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22.01.2010
 

Guantanamo

US-Regierung will 50 Gefangene ohne Verfahren dauerhaft einsperren

Protest gegen Guantanamo in Washington: Obama knickt einZur Großansicht
AFP

Protest gegen Guantanamo in Washington: Obama knickt ein

US-Präsident Obama bricht sein Versprechen: Ohne Gerichtsverfahren sollen 50 Guantanamo-Insassen dauerhaft weggesperrt bleiben, berichtet die "Washington Post". Zu groß scheint die Gefahr, dass Gerichte Terrorverdächtige freilassen, weil sie gewaltsam verhört wurden.

Washington - Wegen Sicherheitsbedenken will die US-Regierung 50 Menschen ohne Gerichtsverfahren weiter festhalten - womöglich für immer. Eine Arbeitsgruppe des Justizministeriums habe unter den 196 Insassen des Gefangenenlagers Guantanamo jene identifiziert, deren Freilassung als zu gefährlich eingestuft werde, denen aber auch kein Prozess gemacht werden könne. Das berichtetet die "Washington Post" am Freitag unter Berufung auf Regierungsvertreter.

Dem Bericht zufolge stufte das Ministerium alle Gefangenen in drei Gruppen ein: Etwa 35 könnten vor Zivil- oder Militärgerichten angeklagt werden. Rund 110 weitere sollten mittelfristig freigelassen werden. Die verbliebenen 50 sollten ohne Verfahren eingesperrt bleiben. Prozesse gegen die Angehörigen dieser Gruppe seien unter anderem deshalb nicht möglich, weil sie gewaltsamen Verhören ausgesetzt gewesen sein könnten und ein Gerichtsverfahren deshalb platzen könnte.

Menschenrechtler und viele Parteifreunde von US-Präsident Barack Obama hatten in den vergangenen Jahren scharfe Kritik an der Praxis des damaligen Präsidenten George W. Bush geübt, Gefangene in Guantanamo ohne Verfahren unbefristet festzuhalten. Die "Washington Post" zitierte nun einen Mitarbeiter der Obama-Regierung mit den Worten: "Wenn Politik auf die Realität trifft, kann das schmerzhaft sein."

Die US-Regierung plant, jene Gefangenen, die nicht freigelassen werden können, in ein Gefängnis auf dem Gebiet der USA zu verlegen. Obama hatte bei seinem Amtsantritt vor einem Jahr versprochen, das Gefangenenlager Guantanamo binnen zwölf Monaten zu schließen. Dieses Versprechen konnte er aber nicht umsetzen.


ore/AFP

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15.01.2010 von ray4901: Das haben Sie

sich selbst zuzuschreiben. Ihre x-fachen Hasstiraden gegen die Liberals im eigenen Land (Sie wissen schon - die "üble Gesundheitsreform") auch gegen den aktuellen, hier hochangesehenen, Päsidenten entsprechen genau [...] mehr...

15.01.2010 von archelys: aus gehöriger Distanz

Eine Spur Abneigung kann ich in dem Beitrag wohl erkennen, aber keinen Hass und auch keine Dummheiten. Weil Sie das alles, was wir hier wahrnehmen, nicht gerne lesen, sage ich Ihnen mal nichts dazu, was ich davon halte, dass [...] mehr...

15.01.2010 von Landegaard:

Ne, Irland. Meine Güte... mehr...

14.01.2010 von Morotti:

Sie können sich ja gerne retten lassen und schon mal üben, schleimige Ergebenheitsadressen zu schreiben. mehr...

14.01.2010 von Michael Schnarch:

Richtig, vor allem was die Produkte von MBB Preussag und Karl Kolb betrifft. http://www.medico.de/kurdakt/halabj3.htm mehr...

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Hintergründe zu Guantanamo

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Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 rief US-Präsident George W. Bush den Krieg gegen den Terror aus. Für Terrorverdächtige richtete seine Regierung auf dem US-Marinestützpunkt Guantanamo Bay im Süden Kubas ein Gefangenenlager ein. Seit Anfang 2002 werden dort vor allem mutmaßliche Taliban- und Qaida -Mitglieder festgehalten, denen die Rechte als Kriegsgefangene verwehrt blieben. Durch Berichte über Misshandlungen, Erniedrigungen und Folter von Häftlingen wurde Guantanamo zum Synonym für die willkürliche und unmenschliche Behandlung von Gefangenen.

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