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11.01.2010
 

Iran

Dutzende Mütter bei Mahnwache festgenommen

Ihre Kinder sind bei Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften im Sommer des vergangenen Jahres ums Leben gekommen - während einer öffentlichen Mahnwache wurden nach Angaben einer Menschenrechtsgruppe in Iran jetzt 33 Mütter festgenommen. Mehrere der Frauen sollen dabei verletzt worden sein.

Teheran - In Iran sind nach Berichten einer Menschenrechtsgruppe 33 Frauen festgenommen worden, die eine Mahnwache für ihre bei Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften getöteten Kinder abhielten. Die Mütter seien während ihrer wöchentlichen Kundgebung am Samstag von Sicherheitskräften eingekreist und ins Gefängnis gebracht worden, erklärte die Internationale Kampagne für Menschenrechte in Iran. Neun der Frauen hätten nach der Festnahme ärztlich behandelt werden müssen. Die Menschenrechtsgruppe forderte eine sofortige Freilassung der Frauen.

Unterdessen meldete die iranische Agentur Fars, dass der Spionageprozess gegen die angeklagte Französin Clotilde Reiss am Samstag zu Ende gehen soll. Die Französin war angeklagt worden, nachdem sie zugegeben hatte, an den Protesten gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad am 12. Juni 2009 teilgenommen und der französischen Botschaft in Teheran einen Bericht übergeben zu haben. Nach wochenlanger Haft war sie im August gegen Kaution in die Botschaft ihres Landes entlassen worden, darf aber Iran bisher nicht verlassen.

anr/DAPD/dpa

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Republik Iran

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Die Islamische Republik Iran ist mit einer Fläche von rund 1,7 Millionen Quadratkilometern fünfmal so groß wie Deutschland. Das Land besitzt nach Russland die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt, beim Erdöl steht Iran auf Platz drei und ist derzeit nach Saudi-Arabien der größte Produzent innerhalb der Opec.

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Streit

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Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

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Aufstieg von Mohammed Resa

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Im Zweiten Weltkrieg gilt der monarchische Staat Iran als Freund der Achsenmächte. Britische und sowjetische Truppen besetzen daher 1941 das Land. Resa Schah muss abdanken. Die Alliierten inthronisieren seinen Sohn Mohammed Resa . Wegen seiner proamerikanischen Reformpolitik gerät der Schah erstmals 1963 in die Kritik von Ajatollah Ruhollah Chomeini, einem damals hochrangigen religiösen Führer, den die Regierung ein Jahr später in die Türkei abschiebt. Chomeini geht schließlich in den Irak. Dort bleibt er 13 Jahre und entwickelt er das Staatsmodell des islamischen Staates. Mit seiner repressiven Politik und seinem dekadenten Herrschaftsstil bringt der Schah eine wachsende Opposition aus sehr unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Schichten gegen sich auf.

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Vom Reformer Chatami zum Hardliner Ahmadinedschad





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