Addis Abeba - Demokratische Republik Kongo, Sudan, Somalia: Wo immer in Afrika gekämpft wird, ist allzu oft auch Gewalt gegen Frauen und Kinder an der Tagesordnung. Die Uno will sich nun um einen besseren Schutz kümmern - und so gut wie möglich verhindern, dass sexuelle Gewalt in Konflikten als Kriegsmittel zum Zuge kommt.
"Ich bin entsetzt und empört, dass Vergewaltigung als Kriegswaffe eingesetzt wird", sagte Generalsekretär Ban Ki Moon am Sonntag bei der Eröffnung des Gipfels der Afrikanischen Union in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba.
Im Kampf gegen die sexuelle Gewalt hat der Uno-Chef nun eine profilierte neue Mitarbeiterin rekrutiert: Die scheidende schwedische EU-Kommissarin Margot Wallström solle als Uno-Sondergesandte den Kampf gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder in Konfliktsituationen verstärken, sagte Ban. Er habe den Uno-Sicherheitsrat bereits über seine Absicht informiert.
Ban erklärte, allein in der Provinz Süd-Kivu der Demokratischen Republik Kongo seien in den ersten neun Monaten des Jahrs 2009 rund 5400 Vergewaltigungen gemeldet worden. Laut Uno wurden rund 90 Prozent dieser Übergriffe von bewaffneten Gruppen oder regulären Truppen begangen.
chs/AFP
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