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08.02.2010
 

Teherans Waffenprogramm

Iran verkündet Serien-Produktion von Drohnen

Irans Präsident Ahmadinedschad: Hat Uran-Anreicherung angeordnetZur Großansicht
dpa

Irans Präsident Ahmadinedschad: Hat Uran-Anreicherung angeordnet

Ständig neue Provokationen aus Teheran: Jetzt hat das iranische Regime nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens mit der Serienproduktion von Drohnen begonnen. Außerdem will Iran binnen eines Jahres zehn neue Uran-Anreicherungsanlagen bauen.

Teheran - Mit der jüngsten Ankündigung, Uran selbst hochanzureichernhat Iran den Westen brüskiert - jetzt propagiert Teheran Details seines Waffenprogramms. Nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens hat Iran mit der Serienproduktion von Drohnen begonnen. Die unbemannten Flugzeuge würden sowohl für Aufklärungsflüge als auch für Präzisionsangriffe geeignete sein, wurde Verteidigungsminister Ahmad Wahidi am Montag zitiert. Zwei Produktionslinien seien hochgefahren worden. Vor einem Jahr hatte Teheran bereits bekanntgegeben, man habe eine Drohne entwickelt, die mit einer Reichweite von 1000 Kilometern auch Israel erreichen könnte. Ein ranghoher Luftwaffenkommandeur erklärte am Montag überdies, das Land werde in Kürze ein Raketenabwehrsystem aufbauen. Dies sei leistungsstärker als das russische S-300-System, das Iran bei Moskau bestellt, aber nie erhalten hatte, sagte General Heschmatollah Kasiri der amtlichen Nachrichtenagentur Irna.

Weitere Einzelheiten zum iranischen Atomprogramm kündigte der Leiter der iranischen Atombehörde, Ali Akbar Salehi, am Montag in Teheran an. Iran werde innerhalb eines Jahres zehn neue Uran-Anreicherungsanlagen errichten, so Salehi. Schon im Vorjahr hatte Teheran Bedarf für zehn Anlagen angemeldet, doch wurden bisher nur Standorte ausgewählt.

Salehi will am Montag die Internationale Atombehörde in Wien (IAEA) über den Beginn der umstrittenen Urananreicherung auf 20 Prozent informieren. Die Anreicherung selbst solle am Dienstag in Natans in Anwesenheit von Inspektoren der IAEA beginnen, erklärte Salehi.

Salehi hatte noch am Vorabend betont, dass Teheran gezwungen sei, die Anreicherung selbst vorzunehmen, da es kein anderes Abkommen gegeben habe. "Wir sind weiter zu einem Abkommen über einen Austausch bereit und wann immer eine Übereinkunft getroffen wird und sobald wir den Brennstoff aus dem Ausland erhalten, werden wir den Anreicherungsprozess (auf 20 Prozent) stoppen", sagte Salehi weiter.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte die nationale Atomenergiebehörde seines Landes angewiesen, mit der Herstellung von hochangereichertem Uran zu beginnen. Iran bleibe im Atomstreit mit der Weltgemeinschaft allerdings weiterhin offen für Kompromissverhandlungen, sagte Ahmadinedschad am Sonntag in Teheran. Sein Land werde aber - für die Nutzung in einem Forschungsreaktor bei Teheran - mit der Anreicherung auf einen Grad von 20 Prozent starten, wenn der Westen nicht aufhöre, mit Iran "Spielchen zu spielen", sagte der iranische Präsident. Die neue Drohung des Präsidenten kam einen Tag, nachdem der Atomstreit im Mittelpunkt der Internationalen Sicherheitskonferenz in München gestanden hatte.

Die Weltgemeinschaft will, dass der Anreicherungsprozess nicht in Iran, sondern unter internationaler Kontrolle in Russland und Frankreich erfolgt. Im Grunde ist Iran damit einverstanden, stellt aber unter anderem Bedingungen hinsichtlich des Übergabeortes, des Zeitraums für Rücklieferungen und der Menge. Für den Fall des Scheiterns drohen die USA und die EU ihrerseits mit verschärften Sanktionen gegen Iran.

Irans Außenminister Manuchehr Mottaki hatte mit seinem Auftritt in München für weitere Verwirrung und teils deutliche Ablehnung gesorgt. Der Besuch war zunächst als Zeichen der Hoffnung für einen Weg aus dem jahrelangen Atomstreit mit Iran gewertet worden.

Der Westen verdächtigt Iran, die Uranreicherung für militärische Zwecke nutzen zu wollen. Für die Produktion einer Atomwaffe muss Uran jedoch nicht nur auf 20 Prozent, sondern mindestens auf 85 Prozent U 235 angereichert werden. Für den Fall, dass der Atomdeal scheitern sollte, drohte der US-Senator Joe Lieberman dem Iran sogar mit militärischem Eingreifen.

anr/apn/AFP/dpa

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23.02.2010 von Michael Schnarch:

Das Geschäft wird derzeit nicht realisiert. Weder steht die Finanzierung noch will Österreich Konflikte mit den USA. mehr...

23.02.2010 von thesprotios: USA neue Fronten für den Weltfrieden

Das szenario ist schon längst auf Papier gedruckt meine Damen und Herren mit einem Militär Schlag der USA is in den Kommenden Jahren zu rechnen deshalb beeilt sich Iran mit der anreicherung der gantze Prozess geht darauf hinaus.. [...] mehr...

23.02.2010 von guylux: Österreich

Aber , aber , Herr Schnarch , das ist doch Peanuts gegenüber dem Riesenprojekt Österreichs ( 22 Billionen Euro ) mit dem Iran zwecks Öl-und Gasförderung . mehr...

23.02.2010 von Michael Schnarch:

Wer auf dem Misthaufen der eigenen unsäglich furchtbaren Geschichte sitzt, sollte bei der Beurteilung der Geschichte anderer Völker weniger arrogant sein. mehr...

23.02.2010 von Ben Yona Franklin:

Obama hat es verstanden ; es gibt nur eine Alternative fuer seine Presidentschaft.... "The United States warned Iran on Tuesday that "time and patience is running out" with its nuclear program, saying Tehran had [...] mehr...

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Irans Atomprogramm

Streit

AP
Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 Iran erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Als Vermittler tritt seit einigen Jahren auch die "EU-Troika" auf, bestehend aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

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