London - Ende Mai 2007 wurde der heute 36-jährige britische Computerexperte Peter Moore im Irak verschleppt. Am Mittwoch setzten ihn seine Entführer in Bagdad auf freien Fuß, wie das britische Außenministerium mitteilte. Moore befinde sich in guter Verfassung, teilte Außenminister David Miliband mit. Moore habe "entsetzliche zweieinhalb Jahre des Elends, der Angst und der Ungewissheit erlebt", sagte Miliband. Er sei jedoch bei guter Gesundheit und sehr erfreut über seine Freilassung.
Premierminister Gordon Brown reagierte "erleichtert" auf die Nachricht. Er sei sicher, dass die "gesamte Nation" sich gemeinsam mit Moore und seiner Familie über dessen Rückkehr freuen werde. Moores Vater sagte, er sei "überglücklich". Die Familie sei sehr erleichtert.
Als Polizisten verkleidete Kidnapper hatten Moore zusammen mit vier britischen Sicherheitskräften aus dem Finanzministerium in Bagdad entführt. Moore hatte in der irakischen Hauptstadt für die US-Beratungsfirma BearingPoint gearbeitet, seine Bodyguards waren bei der kanadischen Sicherheitsfirma GardaWorld angestellt. Drei der vier Bodyguards waren in der Zwischenzeit von den Entführern getötet worden, auch für den vierten Mann besteht nach Ministeriumseinschätzung keine Hoffnung mehr.
Die Kidnapper, die sich selbst als "Islamisch Schiitischer Widerstand im Irak" bezeichneten, hatten nach der Entführung per Videobotschaft den Abzug der britischen Soldaten aus dem Irak gefordert und mit der Ermordung von Geiseln gedroht. In einem Video hatte Moore den britischen Premier aufrufen müssen, neun irakische Gefangene im Tausch gegen die Geiseln freizulassen. Nach Angaben Milibands wurde die Freilassung Moores durch ein irakisches Regierungsprogramm möglich, das auf Aussöhnung mit bewaffneten Gruppen setzt, die bereit zum Gewaltverzicht sind.
Doppelselbstmordanschlag in Ramadi
Im Irak kam es auch an diesem Mittwoch zu schwerer Gewalt: Bei einem Doppelselbstmordanschlag auf einen Provinzgouverneur wurden mindestens 30 Menschen getötet. Der Gouverneur der Provinz Anbar, Kassem Mohammed al-Fahdawi, wurde bei dem Attentat in der westirakischen Stadt Ramadi verletzt, verlautete aus dem Provinzrat. Er sei mit einem Militärhubschrauber in die 110 Kilometer entfernte Hauptstadt Bagdad geflogen worden. Wie die Polizei in Ramadi sagte, wurden 50 weitere Menschen verletzt. Zu dem Terroranschlag bekannte sich zunächst niemand.
Die Attentäter, unter ihnen ein Leibwächter Al-Fahdawis, gingen auf perfide Weise vor. Zunächst sprengte sich ein Angreifer auf einer belebten Kreuzung im Zentrum der Stadt mit seinem Fahrzeug in die Luft. Der Gouverneur eilte mit seinem Krisenstab aus dem nahe gelegenen Regierungsgebäude zum Tatort. Als er dort eintraf, brachte sein Leibwächter einen Sprengstoffgürtel zur Explosion. Dabei wurden auch zwei Abgeordnete des Provinzrates und ein Adjutant des Polizeichefs verletzt.
Unter den Todesopfern waren Zivilisten und Polizeibeamte, berichteten Augenzeugen und Sicherheitskräfte. Schwarze Rauchsäulen stiegen auf, Ambulanzfahrzeuge brachten mit Sirenengeheul die Verletzten weg. Die Provinz Anbar galt bis vor anderthalb Jahren als Hochburg sunnitischer Extremisten. Durch die vom US-Militär organisierte Einbindung sunnitischer Milizen in die Sicherheitskräfte der Provinz konnte eine weitgehende Befriedung bewirkt werden.
Sunnitische Extremisten und Kommandos der Qaida im Irak greifen aber immer wieder Posten und Streifen der proamerikanischen Milizen an. Im Oktober wurden bei einer Anschlagsserie vor dem Regierungsgebäude in Ramadi 22 Menschen getötet und 45 verletzt.
Gouverneur Al-Fahdawi war sich der Gefahr bewusst, in der er schwebte. Als ihn der US-Generalstabschef Mike Mullen vor zehn Tagen in Ramadi besuchte, sagte er Berichten zufolge zu ihm: "Wenn wir schlafen, halten wir dabei ein Auge offen, nur um sicher zu sein."
Bei einem weiteren Bombenanschlag im zentralirakischen Chalis wurden am Mittwoch sieben Menschen getötet, darunter der lokale Polizeichef. 20 weitere Menschen erlitten Verletzungen, bestätigte die Polizei in der Ortschaft 62 Kilometer östlich von Bagdad.
hen/dpa/AFP
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Belegen Sie, daß die Zahlen falsch sind - wenn Sie das nicht können, schlage ich vor, Sie halten einfach mal den Rand. *"... on April 7, 2008, in "Ninety-Five Years to Go," I detailed that the United States had [...] mehr...
Das soll eine zitierbare Quelle sein? Wollen Sie hier Scherze treiben? mehr...
Korea, Japan, Deutschland ... "The U.S. global empire was well in place soon after World War II with security alliances, bilateral agreements, status of forces agreements, thousands of military installations, and troops [...] mehr...
ich sage es mal plakativ : solange das phänomen sich nur auf die "unzivilisierten" gebiete am rand der wertewelt des westens beschränkt , wird es nur ein leugnen dieser hinweise geben , abgesehen natürlich von jenen [...] mehr...
Zum Nachdenken: http://www.unobserver.com/layout5.php?id=6744&blz=1 mehr...
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