London - Mitglieder des Führungsrats der radikal-islamischen Taliban haben sich nach gleichlautenden Angaben der Nachrichtenagenturen Reuters und AFP mit Vertretern der Uno-Mission in Afghanistan getroffen, um über mögliche Friedensverhandlungen zu sprechen. Die Agenturen berufen sich dabei auf einen Uno-Mitarbeiter, der namentlich nicht genannt werden wollte.
Die Regionalchefs der sogenannte Quetta-Schura, des Entscheidungsgremiums der Taliban, hätten das Treffen mit dem Uno-Sondergesandten für Afghanistan, Kai Eide, angestoßen. Das Gespräch habe dann am 8. Januar in Dubai stattgefunden, meldet Reuters. Den Angaben zufolge war es das erste Treffen mit der obersten Führungsebene der Taliban, die nach US-Angaben in der pakistanischen Stadt Quetta sitzt.
"Sie haben um ein Gespräch gebeten, das zeigen sollte, ob weitere Gespräche möglich sind", zitiert die Nachrichtenagentur den Informanten. Die Männer hätten sich Schutzmaßnahmen ausgebeten - aus Angst in einem US-Militärgefängnis zu landen. Laut Reuters fanden die Gespräche in Dubai auf einer höheren Ebene statt als ein ähnliches Treffen, das angeblich 2008 in Saudi-Arabien gelaufen sein soll. Damals sollen ehemalige Taliban-Kommandeure mit Vertretern der afghanischen Regierung zusammengekommen sein.
Bei der Londoner Afghanistan-Konferenz verabredeten Vertreter von 70 Ländern und Organisationen am Donnerstag Maßnahmen für eine Übergabe der politischen Verantwortung an die afghanischen Institutionen parallel zur allmählichen Beendigung des internationalen Afghanistan-Militäreinsatzes und für eine Versöhnung und Überwindung des Afghanistan-Konfliktes.
Taliban lehnen Gespräche ab
Am Nachmittag hatte es allerdings in einer mutmaßlichen Mitteilung der Taliban geheißen, die Radikalen lehnte das Angebot des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai ab, gemäßigte Taliban ins zivile Leben zurückzuholen. "Das ist gegenstandslos und ohne Aussicht", hieß es in einer Internet-Erklärung der Taliban laut dem US-Unternehmen Site, das auf die Auswertung islamistischer Websites spezialisiert ist. Karzai hatte außerdem eine Friedenskonferenz in Afghanistan in Aussicht gestellt.
Gleichzeitig kritisierten die Taliban die Londoner Afghanistan-Konferenz als Schauveranstaltung. Die USA und ihre Verbündeten wollten die ganze Welt täuschen, indem sie den Eindruck erweckten, dass sie in ihrem Vorgehen unterstützt würden. Wenn die "Besatzung" Afghanistans weitergehe, werde sich die Konferenz als "Augenwischerei" erweisen, so, wie die vorangegangenen Treffen auch.
Bereits am Mittwoch hatten die Taliban die Afghanistankonferenz als "Zeitverschwendung" bezeichnet. Vertreter von rund 60 Staaten beschlossen am Donnerstag in London, schrittweise Sicherheitsaufgaben an die afghanische Armee zu übertragen. In fünf Jahren sollen dann die afghanischen Soldaten und Polizisten für die Sicherheit des Landes verantwortlich sein.
ffr/Reuters/AFP
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Die NATO ist fast bankrott, wollen aber trotzdem mit dem Kriegsspielen nicht aufhören. Warum verlangen denn nicht alle Bürger der Mitgliedsländer, dass diese Organisation von Vorgestern sich wieder nur auf die gegenseitige [...] mehr...
Das ist doch nur billige Hetze. Was kommt denn noch? Alle Christlichen Fundis in USA (und da wimmelt es!!) sind Antimoslems? Na, heute wahrscheinlich. Seit dem Israel existiert und die Pal. Flüchtlinge fing der Protest der [...] mehr...
Sowas hats ja noch nie gegeben, dass ein Krieg wegen Geldmangel eingestellt wurde. Bleiben wir mal ehrlich, auch dieser Krieg wird nicht wegen Geldnot beendet werden. Hier empfiehlt sich ein seriöses Gespräch mit den [...] mehr...
Wollen Sie uns alle verschaukeln? Natürlich ist es der FINANZ und RUHERAUM. Und zwar der wichtigste! Nennen Sie mir einen Afghanen der bei einem Attentat im Ausland mitgemacht hätte. Einer genügt. Es waren Saudis, Ägypter, [...] mehr...
Vorsicht!Für fundis sind alle anderen Ungläubige oder Häretiker - so auch für die Taliban. Sie kämpfen also gegen den Westen - natürlich - aber auch gegen die Afghanen, die sich nicht zu ihnen bekennen. mehr...
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