ThemaAfghanistan-KriegRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
09.02.2010
 

Südafghanistan

Nato startet Großangriff auf Taliban

Start der Nato-Großoffensive: Soldaten sollen die Taliban aus ihrer Hochburg vertreibenZur Großansicht
Reuters

Start der Nato-Großoffensive: Soldaten sollen die Taliban aus ihrer Hochburg vertreiben

Die Nato hat ihre Großoffensive gegen die Taliban in Südafghanistan begonnen: Internationale und afghanische Truppen griffen die Stadt Mardscha in der Provinz Helmand an. Diese gilt als Hochburg der Aufständischen.

Laschkar Gah - Mit Flugblättern hatte die Nato die Zivilbevölkerung vor dem Angriff gewarnt. Hunderte Menschen machten sich bereits auf die Flucht. Augenzeugen berichteten aber, die Taliban hinderten die Bevölkerung an der Flucht. Die westlichen Verbündeten wollen die Taliban aus ihrer bisherigen Hochburg in der Gegend um die größte Stadt Mardscha in der Provinz Helmand vertreiben. Die Aufständischen hatten erbitterten Widerstand angekündigt. Es soll eine der größten Offensiven seit Beginn des Einsatzes in Afghanistan werden.

Rund 80.000 Menschen wohnen in der Region um Mardscha. Dort stiegen dichte Rauchwolken auf und Maschinengewehrfeuer war zu hören. Zunächst war nichts über Tote und Verletzte bekannt. An den Kämpfen beteiligten sich am Dienstag rund 700 Nato-Soldaten, darunter afghanische, US-amerikanische und kanadische Truppen.

Man sei für eine Flüchtlingswelle aus Mardscha gerüstet, sagte der Zivilbeauftragte der Nato, Mark Sedwill. Für die Zeit nach der Offensive sei ein Programm zur Verbesserung der öffentlichen Dienstleistungen und zum Wiederaufbau der Regierungskontrolle vorbereitet. "Der Erfolg der Operation liegt nicht im Militärischen", sagte Sedwill. Die Bevölkerung solle die Vorzüge einer besseren Verwaltung, neuer wirtschaftlicher Möglichkeiten und des Lebens unter den legitimen afghanischen Behörden spüren.

Der angekündigte Nato-Großeinsatz läuft unter dem Namen "Muschtarak", was so viel wie gemeinsam heißt, und ist eine der größten Militäraktionen seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes im Jahr 2001. Nach Nato-Angaben sollen insgesamt 15.000 Soldaten daran teilnehmen. Sie kommen aus Afghanistan, aus den USA, Großbritannien, Kanada, Frankreich und Estland.

mmq/apn

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Forum

insgesamt 511 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
19.03.2010 von Wolfghar: .

Wussten Sie nicht das wir wegen der Schulen da sind? Wir sinds Nato und Isaaf die Schulenaufbauer mehr...

19.03.2010 von nachthai:

Einfache Umkehrbarkeit muss erst bewiesen werden. Eine zu platte Annahme von soziokulturellen Thesen hatte zuletzt dem Kommunismus im Weg gestanden. mehr...

18.03.2010 von wolschy: CDU+Krieg

Der Umkehrschluss besagt, dass weniger Krieg durch die Abwahl der Selbigen die Folge wäre, als dann! mehr...

07.03.2010 von FNTrH:

Ja eine rhetorische Frage, aber gerechtfertigt. Es waren ein paar "mehr" Terroristen, die das Land besetzt hatten und nach einem Abzug, ohne ausreichenden Eigenschutz der afghanischen Regierung selbst, dies auch [...] mehr...

07.03.2010 von Helmut Pirkl: macht das nicht besser

Genauso wie Sie, versuchen auch unsere Politiker dem Volk weismachen wollen, warum junge deutsche Menschen in Uniform in Afghanistan sterben müssen. Kein Wunder dass daran niemand anbeißt. Lassen Sie sich, bitte, etwas besseres [...] mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
alles aus der Rubrik Ausland
alles zum Thema Afghanistan-Krieg

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Länderlexikon

Wichtigste Eckdaten

SPIEGEL ONLINE


Eigenname: Islamische Republik Afghanistan

Offizieller Eigenname: Dowlat-e Eslami-ye Afghanestan

Staats- und Regierungschef: Hamid Karzai
(seit Juni 2002)

Außenminister: Salmai Rasul (seit Januar 2010)

Staatsform: Islamische Republik, Präsidialsystem

Mitgliedschaften: Uno

Hauptstadt: Kabul

Amtssprachen: Dari, Paschtu

Religionen: mehrheitlich Muslime

Fläche: 652.225 km²

Bevölkerung: 31,412 Mio. Einwohner

Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner/km²

Bevölkerungswachstum: 2,7%

Fruchtbarkeitsrate: 6,5 Geburten/Frau

Nationalfeiertag: 19. August

Zeitzone: MEZ +3,5 Stunden

Kfz-Kennzeichen: AFG

Telefonvorwahl: +93

Internet-TLD: .af

Mehr Informationen bei Wikipedia | Lexikon


Wirtschaft

Gesundheit, Soziales, Bildung

Energie, Umwelt, Tourismus

Militär

Nützliche Adressen und Links






TOP



TOP