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03.01.2010
 

Al-Qaida im Visier

Obama und Brown planen Anti-Terror-Einheit im Jemen

Der Jemen rückt im Kampf gegen al-Qaida immer stärker in den Fokus. Die USA und Großbritannien wollen jetzt eine Anti-Terror-Einheit in dem Land finanzieren und die Küstenwache unterstützen. In Somalia sollen mehr Friedenstruppen eingesetzt werden.


London - Der zunehmende Einfluss von al-Qaida im Jemen besorgt Politiker weltweit. Die USA und Großbritannien wollen nun eine polizeiliche Anti-Terror-Einheit in dem arabischen Land finanzieren. Darauf haben sich laut Downing Street US-Präsident Barack Obama und der britische Premierminister Gordon Brown nach dem vereitelten Anschlag auf eine US-Passagiermaschine in Detroit verständigt. Auch bei der Unterstützung der jemenitischen Küstenwache wollen beide Länder zusammenarbeiten.

Obama und Brown sind sich überdies einig, dass in Somalia mehr Friedenssicherungstruppen eingesetzt werden müssen und wollen im Uno-Sicherheitsrat dafür eintreten. Derzeit sind etwa 5300 Soldaten der Mission der Afrikanischen Union in dem nordostafrikanischen Land stationiert. Zudem wollen die USA und Großbritannien ihre Kooperation im Kampf gegen die sich abzeichnende terroristische Bedrohung aus den beiden Ländern intensivieren.

US-Medien berichteten am Samstag, Top-General David Petraeus sei zu einem Gespräch mit dem jemenitischen Präsidenten Ali Abdallah Saleh nach Sanaa geflogen. Bei dem Treffen sei es vor allem um verstärkte Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf gegangen. Dabei habe Saleh weitere Hilfe seines Landes für amerikanische Anti-Terror-Aktionen angeboten, berichtete der TV-Sender CNN unter Berufung auf US-Regierungskreise.

Dem US-Fernsehsender CBS zufolge wurden bereits Angriffe auf mutmaßliche Qaida-Stellungen im Jemen unter Führung der USA mit Unterstützung der jemenitischen Regierung durchgeführt. Der Sender berief sich bei dem Bericht auf den "US-Experten für Sondereinsätze und Ausbilder jemenitischer Offiziere", Sebastian Gorka. Demnach gab es Angriffe mit Marschflugkörpern, die mit Angriffen militärischer Einheiten am Boden kombiniert waren.

Wie am Samstag aus jemenitischen Sicherheitskreisen verlautete, wurden zudem zusätzliche Truppen in die östlichen Provinzen al-Baida, Abian und Tschabwa entsandt, um dort gegen "Qaida-Elemente" zu kämpfen.

Erst am Freitag hatte Brown angekündigt, die Terrorgefahren aus dem Jemen zum Thema einer internationalen Konferenz in London machen zu wollen.Die Konferenz mit wichtigen Bündnispartnern, darunter die USA und die Europäische Union (EU), soll am 28. Januar in London stattfinden. Der Jemen war zuletzt ins internationale Rampenlicht geraten, weil der verhinderte nigerianische Flugzeugattentäter Umar Faruk Abdulmutallab vom Terrornetzwerk al-Qaida im Jemen ausgerüstet und instruiert worden sein soll.

In seiner wöchentlichen Radioansprache machte Obama das Terrornetzwerk klar für den Anschlag verantwortlich. Umar Faruk Abdulmutallab sei in den Jemen gereist und habe sich dort offenbar al-Qaida-Terroristen angeschlossen. Diese "haben ihn ausgebildet, mit diesem Sprengstoff ausgestattet und ihn angewiesen, das Flugzeug mit Ziel Amerika anzugreifen", sagte Obama.

Regierung in Sanaa begrüßt internationale Unterstützung

Washington werde seine Zusammenarbeit mit dem Jemen verstärken, kündigte der Präsident an. Die Sicherheitskräfte sollten besser ausgestattet und ausgebildet und Geheimdienstinformationen geteilt werden. Die USA haben das Land im Rahmen des Anti-Terror-Programms im vergangenen Jahr mit 67 Millionen Dollar unterstützt. Nur Pakistan erhielt mit 112 Millionen Dollar mehr Geld.

Die Regierung in Sanaa versprach am Samstag, selbst mehr gegen den islamistischen Terror zu unternehmen. "Der Jemen wird niemals Terroristen und Dschihadisten auf seinem Boden tolerieren", erklärte der jemenitische Außenminister Abu Bakr al-Kirbi laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Saba.

Regierungskreise in Sanaa begrüßten den Vorstoß des britischen Premiers für eine internationale Konferenz. Brown sei "auf dem richtigen Weg, wenn er internationale Unterstützung für die Entwicklung, Armutsbekämpfung und für Anti-Terror-Maßnahmen im Jemen mobilisiert", zitierte Saba eine entsprechende Quelle.

ase/APD/dpa

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04.01.2010 von Nachtschwester Ingeborg: Korrektur der falschen Zitate

Richtig, aber beides ist oberflächlich und laienhaft betrachtet korrekt, jedoch unsäglicher Unfug. Sie bemerken Ironie auch nur dann, wenn sie als solche gekennzeichnet ist, nicht wahr ? ---Zitatende--- Unfug ist eigentlich [...] mehr...

04.01.2010 von Joachim Baum: Nachhaltigkeit

Die "mutige" und "entschlossene" Aktion ist wichtiger und nachhaltiger in den Köpfen als das Resultat - leider. mehr...

04.01.2010 von Nachtschwester Ingeborg: Nun ja...

[QUOTE=Björn Borg;4785591] Was war es dann? Bitte Beleg nicht vergessen. mehr...

04.01.2010 von Nachtschwester Ingeborg: Wen wollen Sie denn für dumm verkaufen?

Der Nigerianer hat im.... ---Zitatende--- Sie dürfen den Herstellungsvorgang von PETN ruhig näher erläutern und dies dann auch belegen, wenn Sie Zweifel daran haben. Übrigens ist eine “hohe Temperatur” zur Herstellung [...] mehr...

04.01.2010 von Nachtschwester Ingeborg: Ah ja?

....informieren Sie sich doch zuerst selbst. Auch Sprengschnüre enthalten kein reines Nitropenta, das wäre viel zu gefährlich. Wenn Sie endlich (3.Aufforderung) mal eine Suchmaschine benutzen würden, wüßten Sie auch warum. [...] mehr...

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In der Antike war das Gebiet des heutigen Staates unter dem Namen "Arabia felix", das glückliche Arabien, bekannt. Hier nahm einst die "Weihrauchstraße" zum Mittelmeer ihren Anfang. Doch heute ist der Jemen am südwestlichen Zipfel der Arabischen Halbinsel eines der ärmsten Länder der Welt und das ärmste Land im Nahen Osten.

Nord- und Südjemen, die unterschiedliche politische und gesellschaftliche Wege zurückgelegt hatten, fanden 1990 zur staatlichen Einheit. Die Hauptstadt ist Sanaa. Mit knapp 528.000 Quadratkilometern ist das Land deutlich größer als Deutschland mit 357.000 Quadratkilometern. Wüstenregionen prägen die Landschaft.

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Gefahr für Touristen im Jemen

Juni 2009 - Geiselnahme einer deutschen Familie

Eine fünfköpfige Familie aus Sachsen wird zusammen mit Begleitern verschleppt. Zwei Deutsche und eine Koreanerin wurden bereits am ersten Tag erschossen. Zwei Kinder der sächsischen Familie wurden im Mai 2010 freigelassen.

April 2009 - Niederländischer Ingenieur entführt

März 2009 - Anschlag auf Touristen aus Südkorea

Januar 2009 - Deutscher Ingenieur enführt

Dezember 2008 - Deutsche Entwicklungshelferin entführt

September 2008 - 16 Tote bei Anschlag auf US-Botschaft

April 2008 - Anschlag auf Ausländer-Wohnviertel

März 2008 - Toter bei Anschlag auf US-Botschaft

Januar 2008 - Anschlag auf belgische Touristen

Juli 2007 - Anschlag auf spanische Touristen

Dezember 2005 - Jürgen Chrobog entführt

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