...] mehr...
Also ich weiss ja nicht, aus welcher Quelle Sie diesen blühenden Unsinn haben. Ich kann zwar nicht über alle islamischen Länder reden, aber durchaus über ein paar, in denen ich mich selbst mehr oder weniger lange Aufgehalten [...] mehr...
Schon verloren! Wenn die gegenwärtigen Kriege für die USA durch Geld zu gewinnen wären, hätten sie schon längst die Siege errungen. Die USA verwechseln ihre derzeitigen Gegner mit ihresgleichen. Aber die üblichen Mittel der [...] mehr...
Ich dachte Barack Obama hätte seinen Friedens-Nobelpreis vorab für seine Einstellung zu einer Atom-Waffen-Freien-Welt und sonstigen Gewaltverzicht bekommen. Was treibt ihn, in Afghanistan kräftig aufzustocken und einen neuen [...] mehr...
hier wurde nichts ausgelassen und nicht ist hinzu zu fügen. ausser die Kleinigkeit,daß dieser Friedenapostel Obama gerade den grössten Millitärhaushalt der Millitärgeschichte für 2010 verabschiedet hat(also nicht er allein) [...] mehr...
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