Als Sarah Palin in Nashville beim Treffen der "Tea Party Nation" auftritt - der radikalen Anti-Obama-Bewegung, die vor allem gegen hohe Staatsausgaben protestiert -, hat sie für den amtierenden Präsidenten wenig Nettes übrig. "Die Liste der gebrochenen Versprechen Obamas ist lang", ruft sie. "Wie sieht dieser Wandel denn nun für Euch aus?", fragt sie höhnisch. Die Menge jubelt ihr zu, Palin umgarnt sie: Diese Bewegung sei doch größer als ein "charismatischer Typ mit einem Teleprompter".
Der "Typ" soll natürlich US-Präsident Barack Obama sein - dem Kritiker vorhalten, er verdanke seine Redegabe vor allem einem Elektrohelfer, der das Manuskript für ihn abspult. Ohne den formuliere er eher unbeholfen.
Nun könnte sich aber herausstellen, dass auch Palin selbst ohne Spickzettel nicht ganz so gut redet. Zwar hielt sie ihre rund 40 Minuten lange Ansprache in Nashville ohne Teleprompter, sie vertraute auf Notizzettel. Doch ein AP-Foto und ein Video im Web enthüllen, dass sie sich auf ihrer linken Hand einige Stichworte notiert hatte - wohl vor allem für die folgende kurze Frage-und-Antwort-Runde. Deutlich zu lesen sind die Worte
Als der Moderator ihr schließlich sorgfältig ausgewählte und Palin vermutlich bekannte Fragen stellt, geht es auch um ihre politischen Prioritäten. Die Ex-Vizepräsidentschaftskandidatin beginnt mit einem Plädoyer für Ausgabendisziplin, blickt dann kurz auf ihre Hand und fährt fort wie aufgeschrieben: Oberste Priorität müsse die Energiepolitik genießen - und die Verbesserung der Stimmung und Einstellung in den USA.
100.000 Dollar für Palins einstündige Rede
Ihre Handfertigkeit sorgte, wie fast alle Handlungen Palins, umgehend für heftige Debatten in den USA. Anhänger verteidigten sie, es sei immer noch besser, sich ein paar Stichworte aufzuschreiben als wie Obama eine ganze Rede abzulesen. Kritiker sahen sich bestätigt, dass Palin intellektuell nicht einmal für eine harmlose Frageeinheit gewappnet sei.
Fest steht nur, dass die Ex-Vizepräsidentschaftskandidatin wieder ins politische Rampenlicht gerückt ist. Derzeit ist Palin vor allem als erfolgreiche Unternehmerin in eigener Sache unterwegs - für den 60-Minuten-Termin in Nashville soll sie geschätzte 100.000 Dollar Honorar erhalten haben. Doch sie absolviert wieder häufiger politische Auftritte und liebäugelt offensichtlich mit einer Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2012. Auf die Frage, ob sie sich eine Bewerbung vorstellen könne, antwortete sie im Gespräch mit "Fox News": "Ich würde es tun. Wenn es das Richtige für das Land und für die Palin-Familie ist."
gps
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Dafuer bekommt sich aber maechtig viel Presse und ist in aller Munde..... mehr...
Das Schlimme an Palin ist, dass sie noch nicht einmal merkt, dass sie einfach nur noch peinlich ist. mehr...
Gibts hier auch, ist aber verfassungswidrig. Unter npd.net finden Sie weitere Informationen, wenn es Sie denn interessiert. mehr...
Oh, der Oettinger gibt sich aber redlich Mühe! mehr...
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