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23.01.2010
 

Religionskrieg in Nigeria

150 Leichen aus Brunnen geborgen

Den blutigen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen in Nigeria sind erneut wahrscheinlich Hunderte Menschen zum Opfer gefallen. Nach einem Überfall auf ein Dorf wurden dort 150 Tote aus einem Brunnen geborgen, 60 Einwohner werden noch vermisst.

Kano - Nach den schweren Unruhen in Nigeria haben Retter mindestens 150 Leichen entdeckt - die Toten wurden aus einem Brunnen des Dorfes Kuru Karama geborgen, sagte der Ortsvorsteher Umar Baza am Samstag. 60 weitere Menschen würden noch vermisst.

Der Leiter einer muslimischen Freiwilligenorganisation aus dem Dorf, Mohammed Shittu, bestätigte die Angaben. Er vermutete weitere Todesopfer in den Brunnen. Der müsse nun mit Sand zugeschüttet werden, weil die Leichen verwesten. Auf der Suche nach weiteren Opfern wollen die Retter jetzt umliegende Wälder durchsuchen.

Offizielle Angaben zur Opferzahl gab es weiter nicht. Die Auseinandersetzungen mit schätzungsweise mehr als 300 Toten hatten am Sonntag begonnen. Sie entzündeten sich am Bau einer Moschee in der zentralnigerianischen Stadt Jos und griffen später auf umliegende Städte und Dörfer in dem mehrheitlich von Christen bewohnten Gebiet über.

Jos liegt an der Nahtstelle zwischen dem mehrheitlich muslimischen Norden und dem christlich-animistisch geprägten Süden Nigerias. In den vergangenen Jahren kam es dort immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Christen und Muslimen, bei denen zahlreiche Menschen starben.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) forderte die nigerianische Regierung auf, eine Untersuchung zu den Unruhen einzuleiten. Wie HRW unter Berufung auf Augenzeugen berichtete, war das muslimische Dorf Kuru Karama am Dienstag von bewaffneten Männern angegriffen worden. Bei den Angreifern soll es sich um Christen gehandelt haben. Sie töteten demnach viele Menschen auf der Flucht, andere wurden bei lebendigem Leib verbrannt.

pad/AFP

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insgesamt 22 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
25.01.2010 von saul7: +

Von mir aus können die Menschen glauben woran sie wollen. Das Schlimme daran sind die blinden Eiferer, die sich ständig im recht fühlen und sich für etwas besseres halten als andere Gläubige. Fatal: Eigentlich sollte die [...] mehr...

25.01.2010 von Julkorn: Weitere Information

Weitere Informationen - aus christlicher Hand - gibt es hier: http://www.opendoors-de.org/verfolgung/news/news_2010/01/180110NG/ Ich halte es für einen bemerkenswerten Zufall, daß sich die Auseinandersetzungen am Bau einer [...] mehr...

25.01.2010 von waharania: Quo wadis?

eine richtige freude, zu lesen, wie sich die ach so zivilisierten und über den dingen stehenden, aufgeklärten christlichen oder atheistischen europäer hier die köpfe einschlagen! das ganze hat in nigeria oder irgendwo anders auf [...] mehr...

24.01.2010 von elandy: Nicht einfach

Das ist doch Unsinn. Die Auseinandersetzungen sind schon Jahrzehnte alt. Und zunehmenden politische und religiöse Radikalisierung auf beiden Seiten sorgt nun für Tote. Dabei kommt den Radikalen das derzeitige politischen Vakuum [...] mehr...

23.01.2010 von SpieldesLebens: Ein Gott

Eigentlich passt das eher zur Thematik zwischen Atheisten und Gottgläubigen. Wenn überhaupt, sollte sich Religion auf die innere Einkehr beschränken und darüber hinaus Toleranz und Respekt gegenüber anderen Menschen predigen. Mehr [...] mehr...

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