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28.01.2010
 

Gefährliche Grenze

Nordkorea nimmt US-Bürger fest

Nordkoreanischer Soldat in der Demilitarisierten Zone: Artilleriefeuer fortgesetztZur Großansicht
Getty Images

Nordkoreanischer Soldat in der Demilitarisierten Zone: Artilleriefeuer fortgesetzt

Nordkorea hat erneut einen US-Bürger wegen illegalen Grenzübertritts inhaftiert - der zweite Fall innerhalb eines Monats. Die USA hatten zuvor gegen die umstrittenen Militärübungen Pjöngjangs protestiert. Doch das Regime feuerte erneut Granaten Richtung Südkorea ab.

Seoul - Die Festnahme erfolgte an der Grenze zu China: Die nordkoreanischen Behörden haben nach eigenen Angaben erneut einen US-Bürger inhaftiert. Der Mann sei am Montag wegen illegalen Grenzübertritts festgenommen worden, hieß es in einer kurzen Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA. Er werde verhört.

Es wäre das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, dass in Nordkorea ein Amerikaner von Grenzposten aufgegriffen worden ist. Erst Ende Dezember hatte Nordkorea einen US-Bürger verhaftet. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um den Missionar Robert Park. Er hatte vorher angekündigt, sich in dem kommunistischen Land festnehmen lassen zu wollen, um so weltweites Interesse für die schlechte Menschenrechtslage in Nordkorea zu erzeugen.

Eine umstrittene Militärübung setzte Pjöngjang offenbar den zweiten Tag in Folge fort, obwohl die USA einen Stopp des "provokativen" Manövers gefordert hatten. Das Artilleriefeuer in Richtung Süden sei "provokativ" und "nicht hilfreich", hatte das Außenministerium in Washington mitgeteilt. Trotzdem schoss Nordkorea am frühen Donnerstag mehrere Granaten ab, die im Meer nahe der südkoreanischen Insel Yeonpyeong einschlugen, teilte das südkoreanische Militär mit.

Am Mittwoch hatte Nordkorea nach eigenen Angaben im Rahmen einer Übung am Morgen rund 30 Granaten in Richtung Gelbes Meer gefeuert. Die Geschosse gingen nahe der von Südkorea kontrollierten Insel Baengnyeong nieder. Südkorea reagierte nach eigenen Angaben mit Kanonenwarnschüssen. Am Nachmittag setzte Nordkorea das Artilleriefeuer fort, der Süden reagierte darauf jedoch nicht. Verletzt wurde bei dem Schusswechsel niemand.

Die sogenannte Nördliche Grenzlinie war nach Ende des Korea-Kriegs 1953 von US-geführten Uno-Truppen einseitig beschlossen worden. Pjöngjang erkennt sie bis heute nicht an. Erst im vergangenen November hatten sich Marineschiffe beider Länder hier ein Feuergefecht geliefert. Dabei war ein nordkoreanisches Patrouillenboot in Flammen aufgegangen.

kgp/dpa/apn/AFP

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Die neuesten Beiträge:
27.03.2010 von Legacy:

Wird wegen sowas der Teufel zum Engel ? Wohl kaum. mehr...

27.03.2010 von Diomedes: Die Gefahr einer äußeren Explosion...

Sollte Nordkorea ernsthaft vor dem inneren Zusammenbruch stehen, so könnten die jetzigen Wirren und Merkwürdigkeiten die Vorboten einer Flucht nach Vorne sein; sprich eine Erneuerung des Angriffes auf Südkorea. Welches gut damit [...] mehr...

26.03.2010 von 445:

Wollen Sie die USA auch wirtschaftlich und politisch isolieren? mehr...

04.10.2009 von alfredoneuman:

Sie könnten genauso gut mit ein paar Weisheiten aus der Zeit der Terrakotta-Krieger kommen. mehr...

24.09.2009 von duke_widin:

Blasenwachstum nach dem angelsaechsischen Stop and Go ist ja kein sustainable Economic model fuer Korea,es genuegt schon,wenn sich Lichtgestalten und Matadore wie Al Gore und die vereinigten Lamas der FDP hoerigen Friedrich [...] mehr...

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Nord- und Südkorea

Nordkorea und Kim Jong Il

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Am 9. September 1948 rief der kommunistische Politiker Kim Il Sung im Norden die Demokratische Volksrepublik Korea aus. Sie entwickelte sich, zunächst in enger Anlehnung an die Sowjetunion, zu einer kommunistischen Volksrepublik. 1998 wurde dessen Sohn Kim Jong Il Regierungschef. Der ehemalige US-Präsident George W. Bush bezeichnete Nordkorea zusammen mit Iran und dem Irak als "Achse des Bösen" , die aufrüstet, um den Frieden der Welt zu bedrohen.

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