Kabul - Soldaten der Internationalen Afghanistan-Truppe (Isaf) haben am Donnerstag aus Versehen einen Imam erschossen. Der Mann sei bei dem Feuer auf seinen Wagen in der Hauptstadt Kabul getötet worden, hieß es in einer Nato-Erklärung. Der Wagen sei als Gefahr für einen Konvoi wahrgenommen worden, daher sei das Auto beschossen worden. Anschließend habe sich herausgestellt, dass es sich um einen Zivilisten gehandelt habe.
Bei dem Toten handele es sich um einen Imam einer Moschee im Zentrum der Hauptstadt. Er bedauere den Tod des Mannes außerordentlich, erklärte Isaf-Sprecher Eric Tremblay. Der Vorfall werde genau untersucht; der Familie des Opfers versprach er eine Entschädigung. Vor einem US-Stützpunkt in Kabul versammelten sich Demonstranten.
Die Nato lehnte es ab, die Nationalität der beteiligten Soldaten bekanntzugeben. Zwischenfälle mit getöteten Zivilisten führen in Afghanistan immer wieder zu Spannungen zwischen den ausländischen Truppen und der Bevölkerung. Die Nato hat ihre Strategie im Kampf gegen die Taliban geändert mit dem Ziel, die Zahl der zivilen Opfer zu verringern.
ffr/Reuters/AFP
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