Kunduz - Schwerer Zwischenfall im Einsatzgebiet der Bundeswehr bei Kunduz: An einer Straßensperre haben deutsche Soldaten das Feuer auf einen Wagen eröffnet. Dabei wurden zwei Menschen verletzt, einer der beiden Männer erlag später seinen Verletzungen im zivilen Krankenhaus in Kunduz.
Nach Angaben eines Bundeswehr-Sprechers hatten die Soldaten eine Warnung über einen geplanten Selbstmordanschlag erhalten und einen Checkpoint errichtet. Daraufhin habe sich eine Autoschlange gebildet. Einer der Wagen sei aus der Schlange ausgeschert und dann mit hoher Geschwindigkeit auf die Soldaten zugefahren. Trotz Handzeichen und Warnschüsse habe der Fahrer nicht angehalten. Daraufhin eröffneten die Soldaten das Feuer.
Bundeswehr-Sprecher Jürgen Mertins sagte, die afghanische Polizei ermittele, ob es sich bei den Männern um Aufständische gehandelt habe. "Die Internationale Schutztruppe (Isaf) wird mit den Familien der Betroffenen Verbindung aufnehmen."
Ein von der Bundeswehr angeordnetes Bombardement auf zwei von den Taliban gekaperte Tanklaster im vergangenen September hatte eine scharfe Debatte ausgelöst. Unter den bis zu 142 Toten des Angriffs waren nach Nato-Angaben auch Zivilisten. Nach Informationen des SPIEGEL hatte der befehlshabende Bundeswehr-Oberst Georg Klein vor dem Angriff bewusst Falschangaben gemacht. Laut Nato-Untersuchungsbericht, der dem SPIEGEL vorliegt, gestand der Oberst ein, sich durch Erwähnung eines nicht vorhandenen Feindkontakts die Unterstützung der US-Luftwaffe gesichert zu haben.
Zu einem weiteren tödlichen Zwischenfall an einer Straßensperre kam es in der südafghanischen Provinz Helmand. Auch dort eröffneten Isaf-Soldaten das Feuer auf ein schnell heranfahrendes Fahrzeug, teilte die Nato mit. Der Fahrer wurde getötet, die fünf anderen Insassen nicht verletzt.
Bereits am Freitag war ein Einheimischer in der Region Kunduz von Bundeswehrsoldaten bei einem ähnlichen Zwischenfall durch Schüsse verletzt worden. Dabei hatten die Soldaten bei Kunduz das Feuer auf ein Auto eröffnet, das sich nach Angaben der Bundeswehr mit hoher Geschwindigkeit einem Überwachungspunkt näherte. Der afghanische Fahrer des Wagens wurde dabei verletzt. In Afghanistan sind im Rahmen der ISAF derzeit rund 4300 deutsche Soldaten im Einsatz.
ore/dpa/apn/AFP
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In Bezug auf das Ausländer raus sind sie sich durchaus einiger, als die bundesrepuplikanische Gesellschaft. Beim Nachlesen ihrer Postings beschleicht mich obendrein der Verdacht, dass sie selber möglicherweise gar nicht vor Ort [...] mehr...
Nach dem deutschen Versagen im Norden, einen solchen Beitrag abzudrücken ist deutlich mehr als Realitätsignorant! mehr...
Sie benutzen den Begriff "Unsinn" hier im Sinne unvernünftigen Handelns. Aus der Sicht der Afghanistan-Krieger ist er nicht unsinnig, man verrät uns allerdings den Eigensinn nicht, der ihm zugrunde liegt, weil wir ihn [...] mehr...
Es gab XX Tote, darunter auch Kinder und Frauen. Ein vermeintlicher Standardsatz. Doch was will er uns sagen? Sind (a) keine Männer gestorben? Oder ist es (b) halb so schlimm, wenn Männer sterben?? In Zeiten der [...] mehr...
"freies afghanistan" - sie auch nicht! wenn sie was vom aktuellen krieg sehen wollen, dann empfehle ich: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,688532,00.html das ist die freiheit , der frieden ( o.ä. dummschwätz ) [...] mehr...
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