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31.01.2010
 

Atomstreit mit Iran

USA rüstet Raketenabwehr am Persischen Golf auf

US-Spezialschiff der Aegis-Klasse: Patrouillen im Persischen Golf
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AP

US-Spezialschiff der Aegis-Klasse: Patrouillen im Persischen Golf

Die USA erhöhen im Atomstreit den Druck auf Iran. Laut einem Zeitungsbericht baut die Armee militärische Abwehrsysteme in mehreren arabischen Staaten auf. Vor der iranischen Küste sollen Spezialschiffe Position beziehen, die ferngesteuerte Raketen an Bord haben.

Washington - Die USA bauen ihre Raketenabwehrsysteme am Persischen Golf aus. Zum einen würden Spezialschiffe vor der iranischen Küste eingesetzt, zum anderen Raketensysteme in mindestens vier arabischen Staaten, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Quellen in der Regierung und beim US-Militär.

Mit den zusätzlichen Rüstungsanstrengungen solle Iran zum Einlenken im Atomstreit gedrängt werden. Israel und die USA verdächtigen Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms den Bau von Atomwaffen zu betreiben. Die Zeitung zitiert einem namentlich nicht genannten Regierungsmitarbeiter mit den Worten, man wolle mit der Maßnahme auch einen Abschreckungseffekt erzielen. "Zweitens wollen wir den arabischen Staaten das Gefühl von Sicherheit geben, damit sie nicht selbst damit beginnen, nach Atomwaffen zu streben", sagte der Informant. Natürlich gehe es außerdem darum, die Israelis zu beruhigen.

Die Raketensysteme werden dem Bericht zufolge in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Kuwait installiert. Auch Oman sei um die Erlaubnis für eine Stationierung gebeten worden, dort seien allerdings noch keine Patriot-Raketen angekommen. Dass diese Länder der Aufstellung der Raketen zugestimmt hätten - und vor allem der damit verbundenen Stationierung von US-Soldaten zur Bewachung und Wartung der Anlage -, zeige, dass die Sorge in der Region über Irans Politik zunehme.

Vor einigen Tagen hatte der Oberkommandierende der US-Streitkräfte am Golf, General David Petraeus, bereits gesagt, in vier Ländern sollten insgesamt acht Batterien von Patriot-Raketen stationiert werden. Darüber hinaus werden mehrere Kreuzer mit dem Waffensystem Aegis an Bord im Golf patrouillieren. Die Schiffe führen ferngesteuerte Raketen mit sich, die feindliche Mittelstreckenraketen ausschalten sollen.

ffr/AFP

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23.02.2010 von drsigsag: gibt es wirklich einen Gegenschlag?

Genau an dem Punkt mit der Wüste bin ich mir nicht so sicher. Wenn in Tel Aviv oder auch sonst wo eine A-Bombe explodiert würde der Aufschrei groß sein wenn die Idee von Vergeltungsschlägen in Betracht gezogen wird. Es werden [...] mehr...

05.02.2010 von derfflinger: @ Cigaro

Der - glücklicherweise - einzige Massstab, an dem man solchen Bombenabwurf messen kann sind die Schicksale von Hiroshima und Nagasaki. Diese bestätigen Ihre Annahme nicht, dass Nachbarstaaten zwingend davon betroffen sein [...] mehr...

05.02.2010 von Cigaro:

Da Willie auch hier nicht sachlich antworten kann, schwingt er die "Nazi-Keule" ---Zitatende--- Ich glaube, der Smiley soll andeuten, dass das nicht ganz Ernst gemeint ist, und Sie sich nicht frontal angegriffen fühlen sollen. [...] mehr...

04.02.2010 von derfflinger: Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an

Ja, war wohl ein bisschen schräg, Pardon! Ist, wie man nach 11/9 sieht, nicht besonders Erfolg versprechend... Sie haben es erfasst! Es geht um Grossmachtpolitik, ob wir das nun schön finden oder nicht. Kleine Mächte [...] mehr...

04.02.2010 von derfflinger: Cool bleiben....

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Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen. Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm.

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

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