Teheran - Am Dienstagvormittag explodierte in Teheran vor dem Haus von Massud Ali-Mohammadi eine ferngesteuerte Bombe - der iranische Atomwissenschaftler wurde bei der Explosion getötet.
Stunden nach dem Anschlag sind wesentliche Informationen über den Fall noch unklar: So schreibt die Nachrichtenagentur AP, der Atomforscher habe sich bei der Präsidentenwahl im Juni offen für Oppositionsführer Hossein Mussawi ausgesprochen. Sein Name erschien vor der Abstimmung auf reformorientierten Websites zusammen mit denen von rund 240 Hochschullehrern, die den Herausforderer von Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad unterstützten. Die Teheraner Universität, an der er unterrichtete, stand im Zentrum von Studentenprotesten gegen die Regierung. Ein Autor, der sich als Student Mohammadis ausgibt, schreibt nach Informationen von SPIEGEL ONLINE in seinem Blog, dass der getötete Wissenschaftler noch vor Kurzem zu Protesten gegen das Regime aufgerufen habe.
Die Nachrichtenagentur dpa dagegen berichtet unter Berufung auf iranische Medienberichte, der getötete Wissenschaftler habe dem iranischen Regime loyal gegenüber gestanden. Unklar war zudem weiterhin, ob und inwieweit der getötete Physiker am umstrittenen Atomprogramm seines Landes mitarbeitete.
Nach Angaben des Teheraner Chefanklägers Abbas Dschafari Dolatabadi war der getötete Atomphysiker an der Universität der Hauptstadt tätig. Festnahmen im Zusammenhang mit dem Attentat habe es noch nicht gegeben. Der Tatort im Norden Teherans wurde zur Spurensuche von der Polizei abgeriegelt. Anwohner berichteten, dass ihnen untersagt worden sei, vor Ende der Untersuchung ihre Häuser zu verlassen.
Als Drahtzieher des Mordanschlags hatte das iranische Regime zuvor Israel und die USA bezichtigt: Ein Sprecher des Teheraner Außenministerium sagte im staatlichen Fernsehen, es gebe Anzeichen dafür, dass die USA und Israel in den Vorfall verwickelt seien. Bei der ersten Untersuchung des Anschlags habe man Anzeichen dafür gefunden, dass das "Dreieck der Boshaftigkeit - das zionistische Regime, Amerika und ihre angeheuerten Agenten" - hinter dem Terrorakt stehen, so nach Angaben des Fernsehens ein Sprecher des iranischen Außenministers. Ein Sprecher des US-Außenministeriums wies die Beschuldigung als "absurd" zurück.
Auf der Website des staatlichen Fernsehens hieß es mit Blick auf die USA, der Atomphysiker sei einem "Terroranschlag von Gegenrevolutionären und Elementen der Arroganz" zum Opfer gefallen. Die Sicherheitskräfte hätten Ermittlungen aufgenommen. Die Website Tabnak schrieb, für den Bombenanschlag seien vermutlich die Volksmudschahidin (PMOI) im Auftrag israelischer Agenten verantwortlich. Tabnak wird mit Mohsen Resaei, einem Berater von Ajatollah Ali Chamenei und früheren Kommandeur der Revolutionsgarden in Verbindung gebracht. Die PMOI wiesen die Vorwürfe zurück und verurteilten den Anschlag auf Mohammadi.
Mehrere Fälle von verschwundenen oder verstorbenen iranischen Atomwissenschaftlern erregten in der Vergangenheit Aufmerksamkeit: Im Juni des vergangenen Jahres verschwand ein iranischer Kernforscher während einer Pilgerreise nach Mekka. Bis heute ist ungeklärt, ob Schahram Amiri verschleppt wurde oder übergelaufen ist. Das iranische Außenministerium warf dem Westen vor, in seine Entführung verwickelt zu sein. Im Jahr 2007 starb ein iranischer Atomwissenschaftler an einer Gasvergiftung. Dass sein Tod erst nach einer Woche publik gemacht wurde, ließ Spekulationen über eine Beteiligung des israelischen Geheimdienstes laut werden.
Die iranische Atompolitik wird im Westen mit Argwohn betrachtet. Vorwürfe, das Land strebe nach Atomwaffen, werden von der Regierung in Teheran stets zurückgewiesen. Iran erlebt derzeit eine der schwersten innenpolitischen Unruhen seit der Revolution 1979. Hintergrund sind gewaltsame Proteste der Opposition, die von Fälschungen bei der Präsidentenwahl im Juni spricht. Die iranische Regierung wirft der Opposition Verbindungen zum Ausland vor
anr/ffr/AP/dpa/AFP/Reuters/apn
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Das Geschäft wird derzeit nicht realisiert. Weder steht die Finanzierung noch will Österreich Konflikte mit den USA. mehr...
Das szenario ist schon längst auf Papier gedruckt meine Damen und Herren mit einem Militär Schlag der USA is in den Kommenden Jahren zu rechnen deshalb beeilt sich Iran mit der anreicherung der gantze Prozess geht darauf hinaus.. [...] mehr...
Aber , aber , Herr Schnarch , das ist doch Peanuts gegenüber dem Riesenprojekt Österreichs ( 22 Billionen Euro ) mit dem Iran zwecks Öl-und Gasförderung . mehr...
Wer auf dem Misthaufen der eigenen unsäglich furchtbaren Geschichte sitzt, sollte bei der Beurteilung der Geschichte anderer Völker weniger arrogant sein. mehr...
Obama hat es verstanden ; es gibt nur eine Alternative fuer seine Presidentschaft.... "The United States warned Iran on Tuesday that "time and patience is running out" with its nuclear program, saying Tehran had [...] mehr...
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